Erfolgreiche Teams: BB steigt auf, CB holt 2. Platz

Unser BB hat eine grandiose Saison gespielt und gewinnt die Gruppe in der 2. Stärkeklasse. Zum Saisonabschluss gab es ein 5:2-Sieg in Altdorf. Damit spielt das Team in der nächsten Saison in der 1. Stärkeklasse. Eine Superleistung des ganzen Teams und der Trainer. Herzliche Gratulation!

Auch unser CB hat eine tolle Saison hinter sich. Mit einem 3:2 Sieg in Aegeri sicherte sich das Team den 2. Platz in der 1. Stärkeklasse. Auch hier: Herzliche Gratulation an alle Spieler und die Trainer.

Spielfreude pur!

Wer dachte, die Zuger würden es nach dem gesicherten Aufstieg gemütlich nehmen, der irrte sich. Unsere 1. Mannschaft stieg resolut und konzentriert ins Spiel gegen den FC Sursee und drückte die Gäste von der ersten Minute an in die Defensive. Der Ball zirkulierte gut in den eigenen Reihen und wurde zielstrebig nach vorne getragen. Die Zuger zündeten ein regelrechtes Feuerwerk und wurden dafür belohnt: Taulant Limoni schoss das Führungstor mit einem herrlichen Schuss in der 3. Minute. Drei Minuten später doppelte Dein Barreiro nach, indem er den letzten Verteidigen mit einem Haken aussteigen liess und das zweite Zuger Tor schoss. Und wiederum nur zwei Minuten später erzielte Alan Nabarro das 3:0, ebenfalls mit einem platzierten Weitschuss. Doch das war noch nicht alles in der ersten Viertelstunde: Taulant Limoni machte in der 15. Minute das 4:0.

Dann nahmen die Zuger ein wenig das Tempo raus, verständlich bei sommerlich heissen Temperaturen. Und sogleich kam Sursee zu einem gefährlichen Angriff, den Ruben Burkard mit einem trockenen Schuss zum 1:4 abschloss. Die Zuger versuchten danach gleich wieder das Spiel in die Hand zu nehmen, doch Sursee hält jetzt besser dagegen. Und nach einer Flanke von links erzielte Cikaqi per Kopf das 4:2.

Nun wollte Zug definitiv wieder reagieren und spielte wieder konsequenter. In der 33. Minute ging der Torreigen weiter. Diesmal war wieder das Heimteam dran: Nach einer nach vorne abgewehrten Flanke stand Adriano Sodano goldrichtig und drosch den Ball zum 5:2 ins Tor. Und nur fünf Minuten später erzielte Paskh Nikollaj nach einem Eckball das 6:2.

Zug nahm danach merklich das Tempo heraus und versuchte das Spiel zu kontrollieren. Das gelang, weil auch die Surseer wohl der Hitze Tribut zollten. So blieb es bis zur Pause beim 6:2 für das Heimteam.

Die zweite Halbzeit begann verhaltener als die erste, was angesichts der hohen Temperaturen nicht überraschte. Die erste Chance gehörte dann Sursee, aber Lukas Winzap parierte den Schuss sicher. Anschliessend gab es zunächst weniger klare Torchancen, bis Zug in der 64. Minute einen schönen Angriff über rechts zeigte. Der Ball zirkulierte von einem Spieler zum nächsten, per Hacke kam er dann im Sechzehner zu Campisi der in der Mitte den freie Barreiro anspielte. Dieser brauchte nur mehr einzuschieben zum 7:2. Die nächste Chance gehörte wiederum Sursee mit einem Schuss aus rund 20 Metern, der daneben ging. Dann folgte ein schneller Zuger Angriff, bei dem Barreiro am Ende alleine vor dem Torhüter stand. Dieser parierte aber hervorragend. In der 74. Minute griff wiederum Sursee an, die Zuger Abwehr kam für einmal nicht mit zurück und nach einer flachen Hereingabe von links erzielten die Gäste das 7:3. Dies war dann auch das Schlussresultat, obwohl die Zuger noch weitere Chancen hatten.

Ein tolles Spiel für die Zuschauer mit vielen Toren und schönen Spielzügen. Nun stehen für die Zuger noch zwei Spiele an. Zunächst auswärts gegen den FC Muri und am 14. Juni um 18 Uhr zum letzten Heimspiel gegen den FC Thalwil.

Das Team EA erreicht den IFV-Cupfinal

Unsere EA-Junioren haben am Mittwoch das Halbfinale gegen die Chamer Junioren überzeugend mit 5:1 gewonnen. Sie waren über die gesamte Spieldauer überlegen und liessen den Gegner nicht ins Spiel kommen. Im Finale spielen unsere Jungs gegen die Kickers Luzern.

Herzliche Gratulation an die Trainer und die Spieler. Tolle Leistung!

1. Liga, wir kommen!

Hier kommt der kürzeste Matchbericht seit langem: Unsere 1. Mannschaft hat in Rothrist dank einem Tor von Gustavo Campello 1:0 gewonnen. Fertig.

Gross war der Jubel nach dem Spiel. Gross auch die Erleichterung. Denn nach drei Jahren in der 2. Liga Interregional spielen wir ab Sommer wieder in der 1. Liga. Dies ist die Krönung einer insgesamt grossartigen Saison, mit vielen tollen Spielen, einigen engen Partien und bisher insgesamt nur zwei Niederlagen. Diese Konstanz und vor allem der unbändige Wille des Teams, den Aufstieg zu schaffen, waren die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Herzliche Gratulation an den ganzen Staff und an alle Spieler der 1. Mannschaft. Ihr habt den ganzen Verein stolz gemacht!

Noch stehen drei Spiele an, zwei davon Heimspiele. Am nächsten Samstag, 31. Mai 2025, kommt Sursee auf die Herti Allmend und am 14. Juni 2025 findet das letzte Heimspiel gegen den FC Thalwil statt. Kommt also nochmal zahlreich ins Stadion und feuert unser Team an. Es hat dies mehr als verdient.

Mit Offensivpower zum klaren Sieg

Nach den schwierigen Spielen im Tessin freuten sich alle bei Zug 94 auf das Heimspiel gegen den SC Cham. Und auch das Team wollte eine Reaktion zeigen und weitere drei Punkte einfahren. Und genau so legte unsere 1. Mannschaft los. Zwischen der 3. und der 15. Minute kam Zug zu vier Grosschancen, allesamt schön herausgespielt. Der nächste Zuger Angriff folgte nur eine Minute später. Ein schöner Ball in die Tiefe, Marco Trachsel rannte zum Ball, der Chamer Goalie kam heraus und foulte ihn. Penalty. Dein Barreiro versenkte diesen souverän.

In der 20. Minute kam Cham erstmals zu einer Chance, den Weitschuss lenkte Lukas Winzap jedoch übers Tor. Nun ging es hin und her, wobei das Heimteam jeweils die besseren Chancen hatte. In der 29. Minute nahm Elvedin Causi den Ball im Sechzehner gekonnt an und schoss direkt ins weite, rechte Eck zum 2:0. Doch die Zuger hatten noch nicht genug. Vor der Pause verzückte Simone Campisi die Fans mit einem Fallrückzieher, der an einem Chamer Verteidiger abprallte. Der Nachschuss der Zuger wurde schliesslich in Corner abgelenkt. In der 34. Minute traf Gustavo Campello mit einer Direktabnahme aus über 20 Metern den Pfosten.

So hätte es zur Pause gut und gerne 4:0 heissen können. Cham hatte der Zuger Spielfreude nichts entgegenzusetzen.

Das Spielgeschehen änderte sich auch in der zweiten Hälfte nicht wesentlich. Zug kam zwischen der 46. und der 65. Minute zu weiteren Torchancen, vermochte diese aber nicht zu verwerten. Sollte sich das noch rächen? In der 67. Minute kam Cham tatsächlich zu grossen Möglichkeit. Der Flankenball von rechts segelte durch den Zuger Fünfer an allen Spielern vorbei. Hier hatte das Heimteam Glück.

Dieser Schreckmoment schien die Zuger jedoch wieder aufgeweckt zu haben. Beim Gegenstoss waren plötzlich Dein Barreiro und Simone Campisi alleine vor dem Chamer Goalie und spielten diesen aus. Campisi musste am Ende nur noch einschieben. Nach 68 Minuten stand es somit vorentscheidend 3:0.

Doch die Zuschauer wurden weiter mit Offensivfussball verwöhnt, und zwar von beiden Teams. So hatte Cham in der 77. Minute mit einem Schuss, der im letzten Moment geblockt werden konnte, eine grosse Möglichkeit. Auch die Zuger spielten weiter nach vorne und wurden in der 85. Minute mit dem vierten Treffer belohnt. Campello schoss, der Chamer Goalie wehrte ab, Teichmann schoss nach, der Chamer Goalie wehrte noch einmal ab, Teichmann schoss ein zweites Mal. Diesmal war der Ball drin und es stand 4:0.

In der 88. Minute kam Cham fast noch zum Ehrentreffer. Nach einem Missverständnis in der Zuger Innenabwehr ging der folgende Schuss nur knapp am Tor vorbei. Als die Zuger Fans bereits den Sieg feierten, setzte Christopher Teichmann den Schlusspunkt und schoss das fünfte Zuger Tor.

Zug überzeugte von A bis Z und verwöhnte die Fans mit tollem Offensivsfussball. Mit drei weiteren Punkten liegt der Aufstieg nun in Griffweite. Am nächsten Samstag geht es auswährts gegen den FC Rothrist.

Ein Punkt im Tessin, nach hitzigem Spiel

Unsere 1. Mannschaft holte sich einen weiteren wichtigen Punkt gegen den FC Malcantone. Die Ausgangslage war schwierig aufgrund der vielen verletzten und gesperrten Spieler. Die Zuger reisten gerade mal mit 13 Spielern ins Tessin. Und sie waren gewarnt. Er kürzlich besiegte Malcantone den FC Gambarogno gleich mit 4:0.

Entsprechend vorsichtig begannen die Zuger das Spiel und liessen den Ball in ihren Reihen zirkulieren. Malcantone seinerseits zog sich weit zurück und verliess sich ausschliesslich auf seine zwei schnellen Stürmer. Die erste Chance bot sich dann den Zugern. In der 6. Minute konnte Simone Campisi alleine auf den gegnerischen Goalie ziehen, der aber bravourös parierte. Gleich eine Minute später zog Meriton Kastrati aus rund 16 Metern ab. Doch auch hier war der Tessiner Goalie zur Stelle. In der 17. Minute köpfelte Campisi einen Eckball an die Latte. Zug war total überlegen, von Malcantone war bisher nichts zu sehen.

Doch auch Zug verlor mehr und mehr den Faden und spielte plötzlich auffallend häufig quer oder sogar zurück. Dadurch glichen sich die Spielanteile aus, jedoch konnte kein Team auch nur ansatzweise gefährliche Angriffe auslösen. Bis zur 33. Minute. Für einmal spielte Malcantone über den linken Flügel, dieser passte flach in die Mitte, wo Malcantone zuerst einen Zuger Spieler auf der Linie anschoss, dann Lukas Winzap, ebenfalls auf der Linie, abwehren konnte. Beim dritten Anlauf fand der Ball den Weg ins Zuger Tor. Es stand plötzlich 0:1 ohne dass Malcantone zuvor auch nur eine echte Chance gehabt hätte. Zug vermochte vor der Pause nicht mehr zu reagieren und so blieb es bei der Führung für das Heimteam.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: kaum zusammenhängende Angriffe, keine Torchancen. Was sich jedoch änderte war, dass die Partie aggressiver geführt wurde und das Geschehen zuweilen sehr hitzig war. Erst in der 67 Minute hatte Zug wieder einmal eine Chance, der Ball ging aber am Tor vorbei. Eine Viertelstunde vor Schluss dann der Schock für Zug: Aus dem Nichts heraus zückte die Schiedsrichterin die gelb-rote Karte gegen unseren Capitain. Wieder musste Zug also in Unterzahl spielen. Doch die Reaktion kam diesmal: Beim nächsten Eckball köpfelte einer der kleinsten, Dein Barreiro, den Ball ins Tessiner Tor zum 1:1.

Zug hatte sogar noch die Chance zum Sieg. Campisi wurde im Sechzehner umgerissen. Das Schiedsrichtertrio befand allerdings, das Foul sei ausserhalb gewesen. Sie bestraften den Tessiner mit Rot, Zug durfte aus genau 16 Metern einen Freistoss treten, der aber nichts einbrachte.

Somit blieb es beim 1:1, das letztlich ein Abbild des Spiels war. Dank der Niederlage von Sursee konnte unsere 1. Mannschaft ihren Vorsprung an der Tabellenspitze leicht ausbauen. Am nächsten Samstag steht das Derby gegen Cham auf dem Programm. Zug empfängt den Nachbarn um 16 Uhr auf der Herti Allmend.

Zug 94 und David Cos-Gayon gehen getrennte Wege

David Cos-Gayon, seit letztem Sommer Trainer unserer 1. Mannschaft, hat den Vorstand informiert, dass er sein Traineramt in der kommenden Saison nicht mehr weiterführen wird. Er nennt vor allem persönliche Gründe für seinen Entscheid.

Davis Cos-Gayon sagt dazu: «Ich hatte eine tolle, intensive Zeit bei Zug 94. Diese Zeit hat mich persönlich sehr bereichert. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, ab Sommer 2025 nicht mehr als Trainer von Zug 94 zur Verfügung zu stehen. Der Entscheid ist mir nicht leichtgefallen, zumal wir sportlich sehr erfolgreich unterwegs sind und ich auch viele Freunde in Zug gewonnen habe.»

Der Vorstand hat den Entscheid von David Cos-Gayon mit Bedauern entgegengenommen und bedankt sich bei ihm für alles, was er für Zug 94 geleistet hat. Er ist David Cos-Gayon auch dankbar, dass er sich bis zum Saisonende weiterhin voll für den Erfolg des Teams einsetzt. David wird zu gegebener Zeit gebührend verabschiedet.

Nun liegt der Fokus ganz auf der Fortsetzung der Meisterschaft. Gemeinsam mit David werden wir alles daransetzen, das grosse Ziel Aufstieg zu erreichen.

Die frühzeitige Kommunikation ermöglicht es, parallel die Planung der nächsten Saison fortzusetzen. Die Suche nach einem neuen Trainer für die Saison 2025/2026 startet demnach ab sofort.

Jungs, wir sind stolz auf euch!

Unsere CA-Junioren spielten am Mittwoch Abend das Cup-Viertelfinale Zuhause gegen die OG-Kickers. Die Affiche versprach ein spannendes Spiel. Und niemand wurde enttäuscht. Kickers stehen aktuell in der Youth League auf Platz 1, unsere Jungs auf Platz 2. Das Cup-Viertelfinale war wie das vorgezogene Cup-Finale. In einem insgesamt sehr ausgeglichenen Spiel siegte am Ende das glücklichere Team aus Luzern mit 5:4. Gratulation an die Kickers.

Zug 94 ist stolz auf die CA-Jungs und deren Staff! Die Zuschauer haben eine super eingestellte Mannschaft gesehen, die bis zur letzten Sekunde als Team gekämpft hat. Die Enttäuschung mag nun gross sein. Aber solche Spiele machen den Fussball aus und aus solchen Spielen lernt man. Hopp Zug!

Nicht nur das Spiel verloren

Unsere 1. Mannschaft reiste am Wochenende nach Locarno zum Spitzenspiel gegen die erfahrenen Tessiner, die in den letzten Spiele unbeständig unterwegs waren. Dennoch hat Locarno immer noch Chancen um den Aufstieg mitzuspielen. Entsprechend engagiert, ja aggressiv, gingen sie ans Werk. Unsere Mannschaft liess sich davon anstecken und begann ungewohnt nervös. Sie hatte aber die erste Chance in der 8. Minute mit einem Schuss von Marco Trachsel. Bis zur ersten Tessiner Chance dauerte es ganze 19 Minuten, der Schuss ging aber am Tor vorbei.

Was dann folgte, war die wohl spielentscheidende Szene: Elvedin Causi stiess mit einem gegnerischen Verteidiger zusammen, beide Spieler lagen am Boden. Der Schiedsrichter pfiff ein Foul des Zugers und wurde vom Linienrichter gerufen. Nach kurzer Konsultation zeigte er Causi die rote Karte. Scheinbar traf er den Gegner mit dem Ellbogen. Damit hatte das Gästeteam 70 Minuten in Unterzahl vor sich.

Das Spiel beruhigte sich daraufhin ziemlich, Locarno war ideenlos und die Zuger standen gut. Es dauerte bis zur 33. Minute, als Locarno wieder einmal Lukas Winzap mit einem Schuss prüfen konnte. Nur drei Minuten später wurde Meriton Kastrati vom Gegner mit der Hand im Gesicht getroffen. Diesmal zeigte der Schiedsrichter nur Gelb.

Vor der Pause kam Locarno noch zu einem Freistoss aus 30 Metern, den Winzap in Corner lenken konnte. Zug hat ebenfalls noch einen Freistoss, der im Aussennetz landete. So blieb es zur Pause beim 0:0.

Die zweite Hälfte begann mit einem Zuger Paukenschlag: Simone Campisi luchste dem Tessiner Goalie nahe der Eckfahne den Ball ab und spielte zur Mitte. Im allerletzten Moment konnte ein Verteidiger den Fuss dazwischenhalten und den Zuger Schuss blockieren. Das war es dann für eine Weile von Zuger Seite und Locarno drehte nun auf und kam zu einige Chancen. Mehrmals konnte Lukas Winzap parieren, bis er in der 74. chancenlos war. Ein Flankenball kam zur Mitte, wo ein Locarnese den Ball direkt abnahm und im Zuger Tor versenkte.

Zug versuchte im Anschluss daran noch alles und kam auch zu zwei Chancen, die geblockt oder durch den Heimgoalie abgewehrt wurden. Zum Ausgleich reichte es nicht mehr.

Die Zuger verloren somit erstmals seit September 2024 wieder. Was aber wohl noch schwerwiegender ist: Sie hatten ihre Nerven nicht im Griff und kassierten weitere gelbe Karten, was zur Folge hat, dass mehrere Spieler für das nächste Auswärtsspiel am Samstag, 10. Mai 2025, erneut im Tessin (gegen Malcantone) gesperrt sein werden.

Glückhafter Sieg und weitere drei Punkte

Alle erwarteten einen Sieg von unserer 1. Mannschaft beim Heimspiel gegen den FC Ibach. Nach 35 Minuten sah es dann auch nach einem lockeren Spiel und klaren Resultat aus. Zug führte mit 3:0, man durfte sich fragen: Bricht Ibach nun total ein, wie letztes Wochenende in Locarno, wo die Schwyzer gleich mit 7:1 verloren? Doch dann kam alles anders und das Heimteam musste bis zur letzten Sekunde um den Sieg zittern.

Die Zuger starteten wie gewohnt mit viel Spielkontrolle und Ballbesitz, ohne jedoch nach vorne die zündenden Ideen zu haben. Die Ibacher machten es dem Heimteam aber auch nicht einfach. Sie kopierten mehr oder weniger den Spielstil von Gambaragno vom letzten Samstag und stellen hinten alles zu. Teils verteidigten die Gäste mit sechs Spielern auf einer Linie und zwei defensiven Mittelfeldspielern davor. So hatte Zug ganz vorne zuerst Mühe und kam in den ersten 20 Minuten zu keiner nennenswerten Chance. Der Dosenöffner sollte dann ein Standard sein, wie so oft in solchen Situationen: Nach einem Corner für Zug in der 22. Minute schoss Marco Trachsel mit dem zweiten Nachschuss wuchtig ein.

Nun folgte die beste Phase des Heimteams mit mehreren Angriffen über die Flügel. In der 28. Minute spielte Meriton Kastrati den Ball auf der rechten Seite zu Simone Campisi, der in den Sechzehner stürmte und das 2:0 mit einem strammen Schuss erzielte. Nur drei Zeigerumdrehungen später war es wieder Campisi, der Richtung Gästetor zog und dort im Sechszehner gelegt wurde. Den fälligen Penalty verwertete Muhamed Seferi souverän. Zug führe also nach 32 Minuten schon mit 3:0.

Doch dann entschied sich das Team, einen Gang tiefer zu schalten, was Ibach neue Energie gab. Die erste Gästechance des Spiels folgte in der 35. Minute und bei der nächsten in der 40. Musste unser Goalie Lukas Winzap eine Glanzparade auspacken. Er fischte den Ball mirakulös aus der tiefen linken Ecke. Nur zwei Minuten später war aber auch er machtlos, als nach einem Eckball der Ibacher die Zuordnung in der Verteidigung nicht stimmte und die Gäste den Anschlusstreffer per Kopf erzielen konnten. Mit dem 3:1 ging es in die Pause.

Die Zuger schafften es auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht, den Hebel wieder umzulegen und blieben fehlerhaft und wenig inspiriert. Zwar kam das Heimteam zur einen oder anderen Chance, allerdings keine davon zwingend. Ibach schöpfte Hoffnung und spielte immer wieder schnelle Konter, wobei das Zuger Mittelfeld diese durch zu starkes Aufrücken auch ermöglichte. Und so fiel in der 70. Minute das zweite Gästetor zum 3:2. Nur drei Minuten später, wieder nach einem solchen schnellen Gegenstoss, entschied der Schiedsrichter auf Penalty für Ibach. Dabei fühlten die Zuger sich so wie die Berner Young Boys im Cupspiel gegen Biel. Man hätte wohl auch auf Schwalbe entscheiden und keinen Penalty geben können. Doch die Zuger haben ja noch Lukas Winzap, der den Penalty parierte und damit zum Matchwinner für das Heimteam wurde.

Was danach folgte war ein Abnützungskampf, hitzige Szenen, teils harte Fouls – eines davon wurde mit einer roten Karte gegen Ibach geahndet. Zug verteidigte mit aller Kraft, Ibach versuchte nach vorne zu spielen, kam aber nicht mehr zu grossen Chancen. Zug hatte noch den einen oder anderen Konter, es fehlte aber die Präzision im Abschluss. Diese letzten rund 30 Minuten  – der Schiedsrichter liess ganze 12 Minuten nachspielen – waren wohl die längste halbe Stunde der bisherigen Zuger Saison.

Am Ende jubelte das Heimteam über drei hart erkämpfte und glückliche Punkte. Und weil die wichtigsten Gegner an der Tabellenspitze alle patzten, konnte unsere 1. Mannschaft ihre Tabellenführung gar ausbauen. Das war wichtig, denn am Sonntag geht es ans Auswärtsspiel gegen den FC Locarno.