Vermeidbare Niederlage für die 1. Mannschaft

Der Zuger Trainer-Staff erwartete ein schwieriges Auswärtsspiel gegen den SC Emmen. Und genau so kam es, mit dem besseren Ende für die Emmener.

Zug begann das Spiel druckvoll und hatte gleich eine Riesenchance um in Führung zu gehen. Sie wurde nicht genutzt und auch die nachfolgende Druckphase brachte kein Tor für die Zuger. Nach rund 20 Minuten musste Gabriel Machado ausgewechselt werden und es kam zum Bruch im Zuger Spiel. Der Gegner kam danach auf dem sehr schlechten Platz immer besser ins Spiel, ging hart in die Zweikämpfe und konterte teils gut. Noch ohne die ganz grossen Chancen. So blieb es bis zur Pause beim 0:0.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war Zug die bessere Mannschaft und erspielte sich Chancen. Doch dann verloren die Zuger den Ball im Mittelfeld nach einem Zweikampf, der Gegenspieler konnte davonziehen und erzielte die Führung für das Heimteam. Danach verteidigte Emmen diese Führung mit allen Kräften und die Zuger drückten auf den Ausgleich. Die grösste Chance hatten sie in der 80. Minute, doch der Zuger Stürmer traf alleine vor dem gegnerischen Torhüter nicht. Und wer sie vorne nicht macht, erhält sie hinten: Der schnelle Gegenstoss von Emmen erfolgte über rechts, mit einer Flanke  in die Mitte und per Kopf ins Tor. 2:0 für das Heimteam. Zug vermochte nicht mehr zu reagieren und verlor damit erstmals seit August wieder. Hauptsächlich, weil das Team die Chancen zu Beginn nicht nutzen konnte.

Verdienter Derby-Sieg gegen den SC Cham II

Derby-Time auf der Hertiallmend, die mit rund 500 Zuschauern sehr gut gefüllt war. Die Affiche schien das Heimteam zu beflügeln. Denn die Zuger machten von Beginn an mächtig Druck und erspielten sich Chance um Chance. Meist wurde dabei das Mittelfeld schnell überbrückt, die Bälle gelangten hinter die Chamer Abwehr auf die Flügel und von dort in die Mitte. Dieses geradlinige und druckvolle Spiel der Zuger wurde in der 11. Minute mit der Führung belohnt: Der Ball kam zu Anel Hodzic in den Sechzehner und dieser schloss mit einem schönen Schuss zum 1:0 ab. Von Cham war bis dahin nichts zu sehen.

Nach dem Führungstreffer veränderte sich das Spiel. Zug nahm Tempo heraus, Cham schien sich zu fangen. Insgesamt flachte das Geschehen aber ab und keines der beiden Teams kam mehr zu richtigen Chancen. Obwohl die Chamer Spielzüge durchaus schön anzusehen waren, mangelte es insbesondere an der Qualität der Flanken. Diese landeten entweder direkt in den Füssen der Zuger Verteidiger oder in den Händen von Umberto Soriano. Zug versuchte es in dieser Phase häufig mit langen Bällen in die Spitze. Diese waren aber entweder zu ungenau oder die Chamer Offside-Falle schnappte zu. So auch in der 44. Minute, wo sich Zug nach langer Zeit wieder einmal eine Chance herausspielte. Damit blieb es beim 1:0 zur Pause.

Kaum wurde die Partie wieder aufgenommen, erzielten die Zuger jedoch die 2:0 Führung, und zwar auf kuriose Weise. Die Chamer versuchten aus dem eigenen Sechzehner herauszuspielen. Dies taten sie ziemlich sorglos mit Querpassen im Fünfer. Die Zuger rückten auf und verleiteten die Chamer zum entscheidenden Fehler: Ein Verteidiger schoss Gabriel Machado an und der Ball landete im Tor.

Nun schienen die Chamer für einen Moment geschockt und Zug übernahm wieder klar das Spieldiktat, nutze aber seine Chancen nicht. Gleichzeitig spielte Cham weiter wenn immer möglich auf Offside. Ein gefährliches Spiel, das schliesslich in der 62. Minute nicht aufging. Die Zuger hatten sich besser darauf eingestellt und konnten dank einem hohen Pass über die Abwehr in den Chamer Strafraum vordringen. Dort wurde Anel Hodzic gelegt, der den fälligen Penalty gleich selber verwertete.

Was nach dem 3:0 noch folgte, waren diverse weitere Chancen für Zug, weil Cham nun noch mehr aufmachte. Mehrmals konnten die Zuger in Überzahl auf das Chamer Tor stürmen, doch die Kaltblütigkeit fehlte und die Chancen blieben ungenutzt. Das Skore hätte in dieser Phase leicht auf 5 oder 6 zu Null ansteigen können. Aber auch Cham hatte noch Chancen, machte es aber nicht besser und verspielte sogar eine 5 gegen 2 Situation, wo die Zuger viel zu weit aufgerückt waren. In der 90. Minute schienen die Chamer dann doch noch ein Tor erzielen zu können. Doch die Zuger konnten auf der Linie klären. Damit blieb es beim 3:0 und Zug konnte diesen so wichtigen Heimsieg feiern.

Was der Zuger Capitain Fuat Sulimani im Interview vor dem Spiel gesagt hatte – wir können uns nur selbst schlagen – sollte sich im Spiel bestätigen. Immer wenn Zug Druck machte und seine technische Überlegenheit ausspielte, kam es zu Chancen und Toren. Kaum nahm Zug aber ein wenig Tempo heraus, konnte Cham das Spiel ausgeglichener gestalten.

Am Ende siegte Zug verdient und letztlich auch deutlich. Das Team zeigte viel Charakter und gewann ein eminent wichtiges Spiel und konnte damit die Tabellenführung verteidigen.

Dragi Salatic tritt als Trainer von Zug 94 zurück

Trotz einer bisher sehr erfolgreichen Saison hat sich Dragi Salatic dazu entschieden, sein Traineramt bei Zug 94  per sofort niederzulegen. Er hat den Vorstand von Zug 94 über seinen Entscheid, der aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen mit dem Team und Staff erfolgte, informiert. Interimistisch übernehmen der bisherige Assistenz-Coach Oliver Kolenda und Sportchef Besnik Reci das Training und Coaching des Teams. Die Suche nach einem Nachfolger wird in den kommenden Tagen gestartet.

Aydogan Cilingir, Präsident von Zug 94, sagt dazu: «Es ist sehr schade, dass die Zusammenarbeit mit Dragi Salatic schon nach so kurzer Zeit endet. Wir akzeptieren seinen Entscheid und wünschen ihm alles Gute für seine sportliche und private Zukunft. Wir haben vollstes Vertrauen in die Mannschaft und sind überzeugt, dass sie den erfolgreichen bisherigen Weg weiterführen wird. Nun gilt unser Fokus ganz dem Derby vom Samstag gegen den SC Cham.»

«Wir haben es in unseren Händen»

Am Samstag steht das Spitzenspiel gegen den SC Cham II an. Wir haben mit dem Capitain der 1. Mannschaft über die bisherige Saison, seine Rolle im Team und das Derby gesprochen. Fuat Sulimani ist zuversichtlich und meint, dass die Mannschaft so viel Qualität hat, dass sie sich nur selbst schlagen kann.

Fuat, warst jetzt vier Wochen lang verletzt nicht dabei. Reicht es wieder für das Derby am Samstag gegen Cham?

Ich habe sehr gute Fortschritte gemacht und fühle mich wieder fit. Am Mittwoch konnte ich erstmals wieder mit dem Team trainieren. Nun werde ich mit dem Trainer schauen, ob es reicht und ob er mich aufbietet. Wenn ja, bin ich natürlich gerne dabei. Wenn nein, verstehe ich das. Das Team spielt ja sehr gut und gewinnt. Darüber freue ich mich sehr. Ich kann ja auch so helfen und meine Erfahrung in der Kabine einbringen und die Jungs unterstützen.

Wie ist es für dich so, dem Team von Aussen zuzuschauen?

Ich hatte vor eineinhalb Jahren schon einen Schädelbruch und kenne die Situation leider schon. Damals war ich sechs Monate out. Obwohl ich schon ein ‘alter’ Spieler bin, blutet mir bereits nach ein, zwei Wochen das Herz. Ich will immer noch jedes Training dabei sein und jedes Wochenende spielen.

Immerhin siehst du viele Siege deiner Mannschaft.

Ja, in den letzten Wochen war ich sehr stolz auf unser Team. Wir sind erfolgreich und spielen guten Fussball. Ich versuche, mich von Aussen so gut es geht einzubringen. Das sehe ich auch als einen Teil meiner Rolle als Capitain. Ich erlebe aber auch viel Neues: So habe ich mehr Kontakt mit Fans und den Supportern. Diesen Austausch schätze ich auch sehr. Ich bin sowieso sehr glücklich, hier in Zug sein zu dürfen. Ich habe in meiner langen Karriere nie einen so gut geführten Verein gesehen. Das sagen mir übrigens auch andere Spieler, die jetzt zu uns gestossen sind.

Nach dem knappen Sieg gegen Perlen-Buchrain am letzten Samstag folgt nun das nächste Spitzenspiel. Mit welchem Gefühl geht ihr in dieses?

Ich habe vollstes Vertrauen in die sechzehn Spieler, die spielen werden. Alle werden ihr Bestes geben. Weil wir so viel Qualität haben, müssen wir nur auf uns schauen. Es hängt also nur von unser eigenen Leistung ab. Jeder kennt seine Rolle und weiss, um was es im Derby geht. Wir wollen alle unbedingt gewinnen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der grösste Unterschied, dass ihr vorne richtig torgefährlich und effizient seid. Stimmst du dem zu?

Ja, absolut. Wir hatten letztes Jahr schon eine gute Defensive, vorne hat aber immer etwas gefehlt. Dreissig Tore in neun Spielen sprechen für sich.

Von Aussen hat man den Eindruck, dass die Mannschaft sich durch einen tollen Teamgeist auszeichnet?

Ja, wir sind wie eine Familie und haben Freude, zusammen Fussball zu spielen. Die neuen Spieler sind alles super Typen und haben sich hervorragend integriert. Wir respektieren einander. Die Garderobe funktioniert.

Die ersten zwei Spiele der Saison waren schwierig. Dann kam der Sieg gegen Mendrisio. War das der Wendepunkt?

Definitiv. Es war eine Situation: Entweder gewinnst du oder sonst brennt der Baum nach nur wenigen Spielen. Wir haben zum Glück das Spiel in der zweiten Halbzeit mit unserer Qualität und einem grossen Siegeswillen für uns entschieden. Damit hat ein Lauf gestartet. In Mendrisio werden noch einige Teams verlieren.

Zug hat definitiv kein Goalieproblem. Neben Soriano spielte zuletzt auch der 18-jährige Stillhart hervorragend.

Das kann ich nur unterstreichen. Vor Cedi ziehe ich den Hut. Aber generell finde ich, dass unser Goalietrainer sehr gute Arbeit leistet. Immer wieder kommen Junge aus dem Nachwuchs und verfügen bereits über grosse Qualitäten. Übrigens nicht nur bei den Goalies.

Was hat dich an der Meisterschaft bisher am Meisten überrascht?

Ich kannte schon viele Spieler, auch die Neuen. Ich wusste, dass wir erfolgreich sein können. Ich wusste aber nicht, wie wir als Menschen harmonieren werden. Man braucht Zeit, sich aneinander zu gewöhnen. Die Mannschaft hat das bisher hervorragend gemacht.

Was für ein Spiel erwartest du gegen Cham?

Beide Teams werden wohl vorsichtig ans Werk gehen. Es geht um sehr viel. Um den Rang, aber auch um den Derbysieg. Es wird also ein taktisch ausgeprägtes Spiel sein auf Messers Schneide. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir am Ende jubeln & die 3 Punkte einfahren werden.

1. und 2. Mannschaft an der Tabellenspitze

Heute beginnen wir einmal anders. Deshalb auch das Foto der jubelnden 2. Mannschaft von Zug 94. Sie haben am Samstag Abend Cham iV Zuhause mit 3:1 geschlagen und bleiben damit zusammen mit dem FC Stans Tabellenführen. Die 2. Mannschaft spielt sowieso eine ausgezeichnete Herbstrunde und steht damit derzeit klar auf  einem Platz, der für die Aufstiegsspiele notwendig ist. Gratulation dem ganzen Team und Staff!

Auch unsere 1. Mannschaft ist bisher sehr gut unterwegs und ist vorübergehend Tabellenführerin, wobei der FC Mendrisio ein Spiel weniger bestritten hat und noch aufschliessen kann. Am Samstag spielte unsere Mannschaft gegen den FC Perlen-Buchrain, der an der erweiterten Spitze der 2. Liga Interregional mitspielt und derzeit auf Platz fünf steht. Das Spiel wurde für die Zuger denn auch zum erwartet harten Gradmesser.

Unsere Mannschaft startete schwungvoll und erspielte sich in den ersten fünfzehn Minuten diverse gute Chancen und hätte in Führung gehen sollen. Dann aber überliess das Team immer mehr dem Gegner das Zepter, der sich seinerseits gute Chancen herausspielte. Zug konnte sich in dieser Phase bei seinem jungen Goalie Cedric Stillhart bedanken, der einige Male hervorragend abwehrte und sehr abgeklärt spielte. Für den 18-Jährigen war es das erste Meisterschaftsspiel für Zug 94. Gegen Ende der ersten Halbzeit drehte das Geschehen wieder und die Zuger nutzen ihre technischen Vorteile und kamen zu einige Halbchancen. Perlen blieb aber auch in dieser Phase gefährlich mit Kontern. In der 45. Minute hätte Zug dann in Führung gehen müssen: Fabian Simic verfehlte das leere Tor aber aus fünf Metern. Somit blieb es beim gerechten 0:0 zur Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit begann Zug wieder offensiv und wurde diesmal in der 47. Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Eine hohe Flanke von links kam zum zweiten Pfosten, wo Perlen den Ball nicht befreien konnte und schliesslich Machado richtig stand. Er schoss aus spitzem Winkel zum 1:0 ein. Zug wollte gleich nachsetzen und übernahm die Kontrolle, spielte teilweise schöne Ballstaffetten und kam in der 61. Minute zum 2:0. Arben Buqaj spielte einen weiten Ball auf Links auf Anel Hodzic, dieser flankte auf den zweiten Pfosten, wo Leo Würmli den Ball direkt abnahm und wunderschön im Tor versenkte.

Mit dem 2:0 schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch Perlen gelang praktisch im Gegenzug die Reaktion. Sie erkämpften sich den schon verloren geglaubten Ball, flankten zur Mitte und schon stand es nur noch 2:1. Dieser Anschlusstreffer gab Perlen Auftrieb und sie begannen Zug immer mehr unter Druck zu setzen. Das Spiel wurde zunehmend hektisch. Doch Zug konnte sich auch in dieser Phase auf seinen jungen Goalie verlassen, der viel Ruhe ausstrahlte. Zug kam selbst noch zur einer oder anderen Konterchance. So auch in der 90. Minute, wo Perlen den Ball in extremis auf der Linie wegspielen konnte. Somit blieb es beim 2:1 für Zug, das seine Chancen effizienter verwertete als der Gegner.

Nun kommt es am kommenden Samstag zum Spitzenspiel gegen Cham II. Das Spiel findet um 16 Uhr in der Hertiallmend statt. Wir freuen uns auf viele Zuschauerinnen und Zuschauer, die unsere 1. Mannschaft unterstützen.

Überzeugender Auftritt wird mit einem 7:0 belohnt

Kaum war der Anpfiff ertönt, hatte der Buochser Keeper schon dreimal eingreifen müssen. Die Zuger starteten wie die Feuerwehr und konnten schon in den ersten zwei Minuten drei gute Chancen herausspielen. Es war also klar: Die Zuger wollten kein erneutes Geduldspiel wie vor einer Woche gegen Sursee.

Danach ging es zwar nicht mehr gleich rasant zu und her, aber Zug 94 kontrollierte das Spiel quasi nach Belieben und versuchte es immer wieder über die Flügel. Das gelang ganz gut, bis auf die präzise Flanke oder der Pass in die Mitte, der nicht ankam. Zudem stellte Buochs in der Mitte am Sechzehner gut zu und die Kurzpässe kamen nicht durch. Noch nicht. Denn nach 22 Minuten gelang genau dies: Der Ball kam vom der rechten Seite Richtung Elfmeterpunkt, wurde dort kurz zu Gabriel Machado weitergeleitet. Dieser nahm ihn gekonnt mit und schoss zum Führungstor für die Zuger ein.

Gleich nach dem Wiederanpfiff erfolgte der nächste Angriff der Zuger, welchen der gegnerische Keeper entschärfen konnte. Doch nur wenige Zeigerumdrehungen später fiel bereits das 2:0. Die Zuger erkämpften sich den Ball an der Grundlinie der Buochser, ein Pass in an den Fünfer und Machado netzte wieder souverän ein.

Nach dem bisherigen Spielverlauf zu schliessen, war damit praktisch eine Vorentscheidung gefallen. Die Buochser hatten erst einen harmlosen Schuss auf das Zuger Tor abgegeben und die Zuger strotzen vor Spielfreude. Und so fiel in der 33. Minute das 3:0. Diesmal setzte sich Elvedin Causi im Zweikampf rund 25 Meter vor dem Tor durch und schoss schön ins tiefe rechte Eck. Trotz weiterer Zuger Chancen blieb es beim Pausenstand von 3:0 für das Heimteam.

Auch nach der Pause liessen die Zuger nicht nach. Gleich in der 49. Minute schlug es wieder ein bei den Buochsern. Almedin Hodzic erzielte das 4:0 nach einem Eckball. Was folgte, war eine kurz Phase, wo Zug einen Gang zurückschaltete und Buochs so den einen oder anderen Gegenstoss gelang. Gefährlich wurde es für Umberto Soriano im Zuger Tor auch in dieser Spielphase nicht. Die Zuger drehten danach wieder auf und erzielten weitere drei Tore: Zuerst Elvedin Causi mit seinem zweiten Treffer in der 67. Minute, in der 78. Minute schoss Piotr Marek sein erstes Tor für Zug. Das Gleiche gelang schliesslich in der 85. Minute Zdenek Weickert.

So endete ein durchwegs überzeugender Auftritt mit dem klaren Resultat von 7:0. Zug bleibt damit eine weitere Woche an der Tabellenspitze. Am nächsten Samstag geht es um 17 Uhr auswärts gegen den FC Perlen-Buchrain.

«Wir haben offensiv grosse Fortschritte gemacht»

Unsere 2. Mannschaft hat am letzten Wochenende die Tabellenführung in der 3. Liga übernommen. 7 Spiele, 18 Punkte. Vor dem Auswärtsspiel vom Samstag gegen den FC Muotatal (18 Uhr) haben wir mit dem Trainer Egidio Vertà über den bisherigen Saisonverlauf und seine Ziele gesprochen.

Egidio, sieben runden sind in der dritten Liga gespielt und ihr seid Tabellenführer. Zufrieden?

Ja, natürlich. Wir waren zwar letztes Jahr auch schon gut unterwegs. Aber der Saisonstart und die Tabellenführung sind das Resultat von zwei Jahren Aufbauarbeit. Wir können natürlich immer noch Vieles besser machen. Aber geniessen wir den Moment. Unser Ziel ist es nun, diese Position bis zum Ende der Vorrunde zu verteidigen.

Dein Spieler Bruno Lopez erwähnte kürzlich gegenüber der Zuger Zeitung, dass der Teamgeist so hervorragend sei. Was meinst du dazu?

Das sehe ich auch so. Zu Beginn waren wir schon eine ziemlich zusammengewürfelte Truppe. Wir sind aber immer mehr zu einer Einheit geworden. Was das bedeutet, merkt man heute auch in den Spielen. Letztes Jahr haben wir knappe Matches oft noch verloren. Jetzt wissen wir, dass wir solche Spiele gewinnen können, weil wir uns besser kennen und jeder sich auf den anderen verlassen kann.

Ihr seid also auch mental stärker geworden?

Da muss man unterscheiden: Wir sind sicher auf der kameradschaftlichen Ebene zusammengewachsen und agieren viel mehr als Team. Mentale Stärke ist aber noch etwas anderes.

Zum Beispiel?

Wir passen uns zum Teil noch zu stark unseren Gegnern an. Gegen gute Teams spielen wir sehr gut, gegen weniger gute lassen wir es ein wenig schleifen. Eigentlich wollen wir immer unser Spiel durchziehen. Das ist eine Einstellungssache, an der wir arbeiten müssen. Es beginnt schon bei der individuellen Vorbereitung auf das nächste Spiel während der Woche. Ein bisschen weniger acht geben auf die Ernährung, beim Training eine Spur weniger konsequent.

Wo hat die Mannschaft die grössten Fortschritte gemacht gegenüber letzter Saison?

Ganz klar offensiv. Letztes Jahr haben wir zu wenig Tore geschossen. Das machen wir jetzt viel besser. Aktuell sind es im Schnitt drei pro Spiel. Wir machen aber noch zu viele Fehler beim Herausspielen von hinten. Wenn wir das noch abstellen, kommt es sehr gut.

Was habt ihr gemacht, dass es nun offensiv läuft?

Die Automatismen funktionieren viel besser. Jeder weiss, was der andere macht, kennt die Laufwege. So kommen wir einfacher vor das Tor. Natürlich haben wir dieses Jahr auch kaum Verletzte. Ich habe ein breites Kader und somit eine gute Auswahl.

Reden wir noch kurz von der bisher einzigen Niederlage gegen Stans (1:3).

Ja, das war ein komisches Spiel. Wir haben gut gespielt, uns aber selbst geschlagen. Das ist auch ein Beispiel für fehlende mentale Stärke. Wir haben gut angefangen, uns dann aber vom Gegner provozieren lassen. Wir sind dann von unserem Plan abgewichen und haben das Spiel aus der Hand gegeben. Das darf uns eigentlich nicht passieren. Denn als Spitzenteam werden wir immer wieder solche Situationen erleben. Wir müssen im Kopf stark sein und uns nur auf unsere Fähigkeiten konzentrieren.

Deine Mannschaft besteht fast ausschliesslich aus Spielern aus den eigenen Nachwuchs von Zug 94.

Ja, bis auf zwei wurden alle in Zug ausgebildet. Einige spielten vorübergehend bei anderen Teams, sind aber jetzt wieder zurück. Das spricht für unseren Verein und die Ausbildung hier. Aktuell trainieren auch zwei A-Junioren ab und zu mit uns und im Winter in der Vorbereitung werden weitere dazukommen. Sie sollen sich so schon einmal an uns und den Aktivfussball gewöhnen.

Einige deiner Spieler kamen auch schon in der ersten Mannschaft zum Einsatz.

Ja. Das ist natürlich auch super. Wir müssen nur schauen, dass sie dort nicht zu viel spielen, weil wir sie sonst in den letzten Partien der Saison und bei allfälligen Aufstiegsspielen nicht mehr einsetzen dürfen. Aber grundsätzlich funktioniert der Austausch hier sehr gut. Das gibt den jungen Spielern auch Perspektiven.

Was ist nun dein Saisonziel?

Der Aufstieg in die zweite Liga wäre sicher schön. Zuerst müssen wir uns jetzt einmal für die Aufstiegsspiele qualifizieren. Wir werden bessere und schlechtere Spiele haben. Es gilt, wie beim Sieg am letzten Wochenende, auch die schlechteren zu gewinnen. Das macht ein Spitzenteam aus.

1. Mannschaft: Den Sieg erkämpft und erzittert

Gemäss Tabelle hätte das Spiel eine klare Sache für Zug werden sollen. Doch schon rasch merkte man, dass der FC Sursee wohl bisher unter Wert klassiert ist. Die Surseer traten zwar gegen Zug äusserst defensiv auf – Fünfer-Reihe in der Verteidigung, Vierer-Reihe im Mittelfeld, dazu ein Stürmer – sie zeigten aber, dass sie durchaus auch kreatives und offensives Potenzial haben. Wohl aus ihrer Sicht einfach zu spät.

Die Geschichte der ersten Halbzeit ist bald erzählt: Zug begann schwungvoll und kontrolliert, Sursee verteidigte mit Leidenschaft. Es gab kaum Torchancen, viele harte Zweikämpfe und gefühlt hatte Zug 80% Ballbesitz. Die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte hatten es dann aber in sich: Zuerst hat Zug eine gute Chance in der 41. Minute, als Würmli in die Tiefe lanciert wurde. Der Surseer Goalie war aber einen Schritt schneller und konnte befreien. Zwei Minuten später spielte dann auch Sursee für einmal schnell nach vorne und kam zu einer Chance, der Ball ging aber neben das Tor. Danach folgte wieder ein Zweikampf im Mittelfeld. Texeira wurde hart gefoult und liess sich zu einer Tätlichkeit provozieren. Beide Spieler erhielten Gelb. Für Texeira hiess das ab in die Kabine, denn er hatte vorher bereits Gelb gesehen.

Bei den Zugern schien dieser Platzverweis einen Ruck ausgelöst zu haben. Denn sie starten viel entschlossener in die zweite Halbzeit. Zwischen der 50. und 60. Minute kamen sie so zu vier guten Torchancen. Fast immer waren Würmli und Causi involviert, wenn es vor dem Surseer Goal gefährlich wurde. Dann in der 66. Minute wurden die Zuger Bemühungen endlich belohnt: Würmli passte schön in den Strafraum, Anel Hodzic nahm den Ball mit, umspielte den Torhüter und schob zum vielumjubelten Führungstreffer ein. Endlich 1:0.

Nun stellte man sich zwei Fragen: Würde Zug nachlegen oder machte Sursee mehr für das Spiel? Die Antwort von Sursee kam und der Druck auf Zug nahm zu. In der 74. Minute wurde es richtig gefährlich im Zuger Sechzehner nach einem Schuss der Surseer. Doch die Zuger kamen zu Konterchancen. Die grösste hatte Würmli als er alleine auf das Tor der Gäste ziehen konnte. Leider schoss er klar darüber. Praktisch im Gegenzug folgte die kalte Dusche, ganz nach der Fussballweisheit: Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten. Sursee konnte in der 78. Minute einen Freistoss aus knapp 30 Metern treten. Dieser landete wunderschön in der rechten Ecke. Soriano hatte keine Chance gegen den Sonntagsschuss. Es stand 1:1.

Was nun folgte waren die aus Zuschauersicht fünfzehn besten Minuten des Spiels. Es ging hin und her, mit nun wieder leichten Vorteilen und diversen Chancen für Zug. Doch immer fehlte der letzte Zwick und die Abschlüsse waren zu wenig konsequent. Bis zu 92. Minute: Elvedin Causi schnappte sich den Ball im Mittelfeld, zog unwiderstehlich davon und erzielte das erlösende 2:1. Doch wer dachte, das war es, irrte sich. Die Surseer kamen noch einmal zu einer Chance, die Soriano auf der Linie abwehren konnte. Danach war Schluss.

Zug siegte letztlich verdient, musste sich die drei Punkte gegen einen starken Gegner aber erleiden. So wie das Spiel lief, hätte es auch nur ein Punkt sein können.

«Wir machen schnell Fortschritte»

Cosimo Mandolfo trainiert die FF19. Mit Erfolg. Das Team steht in seiner Grupppe nach fünf Spielen an der Tabellenspitze. Wir haben mit ihm über das Team und seine Arbeit mit den Juniorinnen von Zug 94 gesprochen.

Cosimo, du bist seit Sommer Trainer unseres FF19 Teams. Was hast du vorher gemacht?

Seit ich vier Jahre alt bin, renne ich einem Fussball hinterher. Als Spieler habe ich es bis maximal in die dritte Liga geschafft. Nach einer Knieverletzung musste ich aufhören und bin als Trainer eingestiegen. Zuerst bei den B- und A-Junioren und danach bei den Aktiven . Dann wollte ich etwas Neues machen und stieg bei den Juniorinnen ein: FF12, FF15 in Villmergen, dann FF19 in Erlenbach und 2. Liga in Baden. Schliesslich verschlug es mich nach Mettmenstetten in die 4. Liga. Im Sommer wurde das Team aufgelöst, ich suchte etwas Anderes und wurde Trainer der FF19 von Zug 94.

Wie hast du das Team wahrgenommen, als du es übernommen hast?

Ich habe einige Spiele des Teams gesehen, die sie alle verloren hatten. Mir war klar, dass die Juniorinnen alle Fussball spielen konnten, aber es fehlte an einigen Details, an denen man arbeiten konnte. Damit meine ich technisch-taktische Dinge wie richtiges Ballstoppen und Weiterleiten, Entgegenkommen bei der Ballannahme oder optimale Laufwege. Bei den ersten Trainings merkte ich dann, dass die Juniorinnen extrem lernbegierig waren und mit grosser Freude trainierten.

Ihr seid super in die Saison gestartet und aktuell auf Platz 1. Wie erklärst du dir das?

Ich bin selber ein wenig überrascht und hätte uns eher im Mittelfeld erwartet. Aber wir machen schnell Fortschritte, weil die Juniorinnen meine Erklärungen sehr gut umsetzen. Da hilft mir sicher meine langjährige Erfahrung und natürlich auch mein Assistent, der das Team schon gut kannte. Ich finde, dass ein guter Umgang mit den jungen Frauen sehr wichtig ist. Da ich selber eine Tochter im gleichen Alter habe, bin ich eventuell sensibler dafür. Das gegenseitige Vertrauen war sofort da und wir haben viel Spass zusammen.

Du sprichst das Thema Teamgeist an.

Ja. Einige Juniorinnen sagten zu Beginn, dass es schwierig würde, weil gute Spielerinnen das Team verlassen hätten. Meine Antwort darauf ist: Die sind jetzt weg und können uns nicht mehr helfen. Aber ihr seid auch gut und spielt viel besser zusammen. Ich will keine Starspielerinnen im Team. Wir sind nur erfolgreich, wenn wir als Team spielen und auftreten. Jede hat ihre Stärken und Schwächen. Es geht darum, dies optimal zu kombinieren.

Wo hat das Team das grösste Potenzial?

Ein Schwerpunkt sind Passübungen. Dabei geht es um Präzision und auch darum, wie man richtig in die Tiefe läuft und spielt. So sind auch mal blinde Pässe möglich. Ich will ein gepflegtes Kurzpassspiel sehen, von hinten heraus. Keine langen Bälle. Das Team verschiebt sich zusammen nach vorne und nach hinten. Wir trainieren aber auch taktische Varianten und stehende Bälle.

Was ist das Saisonziel mit der Mannschaft?

Wir wollen sicher unter den Top 3 bleiben. Das ist für uns ein Riesenerfolg. Im Cup sind wir leider im Viertelfinale gegen Engelberg ausgeschieden.

Hat Zug 94 Potenzial für eine Frauenmannschaft?

Ja, absolut. Wir wollen dieses Team möglichst zusammenhalten und sicher noch ein Jahr FF19 spielen. Danach sind wir bereit und würden in der vierten Liga einsteigen. Der grösste Unterschied dabei wird sein, dass dort viel körperbetonter gespielt wird. Wir suchen aktuell noch die eine oder andere Spielerin für die FF19. Zudem möchte ich gerne schon ab und zu Spielerinnen aus der FF15 beim Training dazunehmen, damit sie sich langsam angewöhnen können.

Was gibt dir das Trainersein?

Ich muss mich wohlfühlen, im Umfeld und mit dem Team. Das ist hier in Zug absolut der Fall. Im Training fallen viele Sprüche, dann sind wir aber auch wieder sehr konzentriert. Mir macht das so einen Riesenspass.

Klarer 3:0 Sieg der 1. Mannschaft gegen Kickers Luzern

Letztlich siegte unsere 1. Mannschaft gegen den FC Kickers Luzern deutlich mit 3:0. Das Resultat widerspiegelt ein sehr einseitiges Spiel, bei dem es schien, als wollten die Luzernen gar nicht mitspielen. Sie traten äusserst defensiv auf und verzeichneten im ganzen Spiel gut gerechnet eine echte Chance und zwei Halbchancen. Dazu kam ein heikler Rückpass eines Zugers zum eigenen Torhüter. Das war’s dann auch schon von Seiten der Luzerner.

Dass das Spiel so verlief hatte aber auch mit den Zugern zu tun. Die Mannschaft spielte einen schön anzusehenden und gepflegten Fussball. Die Angriffe liefen immer über mehrere Stationen und wurden schnell vorgetragen. Was lange fehlte, war einzig die Präzision beim letzten Pass.

Exemplarisch dafür steht der allererste Angriff der Zuger in der zweiten Minute. Elvedin Causi setzte sich schön auf rechts durch und konnte flach in die Mitte Richtung Fünfer passen. Sein Zuspiel landete aber in den Armen des gegnerischen Torhüters. Meist waren die Angriffe erfolgreich, wenn sie über die Flügel liefen. Dies war sicher in probates Mittel gegen einen Gegner, der so tief stand. Die gefährlichste Szene resultierte jedoch aus einem Freistoss, den Gabriel Machado an die Latte zirkelte. So blieb es beim für die Zuger enttäuschenden 0:0 zu Pause.

Die Pausenansprache von Dragi Salatic schien dann aber Früchte zu tragen. Nach einer schönen Kombination schiesst Leonardo Würmli das 1:0. Man konnte sich nun fragen, ob dieses Tor das Spiel verändern würde. Doch von den Luzernern kam nicht viel mehr als in der ersten Halbzeit und die Zuger spielten ihr Spiel wie gehabt weiter. In der 60. Minute spielten die Zuger wieder einen schnellen Angriff von Machado über Weickert auf den Flügel und von dort in die Mitte zu Causi. Im letzten Moment konnte ein Luzerner in den Querpass grätschen und so Schlimmeres für sein Team verhindern.

Dragi Salatic war wohl klar, dass ein 1:0 zu knapp war, um sich in Sicherheit zu wiegen. So trieb er sein Team weiter lautstark nach vorne. Und das zeigte Wirkung: In der 78. Minute ging es wieder einmal schnell, diesmal über Hodzic auf Texeira, der in der Mitte keine Mühe hatte, das 2:0 zu erzielen. Und es sollte noch besser kommen: Kurz vor Schluss erzielte Causi mit einem schönen Distanzschuss das 3:0.

Die Zuger feierten einen verdienten Sieg und zeigten auch kämpferisch eine gute Leistung. Besonders positiv fiel dabei auf, wie auch die Stürmer gut zurückarbeiteten und wie das Team nach Ballverlusten jeweils sofort wieder Druck machte und so viele Bälle schon in der gegnerischen Platzhälfte wieder abfangen konnte.

Weiter geht es am nächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen den FC Sursee.