«Wer mich kennt: Ich will immer gewinnen.»
Seit Anfang Juli ist Dave Cos-Gayon Trainer der 1. Mannschaft von Zug 94. Kurz vor der 1. Runde der Cup-Qualifikation (Spiel am Samstag gegen den SC Emmen, 10. August 2024, 18 Uhr in Zug) für die kommende Saison haben wir mit ihm gesprochen.
Dave, du bist seit Anfang Juli Trainer von Zug 94. Wie ist dein erster Eindruck vom Verein?
Ich bin sehr beeindruckt, wie herzlich ich aufgenommen worden bin. Die Infrastruktur ist toll – die Trainingsplätze sind hervorragend, das Stadion ein Traum und das Restaurant rundet das Ganze ab.
Nun habt ihr rund vier Wochen Vorbereitung gehabt. Wie ist diese gelaufen?
Die Vorbereitungen im Sommer sind sehr herausfordernd, da die Phase kurz ist und viele Spieler in den Ferien sind. Nichtsdestotrotz haben die meisten Spieler kurze Ferien gemacht, um so schnell wie möglich zurückzukommen; einige sind sogar frühzeitig erschienen. Wir haben sehr gut gearbeitet, und bis auf das Spiel gegen Emmenbrücke kann man sagen, dass bisher alles nach Plan läuft.
Wie schätzt du die Leistungen in den Vorbereitungsspielen ein?
Wir konnten gegen Thalwil einen souveränen Auftritt zeigen. Mit über 30 Grad war es jedoch sehr schwierig, wichtige Schlüsse zu ziehen. Gegen Emmenbrücke war es ähnlich; wir wurden überrascht und dieser Match glich schon einem ernsten Wettkampf. Thalwil sowie Emmenbrücke sind neu in unserer Gruppe, und es ist wichtig zu sehen, was uns auch in der Meisterschaft erwartet. Der Match gegen Uster war meiner Meinung nach bereits eine klare Leistungssteigerung, und wir konnten gegen ein spielstarkes Uster überzeugen.
Wie ist dein Eindruck vom Team?
Ich habe schon viele Teams trainiert, aber die Qualität dieser Truppe ist einfach nur top. Ich glaube, wir haben nicht nur gute Fussballer, sondern auch eine tolle Mischung an Charakteren. Dafür muss ich Besnik danken für die Zusammenstellung des Kaders. Auch der Staff ist grossartig: Mit Besnik als Sportchef und Oli an meiner Seite sowie Jeff als Torhütertrainer bieten mir grosse Unterstützung. Samira und Robi ergänzen unser Team und ich habe wahre Freude daran, mit ihnen den Fussballalltag zu verbringen.
Woran habt ihr vor allem im Sommer gearbeitet?
Das Ziel war Dynamik. Die 2. Liga verlangt sehr viel Laufbereitschaft, und das haben wir von Anfang an in der Intensität der Trainings berücksichtigt. Natürlich liegt der Hauptfokus immer auf der Grundkondition, aber Intensität ist für mich einer der Schlüssel zum Erfolg.
Nun spielt ihr in der Cup-Quali gleich gegen deinen ehemaligen Verein. Ist das speziell?
Natürlich freue ich mich sehr darauf! Fussball schreibt immer seine eigenen Geschichten. Dass genau der SC Emmen in meinem Debüt in Zug zu Gast ist, bedeutet mir viel, denn der SC Emmen hat einen wichtigen Platz in meinem Herzen.
Wie weit ist die Mannschaft nach der Vorbereitung schon?
Ich denke, wir brauchen sicher noch 2-3 Wochen, aber wir haben jetzt schon ein gutes Niveau erreicht und die Spieler haben auch während ihrer Ferien gut auf sich geachtet.
Welchen Fußball dürfen die Fans in Zug erwarten?
Ich denke, die Fans in Zug erwarten eine Saison mit tollen Spielen. Die Liga ist schwieriger geworden mit vielen guten Teams, was die Spiele attraktiver macht. Ich liebe offensiven Fussball und denke, man muss hinten stabil bleiben; nach vorne müssen wir Tore schiessen wollen – der Match gegen Uster hat gezeigt, wie wir das umsetzen wollen.
Du hast einige Junioren im Team. Was möchtest du den Junioren besonders mit auf den Weg geben?
Die Junioren oder jungen Spieler sind ein wichtiger Bestandteil eines Teams. Wir besitzen viel Erfahrung mit gestandenen Spielern und für die Jüngeren ist dies eine Chance, stark profitieren zu können. Geduld ist jedoch ein wichtiger Faktor; alles braucht seine Zeit.
Was ist im Spiel gegen den FC Zürich möglich?
Diese Frage lasse ich offen; ich glaube dieses Spiel ist für den Verein sowie für Vereinsmitglieder, Spieler und Staff etwas Besonderes. Aber diejenigen, die mich kennen wissen: Meine Mentalität bleibt immer gleich – ich will gewinnen.
Kurz und bündig:
Lieblingsclub: Real Madrid
Bester Spieler der Welt: Zurzeit Rodri (Man City)
Vorbild als Trainer: Vorbilder habe ich keine; vom Typ her ähnle ich Simeone
Ziel mit Zug 94: Möglichst viele Spiele gewinnen. Dann sehen wir weiter.















































