2. Mannschaft: Morgen starten die Aufstiegsspiele

In den nächsten zehn Tagen gilt es für unsere 2. Mannschaft ernst. Sie bestreitet vier Aufstiegsspiele. Danach ist klar, ob wir nächste Saison wieder in die 3. Liga zurückkehren. Wir haben mit Samet Reci, dem Trainer der 2. Mannschaft, über diese Spiele gesprochen.

Hier die Spieldaten:

  • 10. Juni: Hildisrieder SV gegen Zug 94 II (20 Uhr)
  • 14. Juni: FC Altbüron-Grossdietwil gegen Zug 94 II (14 Uhr)
  • 17. Juni: Zug 94 II gegen FC Escholzmatt-Marbach (20 Uhr)
  • 21. Juni: Zug 94 II gegen FC Willisau (14 Uhr)

Die beiden Heimspiele finden im Stadion Herti Allmend statt.

Samet, die Qualifikation für die Aufstiegsspiele war früh gesichert. War es schwierig, den Fokus hochzuhalten in den Trainings?

Nein, überhaupt nicht. Die Mannschaft war sich stets bewusst, was auf dem Spiel steht. Sie hat in jeder Trainingseinheit konzentriert gearbeitet.

Ihr habt zuletzt vermehrt auch mit eigenen Talenten gespielt. Wie haben die sich gemacht?

Unsere Talente, die bei Zug 94 gezielt gefördert werden, haben sich hervorragend entwickelt und die Erwartungen voll erfüllt.

Wie sieht das Team für die Aufstiegsspiele aus? Sind alle an Bord?

Ja, alle sind an Bord. Wir können auf einen breiten und motivierten Kader zählen. Die Vorfreude auf die Aufstiegsspiele ist bei allen spürbar.

Wie ist der Mix im Team, jung/erfahren? Wer muss den Karren reissen?

Wir verfügen über einen sehr guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern. Diese Kombination zusammen mit der Unterstützung durch den ganzen Verein ist unsere Grundlage für den bisherigen Erfolg. Es gibt nicht einzelne Spieler, die den Karren ziehen müssen, bei uns ziehen alle am selben Strang. übernehmen Verantwortung und arbeiten gemeinsam für den Erfolg der Mannschaft.

Was braucht es, um den Aufstieg zu realisieren?

Um den Aufstieg zu realisieren, braucht es Konstanz, Teamgeist und den unbedingten Willen, in jedem Spiel das Maximum abzurufen. Dank der guten Koordination und der hervorragenden Unterstützung durch den Verein Zug 94 kann die Mannschaft als geschlossene Einheit auftreten und ihre Top-Leistung auf den Platz bringen. Wenn alle gemeinsam am selben Strang ziehen und fokussiert bleiben, sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Aufstieg gegeben..

Wie geht ihr ins erste Spiel, auswärts gegen einen der Aufstiegsfavoriten? Ist das ein Vor- oder Nachteil?

Wir respektieren jeden Aufstiegskandidaten und sind froh, dass andere die Favoritenrolle übernehmen. Natürlich hätten wir lieber zuerst zu Hause gespielt. Wer jedoch aufsteigen will, muss jede Herausforderung auf jedem Terrain bestehen können.

Auf was freust du dich besonders? Oder bist zu schon sehr angespannt?

Ich freue mich besonders darauf, dass es endlich losgeht. Die Mannschaft hat lange auf diesen Moment hingearbeitet, und nun können wir zeigen, was in uns steckt.

Hast du die Gegner beobachtet? Was ist dir aufgefallen?

Ja, wir haben die Gegner beobachtet. Es sind allesamt starke Gegner, die gut organisiert sind. Es werden enge, harte Spiele für alle. Natürlich haben wir auch die eine oder andere Schwäche gesehen. Diese verrate ich aber nicht.

Was ist dein grösster Wunsch für die kommenden Spiele? Was erwartest du vom Team?

Unser grösster Wunsch ist, dass wir in den Aufstiegsspielen erfolgreich abschneiden und den Aufstieg möglichst früh sichern können, sodass die Entscheidung nicht erst im letzten Spiel fällt. Vom Team erwarte ich, dass es trotz der Spannung den Spass am Fussball auf dem Platz spührbar lebt. Denn nur wenn man mit Freude spielt, kann man alles aus sich herausholen und seine beste Leistung abrufen.

Zwei Teams spielen das Cupfinale

Am Donnerstag ist es soweit: Unserer FF11 Juniorinnen spielen um 11.30 Uhr ihr Cupfinale gegen Küssnacht a/R um den Cupsieg und um 17 Uhr folgt das Spiel der CA-Junioren gegen OG Kickers Luzern. Es ist für beide Teams DAS Highlight des Fussballjahres.

Die Juniorinnen qualifizierten sich in drei Runden mit einem Torverhältnis von 40:11 für das Finale. Sie mussten allerdings im Viertelfinale auch zittern und siegten gegen Sursee mit 11:10. Die Junioren mussten vier Runden überstehen und gewannen ihre Spiele alle souverän mit einem Torverhältnis von 38:3.

Nun warten aber starke Gegner:innen auf unsere Zuger Teams. Sie brauchen also die Unterstützung der Angehörigen und Freunde, um Geschichte für Zug 94 zu schreiben. Denn lange ist es her, seit ein Zuger Team den Cup gewann. Dies waren die BA-Junioren im Jahr 2016. Es ist also höchste Zeit für Zuger Cupfinal-Sieger:innen!

Zum Schluss eine Niederlage

Im letzten Spiel der Saison ging es weder für Schötz noch für Zug um etwas. Beide Teams lagen vor der Partie im erweiterten Mittelfeld und konnten höchstens noch den einen oder anderen Platz gutmachen. Schötz gelang dies mit einem 4:1 Heimsieg gegen Zug, das somit noch einen Platz verlor und die Saison auf Position 11 abschloss. Schötz holte Rang 8.

Das Geschehen in diesem Kehraus-Spiel ist relativ rasch erzählt. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit trennten sich die Teams 1:1. Zug ging in der 28. Minute durch Bojan Saponja, der gegen Saisonende immer besser in Fahrt kam, in Führung. Acht Minuten später erzielte Schötz den Ausgleich. Schötz startete leicht besser in die zweite Halbzeit und ging in der 55. Minute in Führung. Danach plätscherte das Spiel dahin, bis Zug immer mehr öffnete. Das nutzte das Heimteam für zwei weitere Tore in der 76. und 90. Minute zum finalen 4:1.

Damit geht für Zug eine ereignisreiche Saison zu Ende. Als Aufsteiger mit viel Ungewissheit gestartet gelang dem Team der Saisonstart sehr gut. Mit dem Herbst kamen einige Niederlagen, teils unnötig, und kurz vor der Winterpause fing sich das Team wieder. Den Abschluss der Vorrunde bildete das Cup-Highlight gegen den FC Luzern. Der Start in die Rückrunde verlief harzig, doch dank eines Zwischenspurts und Siegen in den wichtigen Spielen konnte Zug den Ligaerhalt vorzeitig sichern.

Nach einer Pause wird das Team das Training anfang Juli unter dem neuen Trainer Erminio Piserchia wieder aufnehmen.

Letztes Heimspiel der Saison gegen Bassecourt

Für Zug geht es im letzten Heimspiel der Saison resultatmässig nicht mehr um viel. Der Ligaerhalt ist geschafft, man liegt auf Platz 10 und kann je nach Ausgang der letzten Spiele noch mit Platz 7 liebäugeln. Bassecourt ist ebenfalls fast gerettet, ihnen fehlt noch ein Punkt zum definitiven Ligaerhalt.

Doch für Zug geht es doch noch um etwas: Sich mit einem guten Spiel bei den Fans bedanken und verabschieden. Die Leichtigkeit und auch der Wille sollten dafür vorhanden sein. Schwieriger wird es der Gegner machen. Wer sich das Hinspiel noch einmal vor Augen führt, sieht, dass es damals ein ziemliches Geknorze war. Teils dem schwierigen, herbstlichen Terrain geschuldet. Teils aber auch der relativ rustikalen Spielweise der Jurassier.

Das Wetter wird am Samstag toll sein, das Terrain ist einem guten Zustand und alle freuen sich, noch einmal auf der Herti Allmend spielen zu können. Das Spiel beginnt um 16 Uhr.

Auswärts gegen den SC Buochs

Nach dem glücklichen Sieg gegen die Old Boys Basel vom letzten Samstag steht gleich das nächste wichtige Spiel an. Unsere 1. Mannschaft muss nach Buochs zum innerschweizer Derby. Das Spiel findet am Ostersamstag um 16 Uhr statt.

Der SC Buochs ist nach einer schlechten Vorrunde im Frühjahr gut in die Meisterschaft gestartet und holte in den ersten fünf Spielen zehn Punkte (drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage). Damit setzte das Nidwaldner Team zur Aufholjagd in der Tabelle an und verliess den vorletzten Platz. Doch die letzten zwei Spiele verloren die Buochser gegen Münsingen und Courtételle. Aktuell steht Buochs an 13. Stelle, mitten im Abstiegskampf.

Unser Team konnte derweil gegen die Old Boys Moral tanken und drei enorm wichtige Punkte holen. Auch wenn der Sieg letztlich glücklich war, unverdient war er aufgrund der Chancen und Spielanteile nicht. Es gilt nun, die positiven Dinge aus diesem Spiel ins schwierige Auswärtsspiel nach Buochs mitzunehmen und als Team geschlossen aufzutreten. Spannung ist auf jeden Fall sicher, denn die beiden Mannschaften liegen in der Tabelle praktisch gleichauf. Beide Teams erzielen jedoch auch wenige Tore. Bei Buochs sticht dabei Nik Dubler als Goalgetter heraus, der fast die Hälfte aller Tore in der bisherigen Saison erzielt hat. Auf ihn muss unsere Defensive sicher besonders achten.

Das Glück auf unserer Seite

In einem für beide Teams enorm wichtigen Spiel behielt unsere 1. Mannschaft die Oberhand gegen die BSC Old Boys. Am Ende äusserst glücklich, doch insgesamt verdient.

Das Spiel vom Samstag ist schnell zusammengefasst. Zug hatte deutlich mehr Ballbesitz und Spielanteile. Doch es gelang den Zugern nicht, daraus Profit zu ziehen und sich gute Torchancen zu erarbeiten. Einzig in der 41. und 44. Minute der ersten Halbzeit hatten Christopher Teichmann und Diego Martin je einen Schuss aufs Tor von Old Boys.

Nach der Pause ging es ähnlich weiter, bis sich Sandro Inderbitzin in der 52. Minute die direkte rote Karte holte. Damit war Zug gezwungen, knapp 40 Minuten in Unterzahl zu spielen. Die Basler hatten nun zwar mehr Ballbesitz, die gefährlicheren Angriffe kamen jedoch von Zug. Die grösste Chance hatte dabei Matteo Büeler in der 64. Minute, als er aus aussichtsreicher Position im Sechzehner der Gäste verzog und der Ball über das Tor flog. In der Folge vermochten die Zuger weitere gute Kontermöglichkeiten nicht zu nutzen, weil sie jeweils zu ungenau spielten oder die Abschlüsse zu wenig konsequent waren.

Die Basler Gäste blieben knapp 80 Minuten komplett ungefährlich und hatten keine einzige Torchance, trotz langer Überzahl. Gegen Ende der Partie kamen sie dann besser ins Spiel und hatten in der 85. Minute ihrerseits Pech mit einem Kopfball an die Latte. Viel Glück für das Heimteam in dieser Situation. Dann, als alle bereits mit einem 0:0 rechneten, kam Zug über die linke Seite, wo Taulant Limoni eine hohe Flanke in den Fünferraum spielte. Der Kopfball des Zugers gelangte zu Diego Martin, der auf Bojan Saponja auflegte. Dieser stand goldrichtig und brauchte nur mehr einzuschieben. Das war der KO-Schlag für die Basler und die grosse Erlösung für das Heimteam. Damit bleiben dank einem glücklichen 1:0 Sieg drei wichtige Punkte in Zug.

Am kommenden Samstag geht es nach Buochs. Wieder ein Spiel, wo beide Teams unbedingt punkten wollen und müssen.

Schmerzliche Niederlage gegen GC

Zug verlor gegen den Spitzenreiter GC U21 mit 1:2. Die Enttäuschung über das Resultat war gross. Und doch gingen die Zuschauer irgendwie zufrieden nach Hause. Denn das Heimteam zeigte eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den ersten zwei Heimspielen und hätte den einen Punkt verdient gehabt.

GC hatte über das gesamte Spiel zwar deutlich mehr Ballbesitz. Doch unsere Mannschaft stand hinten hervorragend, das Mittelfeld kämpfte solidarisch nach hinten und Gustavo Campello und Joel Miranda spielten gradlinig nach vorne. Auf diese Weise vermochte Zug immer wieder schnell umzuschalten und eigene Angriffe zu lancieren – sehr oft über den pfeilschnellen und sehr aktiven Matteo Büeler. Im Gegensatz zu den bisherigen Spielen wurden die Bälle generell schneller abgespielt und es war mehr Bewegung und Überzeugung im Zuger Spiel.

Die ersten Chancen hatte aber GC, so in der 14. Und 19. Minute, wo Zürcher Schüsse jeweils am Tor vorbeigingen. In der 29. Minute wehrte Matthias Grob einen weiteren GC-Schuss mit einem starken Reflex ab. Die grösste Zuger Chance kam kurz vor der Pause. Dein Barreiro spielte den Ball von links quer in den Fünfer, wo die freistehenden Zuger knapp verfehlten. Somit ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Das Spielgeschehen veränderte sich nach der Pause nicht gross. GC mit mehr Ballbesitz, Zug mit schnellen Gegenstössen. Doch in der 61. Minute brachten die Zuger nach einem Eckball den Ball für einmal nicht richtig aus der Gefahrenzone. Ein Zürcher Spieler konnte schliesslich aus rund 18 Metern abziehen und traf für die Gästeführung. Die Zuger steckten den Kopf aber nicht in den Sand und hatten gleich beim ersten Angriff nach dem Gegentor eine Grosschance. Der Kopfball von Diego Martin ging aber knapp am Pfosten vorbei. Nur wenige Minuten später folgte die grösse Ausgleichschance: Nach einem schnellen Angriff der Zuger kam der Ball halblinks im Strafraum zu Christopher Teichmann, der den Ball über den Torhüter schlenzen wollte, die grösste Chance der Zuger aber vergab.

In der 73. Minute folgte dann der vermeintliche KO-Schlag für die Zuger. GC trug einen Konter schnell über die rechte Seite vor. Matthias Grob vermochte den ersten Schuss noch abzuwehren. Der folgende Pass auf den hinteren Pfosten konnte aber weder er noch die Verteidigung verhindern. Dort stand der GC-Stürmer völlige alleine und braucht nur noch einzuschieben.

Aber die Zuger gaben nicht auf. Und sie wurden in der 85. Minute belohnt. Zug spielte sich schön auf der rechten Seite durch und Bojan Saponja verwertete mit einer ‘Spitzguge’ zum Anschlusstreffer. Zug versuchte anschliessend noch einmal alles, konnte GC aber nicht mehr in Bedrängnis bringen. Ein Unentschieden am Ende wäre nicht gestohlen gewesen und der verdiente Lohn für eine gute Mannschaftsleistung.

Nun geht es am nächsten Samstag auswärts gegen den SV Muttenz weiter.

Der Spitzenreiter zu Gast

Am Samstag kommt der Nachwuchs des Grasshoppers Club zu uns auf die Herti Allmend. Das Team GC U21 ist überlegener Leader unserer Gruppe und fuhr in der Rückrunde bisher zwei Siege und ein Unentschieden ein. Insgesamt stehen 14 Siegen nur 3 Niederlagen gegenüber. Eine dieser Niederlagen musste GC im Herbst gegen unsere 1. Mannschaft hinnehmen. Wir siegten in Zürich mit 1:0.

Nach den sehr kämpferisch geprägten drei ersten Spielen in der Rückrunde kommt nun das normalerweise offensiv ausgerichtete GC auf die Herti Allmend. Im Hinspiel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wo GC mehr Chancen hatte, diese aber nicht verwerten konnte. Zug spielte gut mit und setzte einige offensive Nadelstiche, scheiterte aber auch am Goalie des Gegners oder der Torumrandung. Nur einmal kam Christopher Teichmann nach einem langen Pass hinter die Zürcher Verteidigung durch und erzielte das einzige Tor des Spiels.

Am Samstag ist ein ähnliches Spiel wie im Frühherbst zu erwarten, auch wenn das Terrain wohl wieder schwer zu bespielen sein wird. Unsere Mannschaft muss aber auf jeden Fall an die letzten 20 Minuten gegen Wohlen anschliessen, die Zweikämpfe suchen und gewinnen und solidarisch auftreten. Es braucht eine Leistungssteigerung, die dem eigentlichen Potenzial des Teams entspricht. Eine spannende Ausgangslage und ein hoffentlich attraktives Spiel für die Zuschauer. Spielbeginn ist um 16 Uhr.

Start in die Rückrunde gelingt

Unsere 1. Mannschaft empfing am Samstag den FC Münsingen auf der Herti Allmend. Auf einem erstaunlich gut bespielbaren Terrain entwickelte sich von Beginn an ein packendes, umkämpftes Spiel. Zunächst mit leichten Vorteilen für die Gäste, die mehr Ballbesitz hatten. Die Team neutralisierten sich aber im Mittelfeld, wobei in der ersten Viertelstunde nur die Berner zu Chancen kamen. Münsingen konnte dabei aber nicht von einigen Abstimmungsproblemen in der Zuger Abwehr profitieren – mehrmals funktionierte die Kommunikation zwischen der Verteidigung und dem Torhüter bei weiten Bällen nicht.

In der 15. Minute ging Zug dann entgegen des Spielverlaufs in Führung. Gustavo Campello’s Freistoss aus rund 20 Metern wurde abgelenkt und der Münsinger Goalie hatte keine Abwehrchance. Das Spiel änderte sich nach dem Zuger Führungstreffer aber nicht. Münsingen spielte immer wieder über die schnellen Flügel und flankte gefährlich zur Mitte. So auch in der 31. Minute als der Ball von rechts in den Zuger Fünfer-Raum kam und der Berner Matti Forrer nur noch einzuschieben brauchte. Und kurz vor der Pauste stimmte die Zuteilung in der Zuger Verteidigung erneut nicht. Nach einem Freistoss von links konnte ein Münsinger, Leotrim Dushica, den Ball mit dem Kopf ins Zuger Tor ablenken. Damit führten die Gäste zur Pause verdient mit 2:1.

Trainer Vural Oenen scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben und stellte in der Verteidigung um. Sogleich war Zug nun aktiver und spielte vermehrt nach vorne. In der 54. Minute fiel dann der Ausgleich. Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite flankte Christopher Teichmann schön auf Bojan Saponja, der mit einem Flugkopfball einnetzte. Kurze Zeit später kam es zu einem Gerangel im Mittelfeld, aus dem leider eine rote Karte für Paskh Nikollaj von Zug resultierte. Dieser beging eine Tätlichkeit, weil er sich eingemischt hatte. Zum Glück könnten die Gäste ihre Überzahl nicht nutzen. Sie taten sich sichtlich schwer gegen die dezimierten Zuger und kamen kaum zu Chancen. Im Gegenteil: Zug konterte und kam so nach einer schönen Kombination zwischen Dein Barreiro und Sead Selishta zur 3:2 Führung. Auch danach gelang es den Münsingern nicht, sich wirklich gute Chancen herauszuspielen. Die Zuger verteidigten solidarisch und kämpften als Team als gäbe es kein Morgen. So brachte das Heimteam den Sieg über die Runden und verbuchte drei enorm wichtige Punkte.

Am nächsten Samstag steht ein weiteres Heimspiel an. Diesmal ist der FC Besa Biel/Bienne zu Gast. Die Bieler liegen ebenfalls in Reichweite für unser Team. Es erwartet uns also ein spannendes, wohl wiederum sehr umkämpftes Spiel auf der Herti Allmend.

«Wir arbeiten hart, vorallem im physischen Bereich»

Vural, wir blicken auf eine insgesamt gute Vorrunde unserer 1. Mannschaft zurück. Wie sieht dein Fazit aus?

Ja, wir hatten einen sehr guten Start und haben am Anfang sicher unser aller Erwartungen übertroffen. Auch im Cup haben wir es in die 3. Runde geschafft, wo wir unseren Fans ein tolles Highlight mit dem Spiel gegen den FC Luzern bieten konnten. Dazwischen hatten wir eine schwächere Phase. Vielleicht lag es daran, dass unsere Vorbereitung im Sommer zu kurz war und wir diverse Abwesenheiten hatten und so am Ende die Kraft fehlte.

Wir liegen aktukell auf Platz 12. Entspricht das in etwas unserem Potenzial?

Wir haben ausser in drei Spielen bewiesen, dass wir gegen jeden Gegner auf Augenhöhe spielen können oder sogar besser waren. Von drei gegnerischen Trainern habe ich soger das Kompliment bekommen, dass wir gegen sie das beste Team waren. Wir haben sicher das Potenzial, um in den Top 10 zu sein.

Was nimmst du aus der Vorrunde an Positivem mit in die Wintervorbereitung? Was hast du dem Team zum Trainingsstart gesagt?

Den guten Start mit vielen guten Spielen, vorallem auch in der Defensive. Das müssen wir in der Rückrunde bestätigen und gleichzeitig konstanter werden.

Ihr habt jetzt mehr Zeit zur Vorbereitung als damals im Sommer. An was arbeitet ihr ganz speziell?

Der Fokus liegt ganz klar im physischen Bereich. Fussball spielen können wir. Das haben wir mehrmals bewiesen. 

Ihr spielt in der Vorbereitung einige Male auch gegen starke Gegner aus höhere Ligen. Diesen Samstag gegen das Challenge League Team von Rapperswil. Was erhoffst du dir davon?

Ich habe das bewusst so geplant. Bei diesen Spielen müssen wie viel mehr laufen, schneller umschalten, schneller spielen, schneller verschieben, schneller im Kopf sein. Da kann man viel lernen.

In einem Monat geht es mit der Meisterschaft wieder los. Was erwartest du vom Team für die Rückrunde?

Ich will bei allem, was ich mache, immer gewinnen. Mein Aufgabe ist es, dem Team diese Mentalität in jedem Training zu vermitteln. Das wichtigste Ziel des Vereins ist klar, nicht abzusteigen. Aber für mich reicht das nicht. Wir habe das Ziel, oben mitzuspielen.

Wie schätzt du die Liga insgesamt ein?

Die Liga hat mich überrascht. Ich finde, jeder Gegner hat Qualität. Das sieht man auch in der Tabelle. Alles ist so nahe beieinander. Bei jedem Spiel entscheiden die kleinen Dinge. Wir müssen deshalb immer bei 100% sein, nachlassen geht nicht.

Abgesehen von GC, die klar voraus sind. Welche Teams haben dich am meisten überzeugt?

Ich möchte da keine Teams nennen. Jedes Team hat sehr gute Spieler, die den Unterschied machen können. Ausser GC haben auch alle Teams teils überraschende Niederlagen einstecken müssen oder gegen höher klassierte Teams gewonnen.

Was muss unsere Mannschaft machen, um die Distanz zu den Abstiegsplätzen möglichst rasch zu vergrössern?

Wir müssen genau so verteidigen, wie wir das zu Beginn des Saison gemacht haben. Wir haben dann sehr wenige Gegentore bekommen. Ich erwarte aber auch von den Offensiv-Spielern mehr als in der Vorrunde. Wenn wir wieder gut verteidigen und gleichzeitig mehr Tore schiessen, werden wir uns schnell von unten distanzieren.

Planst du Änderungen bezüglich des Spielstils? Defensiver?

Das wird von Spiel zu Spiel anders sein. Meine Matchpläne für die Rückrunde behalte ich aber noch für mich 🙂

Wir hatten teils ein Vakuum im Sturm ohne gelernten Mittelstürmer. Wie sieht dies jetzt aus?

Ja das hatten wir aber ich bin nicht einer, der Ausreden sucht. Ich suche immer nach der optimalen Lösung. In der Rückrunde habe ich jetzt mehr Optionen. Als Stürmer kommt Bojan Saponja nach langer Verletzung zurück. Er hat am 6. Jan. begonnen, mit dem Team zu traineren. Und vom FC Schötz haben wir den Stürmer Sead Selishta verpflichtet. 

Hast du sonst noch einen Wunsch für die Rückrunde?

Ja. Ich wünschte mehr, dass der ganze Verein unserer Mannschaft mehr Vertrauen schenkt. Manchmal spüre ich aus dem Umfeld die Angst vor dem Abstieg. Das ist nicht gut. Ich bin optimistisch, wir haben ein sehr gutes Team und wir wollen alle gewinnen und Erfolg haben. Für das arbeitet die ganze Mannschaft jeden Tag. Wir trainieren intensiv und tun alles für den Erfolg von Zug 94.