3. Mannschaft: Saisonstart geglückt

Seit diesem Sommer ist Kenan Ibranovic Trainer unserer 3. Mannschaft. Kenan verbrachte einen Grossteil seiner Fussballzeit bei Zug 94, machte dazwischen Abstecher zum einen oder anderen Verein in der Umgebung und kam wieder zurück. Zuletzt spielte er mit der 3. Mannschaft, die er nun selbst trainiert. Auch sein Vater ist kein unbekannter bei Zug 94: Ahmed Ibranovic war mehrere Jahre Trainer, Spiko und Mitglied unseres Vorstands. Wir sprachen mit Kenan über die Mission Wiederaufstieg und seine Erwartungen an die Spieler.

Kenan, Gratulation zum guten Saisonstart. Zufrieden?

Ja, insbesondere das Startspiel war sehr wichtig, da wir gleich drei Punkte geholt haben. Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit eine super Reaktion auf den 2:0 Rückstand gezeigt. Wir müssen aber von Beginn an den Ball schneller laufen lassen, geduldiger spielen und unsere Emotionen kontrollieren. Wenn wir dann noch unsere Torchancen nutzen, fällt das Resultat deutlicher aus. 

Was ist dein Ziel für diese Saison?

Als Team wollen ganz klar den direkten Wiederaufstieg schaffen. Dann haben wir aber auch andere Ziele als Trainerteam: Wir wollen zu einer Einheit zusammenwachsen und dem Team Werte mit auf den Weg geben. Dazu gehören Disziplin und Comitment. Die 3. Mannschaft soll auch stärker in den Verein integriert sein.

Es gab einige Wechsel in der Mannschaft nach dem Abstieg. Wie sieht das Team nun aus?

Wir haben versucht, das Team zusammenzuhalten. Es gab fünf Abgänge, zwei Junioren, die hinzugekommen sind und wir haben uns punktuell mit externen Spielern verstärkt. Im Moment haben wir leider einige verletzte Spieler, die aber bis im September wieder fit sein sollten. Ein Problem letztes Jahr war, dass wir zwar genug Spieler waren, einige aber oft fehlten. Das will ich ändern. Das grosse Thema ist die Disziplin. 

Wie sieht dein Staff aus?

Ich führe das Team zusammen mit Fuat Mustafic, der von der U15 bis zur U21 beim FCZ und St. Gallen war und auch in der 1. Liga gespielt hatte. Er wird uns im taktischen Bereich viel helfen.

Wie lief die Vorbereitung?

Die Sommervorbereitung ist immer schwierig, weil man wenig Zeit hat und viele Spieler in den Ferien sind. Wir haben deshalb im Juni schon erste Trainings gemacht. So haben alle ein paar Trainings in den Beinen. Der Fokus lag im physischen Bereich, ein Problembereich in der letzten Saison. Danach folgten taktische Trainings und jetzt am Ende noch ein Fokus auf die Spritzigkeit.

Welchen Fussball willst du mit der Mannschaft spielen?

Ich möchte ganz klare Prinzipien im Spiel sehen. Jeder Spieler soll immer genau wissen, wie wir als Team agieren oder reagieren wollen in einer spezifischen Situation. Wir möchten den Ball und das Spiel kontrollieren, die Gegner dominieren und mit unserem Pressing unter Druck setzen. Verlorene Bälle sollen sofort wieder zurückerobert werden. Inspiration hole ich mir bei Luis Enrique oder Federico de Zerbi.

Wie stark siehst du eure Gruppe?

Wir sollten vorne mitspielen können. Aber Steinhausen, Menzingen oder Goldau sind sicher sehr stark. In vielen Spielen wird es aber darum gehen, den Sieg mehr zu wollen als der Gegner. Mit der richtigen Mentalität können wir gegen alle mithalten.

Mit wie vielen Punkte gibst du dich nach fünf Runden zufrieden? Würdest du für 10 Punkte unterschreiben?

(lacht). Ich will natürlich immer gewinnen. Aus heutiger Sicht würde ich deshalb nicht unterschreiben. Wir schauen aber von Spiel zu Spiel und wollen mit drei Punkten starten. Mal schauen für was es dann bis Weihnachten reicht.

Was hat dich motiviert, das Team zu übernehmen?

Ich habe jetzt zwei Saisons im Team gespielt und kenne alle Spieler gut. Ich hatte aber immer den Eindruck, dass mehr möglich sein müsste mit dieser Gruppe. Es fehlten halt einige Basics wie Disziplin und auch der Siegeswille. Das braucht es einfach, um erfolgreich Fussball zu spielen. Das wollen wir ändern, damit auch die dritte Mannschaft von Zug wieder Erfolg hat. Es ist auch eine tolle Chance für mich, gleich eine Aktivmannschaft übernehmen zu können.

Wie siehst du die Rolle der 3. Mannschaft im Gesamtverein?

Wir wollen im Verein präsenter sein als bisher. Der Bezug zur dritten Mannschaft ging in den letzten Jahren verloren. Mit dem Team werden wir versuchen, das zu ändern. Zusammen Spiele der anderen Mannschaften anschauen, ein Bier mit anderen Leuten aus dem Verein trinken. So hoffe ich, dass auch die anderen Vereinsmitglieder der 3. Mannschaft wieder mehr Beachtung schenken.

Die erhoffte Reaktion kam

Nach der Niederlage am Mittwoch gegen den FC Besa Biel/Bienne war eine Reaktion unserer 1. Mannschaft gefordert. Und sie kam, überzeugend, mit der richtigen Einstellung.

Das Spiel gegen die U21 von GC war von Anfang an ein anderes als die letzten Spiele gegen Biel oder auch Mendrisio. Beide Teams setzten auf ihre Offensive, und so kam GC bereits in der 3. Minute zu einem Schuss von rechts, den Matthias Grob abwehren konnte. Der anschliessende Kopfball ging an die Latte. Nach diesem Schreckmoment konnte sich unsere Mannschaft sammeln und GC kam trotz sehr hohem Pressing nicht mehr so einfach durch. Zug begann auch nach vorne zu spielen und glich das Geschehen zunehmend aus. In der 15 Minute fingen die Zuger einen Zürcher Angriff ab, Kastrati spielte sofort einen weiten Ball hinter die GC-Verteidigung. Dort war Teichmann schneller und konnte alleine auf das GC-Gehäuse losziehen. Diese Chance liess er sich nicht nehmen und Zug ging mit 1:0 in Führung.

In der Folge stand Zug sehr gut und konnte den einen oder anderen schnellen Angriff lancieren. So auch in der 28. Minute. Der GC-Goalie konnte den ersten Schuss von Teichmann diesmal zwar parieren, der Ball prallte aber vor die Füsse von Campisi, der nur noch einzuschieben brauchte. Doch ein Verteidiger von GC konnte im letzten Moment reingrätschen und den Ball ins Aus spedieren. Eine Riesenchance zur 2:0-Führung.

Fünf Minuten später hatte GC wieder weitere Möglichkeiten. Mit der gefährlichsten Chance, einem Schuss an die Latte. Doch Zug reagierte erneut und der omnipräsente Teichmann traf in der 38. Minute den Pfosten. Der Nachschuss von Martin ging drüber. Noch eine Riesenmöglichkeit für Zug!

Gegen Ende der ersten Halbzeit drehten die Zürcher dann noch einmal auf und kamen ihrerseits wieder zu Chancen, wenn auch nicht die ganz grossen. Somit blieb es bei der Gästeführung zur Pause.

GC reagierte mit drei Wechseln zu Beginn der zweiten Halbzeit und übernahm nun immer mehr das Spieldiktat. In der 52. Minute parierte Matthias Grob einen GC-Freistoss, der Nachschuss ging dann über das Zuger Tor. Zug wurde zunehmend eingeschnürt und musste sich auf die Verteidigung des Vorsprungs konzentrieren. In der 62. Minute gelang dies nur dank Mithilfe der Latte, an der ein GC-Geschoss abprallte. Dies war dann auch die grösste Zürcher Chance in der zweiten Halbzeit. Die Zuger standen grösstenteils gut und verteidigten solidarisch. Und nach vorne blieben sie mit einzelnen Nadelstichen gefährlich. GC kam zwar noch zur einen oder anderen Chance, ganz zwingend waren diese aber nicht und so blieb es beim erkämpften 1:0 für Zug.

Dieser Sieg war nicht gestohlen und die Zuger verdienten sich die drei Punkte dank einer guten Mannschaftsleistung und einer Taktik, die voll aufging.

Am nächsten Samstag steht das nächste Spiel gegen ein Spitzenteam an. Zug empfängt am Samstag um 16 Uhr den Tabellenführer SV Muttenz auf der Herti Allmend.

Nach der ersten Niederlage der Saison will unsere 1. Mannschaft reagieren. Die Chance dazu bekommt das Team am Sonntag auswärts gegen den Nachwuchs der Grasshoppers. GC ist aber ausgezeichnet in die Saison gestartet mit drei Siegen und spielt schon wieder ganz vorne mit.

Dass GC gute Nachwuchsarbeit leistet ist bekannt. Und seit Alain Suter Sportchef ist, weiss man, dass er dies noch weiter forcieren wird. Doch die jungen Grasshoppers waren auch schon letzte Saison top und spielten um den Aufstieg in die Promotions League. Diesen schafften sie ganz knapp nicht, da sie im Rückspiel gegen den FC Kreuzlingen in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen mussten. Kreuzlingen stieg mit dem Gesamtscore von 3:2 auf, GC verblieb in der 1. Liga Classic.

Unser Team erwartet also ein starker Gegner. Hoffnung macht aber, neben den eigenen Qualitäten, dass die Grasshoppers sicher mehr für ein offenes Spiel tun werden als unter der Woche der FC Besa Biel/Bienne. Damit sollte auch unsere Mannschaft mehr Platz für ihr Spiel finden. Trainer Vural Oenen sagt: » Wir müssen aus den Fehlern gegen Biel lernen. Wir haben die Qualität, jedes Team zu schlagen, wenn wir diszipliniert sind und mit der richtigen Einstellung auf den Platz gehen.»

Das Spiel findet am Sonntag, 31. August 2025, um 15 Uhr auf dem GC Campus in Niederhasli statt.

1. Niederlage: Besa siegt mit 2:0

Unsere 1. Mannschaft wollte in Biel ihre Ungeschlagenheit wahren und begann das Spiel vorsichtig. Da auch die Bieler auf eine starke Defensive setzten, verständlich nach den zwei Startniederlagen, entwickelte sich ein Spiel praktisch ohne Torchancen. Das Heimteam zog sich jeweils bis zur Mittellinie zurück und auch Zug presste nur äusserst selten. Die Zuschauen bekamen als Folge davon kaum Torchancen zu sehen. Typisch für ein solches Spiel: Die Entscheidung musste nach einem stehenden Ball fallen. So kam Biel in der 24. Minute zu einem Eckball, den Zug zunächst noch abwehren konnte. Beim zweiten Anlauf kam die Flanke auf den weiteren Pfosten, wo der Bieler den Ball per Kopf im Tor versenkte. Somit ging das Heimteam praktisch mit der einzigen Torchance bis zu diesem Zeitpunkt in Führung. Das nennt man Effizienz.

Biel tat ab diesem Moment nichts mehr für die Offensive (beziehungsweise noch weniger) und Zug versuchte zwar mit mehr Ballbesitz nach vorne zu spielen. Diese Versuche scheiterten aber entweder an der gut stehenden Bieler Defensive oder am eigenen Unvermögen, das sich in vielen Fehlpässen und vorallem schlecht gespielten Flankenbällen zeigte. Die erste Halbchance der Zuger war dann kurz vor der Pause ebenfalls ein Eckball, der aber nichts einbrachte. So blieb es bis zur Pause beim 0:1.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spürten man den Zuger Willen, hier noch etwas drehen zu wollen. Trainer Vural Oenen vollzog einen Dreifachwechsel und wollte damit wohl auch ein Signal setzen. Doch die Bieler zogen sich noch weiter zurück und liessen hinten kaum etwas zu. In der 50. Minute zeigte Zug dann endlich einmal einen schnellen Angriff und prompt kam Causi zu einem Abschluss. Sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Das war es aber dann auch schon wieder mit Offensivaktionen. Biel stand nun noch tiefer, Zug vermochte sich nicht durchzuspielen. Mit dem einzigen nennenswerten Angriff des Heimteams nach der Pause erzielten die Bieler in der 84. Minute sogar noch den zweiten Treffer. Vorangegangen waren zwei Zuger Ballverluste im Mittelfeld. Auch das symptomatisch für dieses Spiel.

So verlor Zug erstmals in dieser Saison (mit 2:0). Am Sonntag um 15 Uhr folgt gleich die Möglichkeit zur Rehabilitation. Allerdings steht das schwere Spiel auswärts gegen das Spitzenteam Grasshoppers Zürich an.

Auswärts gegen den FC Besa Biel

Am Mittwoch geht es für unsere 1. Mannschaft nach Biel. Dort wartet der bisher noch punkte- und torlose FC Besa Biel/Bienne. Doch die Bieler sind deswegen keineswegs zu unterschätzen. Sie spielten mit Solothurn und Délemont nämlich gegen zwei Teams, die man durchaus auf den vorderen Tabellenplätzen erwarten kann.

Zug hat hingegen gute Erinnerungen an die Bieler, denn die zwei Teams trafen in der Saison 2023/2024 in der Cup-Qualifikation aufeinander. Zug gewann mit 3:1 und zog in die Hauptrunde des Schweizer Cups ein. Von der damaligen Bieler Mannschaft sind immer noch sieben Spieler mit dabei, die sicherlich auf Revanche brennen.

Unsere 1. Mannschaft erwartet also wieder ein hartes Spiel. Das Selbstvertrauen nach dem gelungenen Saisonstart ist aber sicherlich vorhanden. Zug muss allerdings auf den formstarken, gesperrten Dein Barreiro verzichten. Das Spiel findet übrigens in Grenchen statt, weil die Tissot-Arena renoviert wird.

«Wir sind auf gutem Weg»

Unser Frauen-Team ist letztes Wochenende ebenfalls in die neue Saison gestartet. Charlie Heymann, der Trainer, erwartet gegenüber der letzten Saison eine Steigerung. Was er aus dem ersten Spiel und der Vorbereitung mitgenommen hat und welchen Platz er anstrebt, lest ihr im nachfolgenden Interview mit ihm.

Charlie, das Startspiel der neuen Saison ging für das Frauen-Team gegen Goldau mit 1:0 verloren. Trotzdem zufrieden?

Ja, mit dem Spiel bin ich sehr zufrieden, auch wenn ich nicht gerne verliere. Wir konnten an die Leistung vom Testspiel anknüpfen und sogar noch etwas besser gegen ein stärkeres Team spielen. Das Spiel ging leider sehr unglücklich verloren. Wir selbst hatten kurz vor der Pause eine sehr gute Chance zum 0:1 vergeben und haben dann einmal kurz nicht aufgepasst. Wir konnten den direkten Konter zum 1:0 nicht verhindern. Wir hatten deutlich mehr Spielanteile, haben die Gegnerinnen nicht gross ins Spiel kommen lassen und uns sehr viele Chancen erarbeitet. An der Chancenauswertung lag es am Ende auch, dass wir verloren haben. Auch Goldau attestierte uns eine sehr gute Leistung. Darauf können wir aufbauen.

Das erste Jahr unseres Frauen-Teams ist vorbei. Was nimmst du davon mit in die neue Saison?

Wir haben erste Erfahrungen im Aktivfussball gesammelt. Immer wieder zeigte sich das Potential im Team und gleichzeitig brauchen wir auch noch Zeit. Von den Gegnerinnen gab es oft viel Zuspruch, was sehr motivierend ist.

Du wirst sicher nicht mehr nur mit einer guten Einstellung und Fortschritten als Team zufrieden sein, sondern willst jetzt auch in der Tabelle nach oben?

Ja, nur auf der guten Einstellung und auf Fortschritten können und dürfen wir uns nicht ausruhen. Wir müssen aus der Komfortzone raus. Wir müssen beginnen unser Potential auch in Ergebnisse umzuwandeln. Dies funktioniert nur in dem wir als Team zusammenspielen. Das bedingt auch das jede Spielerin die Mannschaft an erster Stelle sieht, in den Trainings alles gibt und im Match mutig ist. Wenn uns dies gelingt, sollten wir auch in der Tabelle weiter nach oben kommen. 

Was ist das konkrete Saisonziel für das Team?

Wir wollen Platz 3 bis 5 erreichen, alles andere ist Bonus. Langfristig wollen wir uns dahin entwickeln, dass wir um den Aufstieg mitspielen. 

Hat sich das Team im Hinblick auf die neue Saison verändert? Wie schätzt du es in Vergleich zur letzten Saison ein?

Ja, unsere Goalie ist gegangen, mit Lice Atanasov hat sich eine bisherige Feldspielerin bereiterklärt, ins Goal zu gehen… andere Spielerinnen haben aufgehört und das Team ebenfalls verlassen. Zwei Spielerinnen aus der eigenen Jugend konnten wir neu ins Team aufnehmen. Ebenso wird die Mannschaft neu von Zoé Fischer als Kapitänin aufs Feld geführt. Der Kader ist nach wie vor sehr klein, daher ist es wichtig, als Team zusammen zu stehen. 

Wo hat das Team immer noch viel Potenzial?

Potential haben wir vor allem noch im Spielaufbau, mehr Ruhe reinbringen und als Team bewusst zusammen zu spielen. 

Wie lief die Vorbereitung? Gibt es besondere Erkenntnisse daraus für den Saisonstart?

Im Sommer ist die Vorbereitung aufgrund der Ferien schwierig. Wir hatten nicht viel Zeit zusammen auf dem Platz. Sehr erfreulich war die Trainingsbeteiligung, diese ist deutlich besser geworden. Die höhere Intensität wurde vom Team mitgegangen und konzentrierter trainiert. Ansätze von einem besseren Zusammenspielen als Team waren sicht- und spürbar. 

In unserem Testspiel gegen das 4. Liga Team aus Wädenswil konnten wir mit guter Kommunikation, Einsatzwillen und Zusammenspiel als Team überzeugen und klar mit 5:1 gewinnen. Wenn wir diese Sicherheit behalten und dies halten können, brauchen wir uns vor keinen Gegnerinnen verstecken. 

Was möchtest du der Zug94-Familie mit auf den Weg geben, wenn es um dein Team geht?

In erster Linie möchte ich mich bei der Zug 94 Familie für die Unterstützung bedanken. Auch wenn’s mal nicht so gut läuft sind immer welche da und unterstützen uns. Ebenso möchte ich mich für das Vertrauen ins Trainerteam bedanken. Mit Baar, Cham und Aegeri haben wir diese Saison auch drei Derbys. Kommt vorbei und unterstützt uns gerne dort noch mehr als sonst. 🩵🤍

Hart erkämpfter Sieg

Unsere 1. Mannschaft wollte im ersten Heimspiel der neuen Saison unbedingt einen Sieg. Mit dieser Einstellung kam sie aufs Feld und legte gleich los wie die Feuerwehr. Wohlen wurde geradezu überfahren und so stand es nach nicht einmal neun Minuten schon 2:0 für das Heimteam. Campisi nach einem Eckball und Barreiro mit einem schönen Schuss aus rund 16 Metern erzielten die Tore. Doch Wohlen, ein sehr spielstarkes Team, fing sich und konnte das Spiel anschliessend ausgeglichen gestalten bzw. hatte nun sogar leichte Vorteile. In der 26. Minute gelang den Gästen mit der ersten richtigen Torchance dann sogar der Anschlusstreffer. Von da an hatte Wohlen leichte Vorteile und liess hinten gar nichts mehr zu. Selbst kamen die Gäste aber auch zu keinen nennenswerten Chancen mehr und so blieb es bei der Zuger Führung zur Pause.

Der Beginn der zweiten Halbzeit glich dem Ende der ersten: Die Mannschaften neutralisierten sich, liessen den Ball zwar geschickt durch die eigenen Reihen laufen, nach vorne gab es aber beidseits keine echte Torgefahr. Ab der 53. Minute sollte sich das Bild des Spiels aber ändern. Dein Barreiro beging eine Tätlichkeit und musste mit Rot unter die Dusche. Vural Oenen, der Zuger Trainer, sah sich nun gezwungen, die Defensive zu stärken und nahm einige Wechsel vor. Ab diesem Moment fand das Spiel praktisch nur mehr in der Zuger Platzhälfte statt. Die Verteidigung stand aber sehr gut und Wohlen kam zu keinen zwingenden Torchancen. Das Spiel wurde so fast ein wenig langweilig.

Das änderte sich in den letzten zehn Minuten. Plötzlich ging es wieder hin und her, Wohlen kam zu Chancen, die Zuger konterten und hatten ihrerseits Möglichkeiten, die sie aber ganz vorne nicht konsequent genug ausspielten. Auf der anderen Seite rettete Matthias Grob im Zuger Tor einmal, ein anderes Mal stand Paskh Nikollaj auf der Linie goldrichtig und konnte den Ausgleich verhindern. Dank einer kämpferisch starken, solidarischen Teamleistung brachten die Zuger den Sieg nach Hause und konnten schliesslich den ersten Dreier der Saison sichern.

Nun stehen zwei Auswärtsspiele an: Am Mittwoch geht es gegen den FC Besa Biel/Bienne und am kommenden Sonntag spielt Zug 94 auswärts beim Nachwuchs der Grasshoppers Zürich.

Heimspiel gegen den FC Wohlen

Am Samstag geht es weiter mit dem zweiten Spiel in der neuen Saison. Der FC Wohlen ist um 16 Uhr zu Gast bei uns auf der Herti Allmend. Nach dem kräftezehrenden, erfolgreichen Cupspiel gegen den FC Mendrisio, standen diese Woche zuerst die Erholung und dann fokussierte Trainingseinheiten auf dem Programm. Vural Oenen, unser Trainer, sagt: «Gegen Münsingen ist unser Matchplan fast perfekt aufgegangen. Wir sind geduldig gewesen und hätten nur unsere Chancen noch besser nutzen müssen. Wir waren das bessere Team und hätten die drei Punkte verdient. Für mich erfreulich ist, dass wir bisher noch kein Gegentor aus dem Spiel heraus hinnehmen mussten.»

Wohlen ist mit einer Niederlage und einem Sieg in die neue Saison gestartet. Gegen Schötz verlor man 2:0 und unter der Woche schlugen die Aargauer unseren ersten Gegner, den FC Münsingen, mit 2:1. Auch Wohlen stand am letzten Wochenende im Cup im Einsatz. Dabei schlug sich das Team gegen den FC Aarau aus der Challenge League gut und verlor nur mit 1:3. Wir sind also gewarnt.

«Gegen Wohlen erwarte ich ein anderes Spiel als gegen Mendrisio. Wir müssen defensiv weiterhin gut stehen, offensiv aber entschlossener sein. Wir spielen zuhause und wollen dominant auftreten. Drei Punkte sind das Ziel», sagt Vural Oenen.

«Für mich gibt es nur gut oder schlecht»

Julien, unsere 2. Mannschaft hat ein grosses Ziel: Sofortiger Wiederaufstieg in de 3. Liga. Wie siehst du das?
Das Ziel ist ganz klar der Aufstieg. Allerdings müssen wir auch realistisch sein. Unser Team hat einen Altersdurchschnitt von knapp über 18 Jahren. Wir sind damit wohl das jüngste Team in der Gruppe. Es wird sicher einige starke Teams geben, die dank ihrer Erfahrung besser sind. Wir werden aber hart trainieren, mit einem guten Plan in die Spiele gehen und uns von Spiel zu Spiel steigern. So wollen wir bis zum Ende der Vorrunde möglichst viele Punkte holen. Dann werden wir die längere Winterpause nutzen und hart weiterarbeiten.

Es sind nur mehr wenige Spieler der ‘Abstiegsmannschaft’ dabei. Wie sieht das Team heute aus?
Drei Spieler sind noch da vom letzten Jahr. Jetzt haben wir ein sehr junges, dynamisches Team zusammengestellt, mit diversen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Einige Spieler sind zudem von extern neu zu uns gekommen. Wir haben eine Mannschaft, die aus willigen Spielern besteht.

Es ist geplant, auch eng mit der 1. Mannschaft zusammenzuarbeiten. Was erhoffst du dir davon?
Die Zusammenarbeit mit Vural Oenen funktioniert ausgezeichnet. Vural und ich kennen uns schon lange. Wir haben in unseren Aktivkarrieren auch schon gegeneinander gespielt. Ich freue mich natürlich, wenn Spieler, die mit der 1. Mannschaft trainieren, uns ab und zu verstärken und bei uns als Leader vorangehen.

Das Team ist jung. Ist das ein Vor- oder Nachteil?
Für mich gibt es nicht jung und alt. Es gibt nur gut oder schlecht. Am Liebsten habe ich junge Spieler, die lernen wollen und offen für Inputs sind. So können sie sich zusammen mit der Mannschaft weiterentwickeln.

Wie lief die Vorbereitung? Auf was hast du den Schwerpunkt gelegt?
Ich habe die Planung zusammen mit Vural gemacht und wende auch das Pyramidensystem an. Jetzt so kurz vor dem Meisterschaftsstart arbeiten wir noch an der Spritzigkeit.

Du bist bekannt als Trainer, der viel Energie in ein Team bringen kann. Welchen Fussball willst du aber mit der Mannschaft spielen?
Meine Trainervorbilder sind Antonio Conte und Roberto de Zerbi. Ich spiele deshalb gerne einen aggressiven, zweikampfbetonten Fussball. Mein Ziel ist es immer, hoch zu stehen und den Gegner in die eigene Hälfte zu drängen. Das wird mit dem jungen Team nicht immer machbar sein. Wir spielen deshalb wohl zwei Systeme, unter anderem auch ein 4-5-1, das ein wenig defensiver ist.

Allgemein wird eine ausgeglichene Meisterschaft erwartet. Wie schätzt du unsere Gruppe ein?
Man darf keinen Gegner unterschätzen. Jeder Spieler kann rennen, hat ein Herz. Ich geben meinen Spielern mit auf den Weg, dass wir nicht immer alles mit unserer Technik lösen können. Ich erwarte eine harte Saison. Wir müssen physisch noch viel machen. Es wird also wohl eine ausgeglichene Meisterschaft.

Mit wie vielen Punkten gibst du dich nach fünf Runden zufrieden? Würdest du für 10 Punkte unterschreiben?
Damit gebe ich mich nicht zufrieden. Wir trainieren und wollen in den Matches das Beste davon umsetzen. Mein Ziel ist es, unterwegs keine Punkte liegen zu lassen. Ich schlafe besser, nach einem Spiel, wo wir drei Punkte geholt haben (lacht).

Gibt es sonst noch etwas, das dir wichtig ist im Hinblick auf den Saisonstart?
Absolut wichtig ist das Commitment im ganzen Verein. Man darf nicht nur immer auf seine Mannschaft schauen sondern auf den ganzen Verein. Das Soziale ist auch wichtig. Ich bleibe immer nach den Trainings noch da, um mit den Spielern und anderen Leuten aus dem Verein zu reden. Ich gehe auch viele Spiele und manchmal auch Trainings der Junioren schauen. Mein Motto: Ein Verein, eine Farbe. Um als Verein Erfolg zu haben, braucht es jede und jeden, der mithilft.

Nächster Gegner im Cup: FC Breitenrain

Nach dem Cupspiel ist vor dem Cupspiel. Am Wochenende vom 20. September finden die 1/16-Finals des Schweizer Cups statt und wir sind dank des Sieges gegen den FC Mendrisio immer noch dabei. Unser nächster Gegner wird der FC Breitenrain, das Team, das den grossen FC Thun mit 1:0 eleminiert hat. Das Team aus der Promotion League sorgte für eine der grössten Überraschungen am gestrigen Cup-Sonntag. In die Meisterschaft sind die Stadtberner mit einem Sieg und einer Niederlage gestartet.

Uns erwartet in der nächsten Cup-Runde also ein Traditionsverein, der sehr gut eingespielt ist. Doch wie sagt man so schön: Das Spiel beginnt für beide Teams bei 0:0. Im Cup gilt dies ganz besonders, weshalb auch wir uns Chancen ausrechnen dürfen.