Trotz zweimaliger Aufholjagd verliert Zug 94 in Wohlen
Nach einer positiven Trainingswoche und mit dem Willen, die 4:1-Niederlage aus der Vorwoche gegen den FC Solothurn vergessen zu machen, reiste Zug 94 am Samstag zum zweiten Auswärtsspiel der Saison nach Wohlen. Die Aargauer hatten ihr erstes Saisonspiel beim FC Courtételle mit einem Unentschieden beendet und wollten nun vor heimischem Publikum die ersten drei Punkte einfahren. Für Zug 94 war damit klar, dass eine schwierige Aufgabe bevorstand.
Es war dann auch der FC Wohlen, der besser in die Partie startete und in der 9. Minute zur ersten guten Chance kam. Noch blieb diese ohne Folgen. Nur wenige Zeigerumdrehungen später war es dann aber soweit: Der Wohlener Stürmer Freddy M’Biye stieg nach einer Ecke am höchsten und köpfelte seine Farben zum 1:0 in Führung. Die Zuger liessen sich davon jedoch nicht beeindrucken und fanden nur kurze Zeit später die passende Antwort. Mit einem Eckball brachte Dein Barreiro den Ball gefährlich in den Strafraum, wo Captain Fuat Sulimani am höchsten stieg und zum 1:1-Ausgleich einköpfte. Die Partie beruhigte sich danach etwas. Wohlen übernahm zwar zunehmend die Spielkontrolle und kam immer wieder in die Nähe des Zuger Tores, doch die Zuger Defensive hielt dagegen. Mal fehlte den Gastgebern die nötige Präzision, mal war ein Zuger Verteidiger oder Torhüter Kader Abubakar zur Stelle. In der 35. Minute war es dann erneut Freddy M’Biye, der für die Wohlener erfolgreich war. Nach einer starken Einzelaktion liess er der Zuger Defensive keine Möglichkeit mehr einzugreifen und brachte den FC Wohlen mit 2:1 in Führung. Mit diesem Resultat ging es für beide Mannschaften in die Kabinen.
Gute zweite Halbzeit wird nicht belohnt
Nach dem Pausentee zeigte sich Zug 94 von seiner besten Seite und kam mit viel Energie aus der Kabine. Die ersten Aktionen gehörten den Zugern und bereits in der 49. Minute fehlte nicht viel zum erneuten Ausgleich. Gustavo Campello Pes versuchte es mit einem sehenswerten Distanzschuss, den Wohlen-Keeper Ammann gerade noch parieren konnte. Auch die anschliessende Ecke brachte keinen Treffer. Zug 94 blieb aber dran und spielte weiter mutig nach vorne. Dadurch ergaben sich für Wohlen Räume, welche die Gastgeber immer wieder für schnelle Konter nutzen konnten. In der 72. Minute wurde ein solcher Konter gefährlich: Ein Wohlener Angreifer konnte im Strafraum nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Der Schiedsrichter zeigte folgerichtig auf den Penaltypunkt.
Freddy M’Biye, der bereits zweimal getroffen hatte, übernahm die Verantwortung. Der Penalty landete jedoch am Gebälk. Zug 94 nutzte diesen Moment sofort und setzte seinerseits zum Gegenangriff an. Nur eine Minute später wurde ein schneller Vorstoss belohnt: Der eingewechselte Leotrim Nitaj blieb vor dem Tor ruhig und erzielte in der 73. Minute das 2:2.
Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt verdient und zeigte einmal mehr die Moral der Zuger Mannschaft. Doch beide Teams wollten sich mit dem Punkt nicht zufriedengeben und suchten in der Schlussphase weiterhin den Weg nach vorne. Gleichzeitig war die Belastung aufgrund der hohen Temperaturen deutlich spürbar und die Bereitschaft, einen Punkt leichtfertig aus der Hand zu geben, entsprechend gering. In der 81. Minute war es schliesslich erneut ein Eckball, der den Unterschied ausmachte. Innenverteidiger Marlon Schwarz stieg am höchsten und köpfelte den Ball zum 3:2 für Wohlen in die Maschen.
Zug 94 gab sich auch danach nicht auf und suchte weiterhin den Ausgleich. Gustavo Campello Pes kam nochmals zu einem vielversprechenden Distanzversuch, doch der Ball fand leider nicht den Weg ins Tor. Nach 94 Minuten war die Partie schliesslich beendet.
Damit steht Zug 94 trotz einer engagierten Leistung erneut ohne Punkte da. Besonders bitter ist, dass die Mannschaft zweimal einen Rückstand aufholen konnte und sich mit dem 2:2 für die starke zweite Halbzeit belohnte. Die Moral und der Einsatz stimmen, nun gilt es, die kleinen Details weiter zu verbessern und sich für die gezeigten Leistungen zu belohnen.
Die nächste Chance dazu bietet sich bereits am kommenden Samstag, 22. August. Dann empfängt Zug 94 den FC Muri-Gümligen um 16 Uhr auf der Herti Allmend in Zug.















































