Die grosse Leidenschaft und der Kampf wurden nicht belohnt

Lange Zeit war die Partie zwischen Zug 94 und dem FC Courtételle ausgeglichen. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend und liessen defensiv nur wenig zu. Nach dem 1:1-Ausgleich keimte bei den Zugern kurz Hoffnung auf, doch Courtételle schlug erneut zu und nahm mit einem 2:1-Sieg drei Punkte aus Zug mit.

Das Spiel nahm nur langsam Fahrt auf. Beide Mannschaften standen defensiv kompakt und liessen dem Gegner nur wenig Raum. Zwar kamen sowohl Zug 94 als auch Courtételle immer wieder zu Abschlüssen, wirkliche Torgefahr entstand dabei jedoch kaum. Die erste Halbzeit verlief entsprechend ausgeglichen und liess aus Zuger Sicht durchaus Positives erkennen.

Wenn da nicht dieser eine Moment kurz vor dem Pausenpfiff gewesen wäre. Courtételle’s Antoine Rossé setzte Zug 94’s Torhüter Vanins unter Druck. Beim geplanten Abschlag wartete der Zuger Schlussmann einen Augenblick zu lange. Rossé konnte sein Bein noch dazwischen bringen und lenkte den Ball direkt ins Tor. Ein bitterer Gegentreffer zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt – und so ging Zug 94 mit einem 0:1-Rückstand in die Pause.

Kurzzeitige Euphorie und Ernüchterung

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Zug 94 deutlich entschlossener. Die Mannschaft wollte den Rückstand unbedingt wettmachen und erhöhte den Druck. In der 57. Minute war es dann so weit: Nach einer gut getretenen Ecke von Flavio Caserta stand Lucas Claser am hinteren Pfosten mutterseelenallein und liess sich die Gelegenheit nicht nehmen. Sein Abschluss landete im Netz – 1:1.

Der Ausgleich gab den Zugern sichtlich Auftrieb. Zug 94 wollte nun mehr und suchte den Führungstreffer. Doch die zwingenden Chancen blieben aus. Mit zunehmender Spieldauer verlor die Mannschaft etwas an Schwung und musste dafür bitter bezahlen. In der 70. Minute schlug Courtételle erneut zu: Seydou Kiendrebeogo erzielte das 1:2 und brachte die Gäste erneut in Führung.

In der Schlussphase wurde die Partie zunehmend ruppig. Viele Unterbrechungen liessen kaum noch richtigen Spielfluss aufkommen – eine Situation, die Courtételle natürlich entgegenkam. Zug 94 versuchte nochmals alles, um zum erneuten Ausgleich zu kommen, doch die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte.

So blieb es beim 1:2. Für Zug 94 ist es erneut eine bittere Niederlage. Die Mannschaft zeigte nach dem Seitenwechsel Moral und kämpfte sich zurück ins Spiel, konnte den positiven Moment nach dem Ausgleich aber nicht in weitere Tore ummünzen.

Am kommenden Wochenende wartet mit dem FC Münsingen bereits die nächste Herausforderung. Für Zug 94 ist die Ausgangslage klar: Verlieren verboten.