«Wir müssen die einfachen Dinge richtig machen»

Enis Berisha ist seit Sommer Trainer unserer AA-Junioren. Im Interview sagt er uns, was er mit dem jungen Team erreichen will, was ihm beim Fussball wichtig ist und wie er den Saisonstart einschätzt.

Enis, du bist neu Trainer des AA-Teams. Wie zufrieden bist du mit dem Saisonstart?

Wir haben am Wochenende leider nur 2:2 gegen Willisau gespielt. Aber unser Gegner war sehr kampfstark, stand sehr tief und lief viel. Wir versuchten unser Spiel zu spielen, was uns nicht immer ganz gelang. Willisau spielte praktisch nur mit langen, hohen Bällen und erwischte uns so zweimal. Immerhin konnten wir noch einen 2:1 Rückstand aufholen. Danach drückten wir zwar weiter, hatten aber das notwendige Glück nicht mehr. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Es geht immer besser.

Wie hast du dich bei Zug 94 eingelebt?

Ich wurde sehr herzlich empfangen und fühlte mich sofort wohl. Das Team habe ich schon vorher kurz kennengelernt, da ich zweimal bei Trainings dabei sein konnte, um mir ein erstes Bild zu machen. Zug 94 ist ein grosser Verein und es hat überall gute Leute, die sich sehr für den Club einsetzen.

Die Mannschaft ist ziemlich neu zusammengestellt. Wie hat sie sich schon gefunden?

Ja, aber das braucht natürlich noch Zeit. Es sind viele sehr junge Spieler dabei. Aber sie sind alle extrem motiviert und es mach Spass mit ihnen zu arbeiten.

Was ist dir als Trainer wichtig beim Fussballspielen?

Fussballerisch möchte ich mit meiner Mannschaft das Spiel dominieren und einen schönen Fussball spielen. In Bezug auf das Team ist mir Harmonie wichtig. Alle müssen sich dem Team unterordnen, niemand kann alleine etwas erreichen. Die ganze Mannschaft muss der Leader sein, nicht einzelne Spieler. Alle arbeiten für das gleiche Ziel.

Wo lagen die Schwerpunkte in der Vorbereitung im Sommer?

Es war Ferienzeit und wir hatten viele Abwesenheiten. Im August konnten wir dann aber gut und mit hoher Intensität trainieren. Der Schwerpunkt lag natürlich im körperlichen und taktischen Bereich. Wir waren also zum Saisonstart bereit.

Welche Ziele setzt du dem Team für die Herbstrunde?

Zuerst müssen wir als Mannschaft noch mehr zueinanderfinden, uns besser kennenlernen. Das gilt auch für den Staff. Alle müssen meine Philosophie verstehen. Wir wollen ganz vorne mitspielen in unserer Liga. Das muss immer das Ziel der AA von Zug 94 sein.

Was muss die Mannschaft besonders gut umsetzen, damit das gelingt?

Alle müssen in jedem Training Vollgas geben und hoch konzentriert sein. Da wir nur eine kurze Vorbereitung hatten, müssen wir zuerst die einfachen Dinge richtig machen. Ich will also ein einfaches Spiel, wo wir hinten sicher stehen und kontrolliert angreifen.

Schützenfest auf der Hertiallmend: Sieg mit 7:0.

Nach dem hart erkämpften Sieg gegen das Spitzenteam FC Mendrisio galt es gegen das Schlusslicht aus Eschenbach nachzulegen. Das gelang unserer Mannschaft auf eindrückliche Art und Weise.

Vor Spielbeginn fand eine Schweigeminute für den verstorbenen Ehrenpräsidenten Hans Durrer statt.

Das Spiel begann so, wie man es erwarten durfte. Zug übernahm sofort das Spieldiktat und der FC Eschenbach, mit vielen jungen Spielern im Kader, stand sehr tief. Nach fünf Minuten kam Zug zu einem ersten Weitschuss, mehr Gefährliches war aber zu Beginn nicht zu verzeichnen. Nach zwölf Minuten kam Eschenbach ein wenig besser ins Spiel und Zug leistete sich doch den einen oder anderen Abspielfehler im Mittelfeld. Nach einem solchen konnte sich der Gast einfach durchspielen und Zug geriet nur nicht in Rückstand, weil Umberto Soriano mirakulös rettete und den Ball ans Lattenkreuz ablenkte.

Das war der wohl notwendige Weckruf. In der 15. Minute erobern die Zuger den Ball im Mittelfeld, Anel Hodzic passt auf Elvedin Causi, dieser schiesst trocken ins tiefe, rechte Eck. Tor und 1:0 für Zug. Zug setzt sofort nach und holt zwei Eckbälle heraus, die aber nichts einbringen. In der 18. Minute kommt der Pass schön auf den rechten Flügel, von dort ein Pass in den Rücken der Abwehr und Texeira schiesst zum 2:0 ein. Drei Zeigerumdrehungen später stellt Anel Hodzic auf 3:0. Nach den drei schnellen Toren schien es, dass Zug leicht zurücksteckte. Das Heimteam kontrollierte das Spiel weiterhin, ohne aber selbst gefährlich zu werden. Ab der 36. Minute sah es dann wieder anders aus. Zug kam zu Chancen, zweimal durch Elvedin Causi. Die dritte verwerte er dann nach einer schönen Einzelleistung. Damit stand es zur Pause 4:0, völlig verdient erhielt das Team Applaus von den Fans.

Zur Pause wechselte Dragi Salatic Fabian Simic, Simone Campisi und Gabriel Machado ein. Das änderte nichts am Spiel. Zug dominierte nach Belieben und schoss weitere Tore. So kamen zuerst Gabriel Machado und dann der Zuger Junior Simone Campisi je zu ihrem ersten Tor für Zug 94. In der 65. Minute schoss dann auch noch Kraniqi ein Tor. Das war der Endstand, denn in den verbleibenden 25 Minuten schienen die Zuger Tempo herauszunehmen und Eschenbach vermochte nicht davon zu profitieren. Umberto Soriano musste in der gesamten zweiten Halbzeit ein einziges Mal eingreifen, bei einem harmlosen Schuss aus der Distanz.

Zug 94 schaffte also den erhofften Sieg und tat etwas fürs Torverhältnis und für das Selbstvertrauen. Nächsten Samstag geht es nach Schwyz gegen den FC Ibach. Dort wird es wohl wieder mehr Gegenwehr geben.

«Urs Fischer war mein bisher bester Trainer»

Unser neuer Stürmer Elvedin Causi hat am letzten Wochenenede sein erstes Tor für Zug 94 erzielt. Der Sportjounalist Martin Mühlebach hat in der Zuger Zeitung vom 9. September ein Porträt über ihn verfasst. Causi wurde beim FCZ gross, spielte dann bei den Junioren von GC, kam zurück zum FCZ und schaffte es dort ins Kader der ersten Mannschaft. Das Highlight: Im Cupfinal 2014 gegen den FC Basel sass Elvedin Causi auf der Ersatzbank des siegreichen FC Zürich. Später ging er zu Thun und YF Juventus, von wo er nun zu Zug 94 stiess.

Das vollständige Porträt von Elvedin Causi findet ihr hier (nur für Abonnenten der Zuger Zeitung).

Am Samstag, 10. September 2022, spielt unsere erste Mannschaft um 16 Uhr Zuhause gegen den FC Eschenbach. Wir freuen uns über viele Zuschauerinnen und Zuschauer, die unser Team unterstützen.

Unser Ehrenpräsident Dr. Hans Durrer (1938 – 2022) ist gestorben.

Am 3. September 2022 ist Hans Durrer gestorben. Hans Durrer hat sehr viel für den Zuger Fussball und für Zug 94 geleistet. Er war langjähriges MItglied unseres Vereins, grosszügiger Gönner und wurde im Jahr 2011 zum Ehrenpräsident ernannt.

Wir werden ihn stets in guter Erinnerung behalten und entbieten den Angehörigen unser herzliches Beileid.

Hart gekämpft, verdient gewonnen.

Unsere 1. Mannschaft musste am Sonntag ins Tessin zum FC Mendrisio, der bisher ungeschlagen war und als spielstarke und aggressive Mannschaft gilt. In einem aufwühlenden Spiel siegte unsere Mannschaft schliesslich verdient mit 4:3.

Schon der Start war gut für Zug. Gleich beim ersten Eckball kam der Ball zu Anel Hodzic, der ihn zur früher Führung im Tor versenkte. Doch nur ein paar Zeigerumdrehungen später hiess es schon 1:1. Mendrisio erhielt einen Penalty zugesprochen. Im Anschluss daran hatten die Tessiner ihre beste Phase und Zug brauchte bei Knallern an die Torumrandung Glück. MIt 1:1 ging es in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit hatte Zug den besseren Start. Elvedin Causi erzielt mit einer schönen Einzelaktion den Führungstreffer. Kurze Zeit später fasste sich der eingewechselte Gabriel Machado ein Herz und schoss von über 30 Metern. Mendrisio’s Torhüter stand relativ weit vor dem Tor und es hiess 3:1 für Zug. Doch Mendrisio steckte nicht auf und kam mit dem zweiten Penalty wieder bis auf ein Tor heran. Und wieder konnte Zug reagieren. Diesmal zog Leonardo Würmli von rechts Richtung Sechzehner und schlenzte den Ball schön ins weitere Eck zum 4:2. Aber noch war das Spiel nicht zu Ende. Mendrisio erhielt in der 94. Minute den dritten Penalty zugesprochen. Erneut sass der Schuss und Mendrisio konnte auf 3:4 verkürzen. Dabei blieb es und Zug konnte drei wichtige Punkte bei einem starken Gegner mitnehmen. Gut für die Tabelle, gut fürs Selbstvertrauen. Somit kann das Team optimistisch ins nächste Spiel gegen den FC Eschenbach, am Samstag, 10. September 2022, um 16 Uhr auf der Hertiallmend.

47 Nationalitäten – ein Verein. Integration im Fussball

Zug 94 ist ein äusserst internationaler Verein, denn bei uns spiele aktuell Menschen aus 47 Ländern Fussball. Damit hat der Verein eine wichtige gesellschaftliche Rolle und trägt zu einer besseren Integration von Menschen mit Migrationshintergrund bei.

Der Schweizerische Fussballverband hat zu diesem wichtigen Thema gemeinsam mit der Universität Bern eine Studie verfasst, welche noch einmal aufzeigt, wie wichtig der Fussball und das Vereinsleben für die Integration von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen in der Schweiz ist. Er hat dazu auch Informationsmaterial aufbereitet, das ihr hier zusammen mit den detaillierten Resultaten findet.

Und als Erinnerung: Zug 94 hat Werte für den Verein definiert: Rassimus, Homophobie, Drogen und Gewalt haben keinen Platz bei uns.

Unentschieden für die 1. Mannschaft. Mehr wäre möglich gewesen.

Zug 94 startete aggressiv in die Partie gegen den FC Collina d’Oro und drückte die Tessiner von Anfang an weit zurück in ihre Platzhälfte. Die Rollen in diesem Spiel waren klar verteilt: Zug macht das Spiel, Collina d’Oro lauert auf Konter. Das sollte sich über die gesamte Spielzeit nicht gross ändern.

Obwohl Zug also das Spiel kontrollierte, resultierten nicht viele Chancen aus der optischen Überlegenheit. Die Zuger Angriffe waren ab dem Sechzehner nicht zwingend und abgesehen von einem Schuss aufs Tor und einem Freistoss, der klar drüber ging, gab es keine Torgefahr. Auf der anderen Seite berührte der Zuger Goalie, Umberto Soriana, den Ball in der ersten Halbzeit nur, wenn er diesen bei der Ausführung eines Abstosses in seine Hände nehmen musste. So stand es zur Pause immer noch 0:0.

Der Start in die zweite Halbzeit war dann vielversprechend: Gleich in der 46. Minute landete ein Zuger Schuss an der Querlatte. Auch Collina d’Oro schien nun etwas mehr fürs Spiel machen zu wollen und kam immerhin zu zwei Halbchancen. Nach einem solchen Angriffsversuch der Tessiner schaltete Zug für einmal schnell um. Leonardo Würmli konnte am rechten Flügel davonziehen und zur Mitte flanken. Dort kam er nach einem Gestocher erneut an an Ball und konnte ihn einschiessen. 1:0 für Zug. Doch die Zuger Freude währte nur kurz: Drei Minuten später wurde ein Tessiner Spieler im Mittelfeld  nicht konsequent genug angegriffen und traf mit einem schönen Schuss zum Ausgleich.

Danach flachte das Spiel wieder ab und es geschah kaum Bemerkenswertes bis zur 90. Minute, als ein Pfiff des Schiedsrichters für Aufregung sorgte. Die Zuger reklamierten ein Handspiel der Tessiner im Strafraum. Die Zuschauer dachten ebenfalls, dass es zu einem Penalty für das Heimteam kommen würde. Doch der Pfiff war wegen eines Offsides ertönt. Damit blieb es beim 1:1 in einem Spiel, das die Zuger eigentlich hätten gewinnen können.