Ein Untenschieden wie eine Niederlage

Bei Auswärtsspiel in Buochs war klar, dass es schwierig werden würde. Ein derart tiefes Terrain ist meist kein Vorteil für das technisch versiertere Team, das das Spiel macht. Die Rollenverteilung war denn auch von Beginn an klar. Zug übernahm das Spieldiktat und liess den Ball viel in den eigenen Reihen zirkulieren. Zudem presste das Team früh und erzwang so diverse Fehler und Ballverluste des Heimteams. Trotz dieser Überlegenheit hatten die Zuger in der ersten Halbzeit keine zwingenden Chancen. Und Buochs? Sie konnten ein, zweimal schnell umschalten und kontern. Die daraus folgenden Weitschüsse stellten aber auch keine echte Gefahr dar. So blieb es nach 45 Minuten beim gerechten 0:0.

In der zweiten Halbzeit drückte Zug dann noch mehr und so kamen die Gäste in der 50. Minute zumverdienten Führungstreffer. Nach einem Eckball konnte Stefano Geri im Fünfer einköpfeln. Kurz darauf kam es zu einer Schrecksekunde im Zuger Strafraum. Nach einem Abstoss spielten die Zuger mit dem Feuer und Cleric Njau konnte im letzten Moment vor dem eigenen Tor klären. Die Buochser legten nun aber eine Schippe drauf und begannen auch nach vorne zu spielen und früher anzugreifen. Würde das den Zugern den nötigen Freiraum für Konter geben?

Vorerst kam aber Buochs zu einem Eckball und zwei Weitschüssen. Beides führte nicht zum Tor. Doch es war offensichtlich, dass die Zuger mehr Mühe mit der Spielkontrolle hatten, wegen eigenem Nachlassen aber auch wegen mehr Energie im Buochser Spiel. Ab der 65. Minute drehte das Spiel aber wieder und die Zuger übernahmen wieder mehr die Spielkontrolle, ohne jedoch grosse Torgefahr zu erzeugen.

In der 82. Minute kassierte Bojan Malbasic dann die zweite gelbe Karte und musste das Feld verlassen. Die Zuger waren also gezwungen, den Vorsprung zu zehnt über die Zeit zu bringen. Doch die Zuger taten mehr als das und kamen zweimal gefährlich vor das Buochser Tor, scheiterten aber beide Male am gegnerischen Torhüter.

In der 91. Minute brauchte es dann nochmal einen unglaublichen Reflex des Zuger Goalies Lukas Winzap nach einem schnellen Angriff über die Flanke und einem Kopfball aufs Zuger Tor. Doch das wars, leider aus Zuge Sicht, noch nicht. In der 93. Minute griff Buochs noch einmal an. Clerid Njau stellt sich dem Schuss in den Weg und der Ball traf seine Hand. Penalty für Buochs! Winzap parierte diesen zwar, doch die Buochser reagierten schneller und erzielten im Nachschuss den Ausgleich.

Ein verrücktes Ende, äusserst unglücklich für die Zuger.