Ein Punkt im Tessin, nach hitzigem Spiel

Unsere 1. Mannschaft holte sich einen weiteren wichtigen Punkt gegen den FC Malcantone. Die Ausgangslage war schwierig aufgrund der vielen verletzten und gesperrten Spieler. Die Zuger reisten gerade mal mit 13 Spielern ins Tessin. Und sie waren gewarnt. Er kürzlich besiegte Malcantone den FC Gambarogno gleich mit 4:0.

Entsprechend vorsichtig begannen die Zuger das Spiel und liessen den Ball in ihren Reihen zirkulieren. Malcantone seinerseits zog sich weit zurück und verliess sich ausschliesslich auf seine zwei schnellen Stürmer. Die erste Chance bot sich dann den Zugern. In der 6. Minute konnte Simone Campisi alleine auf den gegnerischen Goalie ziehen, der aber bravourös parierte. Gleich eine Minute später zog Meriton Kastrati aus rund 16 Metern ab. Doch auch hier war der Tessiner Goalie zur Stelle. In der 17. Minute köpfelte Campisi einen Eckball an die Latte. Zug war total überlegen, von Malcantone war bisher nichts zu sehen.

Doch auch Zug verlor mehr und mehr den Faden und spielte plötzlich auffallend häufig quer oder sogar zurück. Dadurch glichen sich die Spielanteile aus, jedoch konnte kein Team auch nur ansatzweise gefährliche Angriffe auslösen. Bis zur 33. Minute. Für einmal spielte Malcantone über den linken Flügel, dieser passte flach in die Mitte, wo Malcantone zuerst einen Zuger Spieler auf der Linie anschoss, dann Lukas Winzap, ebenfalls auf der Linie, abwehren konnte. Beim dritten Anlauf fand der Ball den Weg ins Zuger Tor. Es stand plötzlich 0:1 ohne dass Malcantone zuvor auch nur eine echte Chance gehabt hätte. Zug vermochte vor der Pause nicht mehr zu reagieren und so blieb es bei der Führung für das Heimteam.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: kaum zusammenhängende Angriffe, keine Torchancen. Was sich jedoch änderte war, dass die Partie aggressiver geführt wurde und das Geschehen zuweilen sehr hitzig war. Erst in der 67 Minute hatte Zug wieder einmal eine Chance, der Ball ging aber am Tor vorbei. Eine Viertelstunde vor Schluss dann der Schock für Zug: Aus dem Nichts heraus zückte die Schiedsrichterin die gelb-rote Karte gegen unseren Capitain. Wieder musste Zug also in Unterzahl spielen. Doch die Reaktion kam diesmal: Beim nächsten Eckball köpfelte einer der kleinsten, Dein Barreiro, den Ball ins Tessiner Tor zum 1:1.

Zug hatte sogar noch die Chance zum Sieg. Campisi wurde im Sechzehner umgerissen. Das Schiedsrichtertrio befand allerdings, das Foul sei ausserhalb gewesen. Sie bestraften den Tessiner mit Rot, Zug durfte aus genau 16 Metern einen Freistoss treten, der aber nichts einbrachte.

Somit blieb es beim 1:1, das letztlich ein Abbild des Spiels war. Dank der Niederlage von Sursee konnte unsere 1. Mannschaft ihren Vorsprung an der Tabellenspitze leicht ausbauen. Am nächsten Samstag steht das Derby gegen Cham auf dem Programm. Zug empfängt den Nachbarn um 16 Uhr auf der Herti Allmend.

Zug 94 und David Cos-Gayon gehen getrennte Wege

David Cos-Gayon, seit letztem Sommer Trainer unserer 1. Mannschaft, hat den Vorstand informiert, dass er sein Traineramt in der kommenden Saison nicht mehr weiterführen wird. Er nennt vor allem persönliche Gründe für seinen Entscheid.

Davis Cos-Gayon sagt dazu: «Ich hatte eine tolle, intensive Zeit bei Zug 94. Diese Zeit hat mich persönlich sehr bereichert. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, ab Sommer 2025 nicht mehr als Trainer von Zug 94 zur Verfügung zu stehen. Der Entscheid ist mir nicht leichtgefallen, zumal wir sportlich sehr erfolgreich unterwegs sind und ich auch viele Freunde in Zug gewonnen habe.»

Der Vorstand hat den Entscheid von David Cos-Gayon mit Bedauern entgegengenommen und bedankt sich bei ihm für alles, was er für Zug 94 geleistet hat. Er ist David Cos-Gayon auch dankbar, dass er sich bis zum Saisonende weiterhin voll für den Erfolg des Teams einsetzt. David wird zu gegebener Zeit gebührend verabschiedet.

Nun liegt der Fokus ganz auf der Fortsetzung der Meisterschaft. Gemeinsam mit David werden wir alles daransetzen, das grosse Ziel Aufstieg zu erreichen.

Die frühzeitige Kommunikation ermöglicht es, parallel die Planung der nächsten Saison fortzusetzen. Die Suche nach einem neuen Trainer für die Saison 2025/2026 startet demnach ab sofort.

Jungs, wir sind stolz auf euch!

Unsere CA-Junioren spielten am Mittwoch Abend das Cup-Viertelfinale Zuhause gegen die OG-Kickers. Die Affiche versprach ein spannendes Spiel. Und niemand wurde enttäuscht. Kickers stehen aktuell in der Youth League auf Platz 1, unsere Jungs auf Platz 2. Das Cup-Viertelfinale war wie das vorgezogene Cup-Finale. In einem insgesamt sehr ausgeglichenen Spiel siegte am Ende das glücklichere Team aus Luzern mit 5:4. Gratulation an die Kickers.

Zug 94 ist stolz auf die CA-Jungs und deren Staff! Die Zuschauer haben eine super eingestellte Mannschaft gesehen, die bis zur letzten Sekunde als Team gekämpft hat. Die Enttäuschung mag nun gross sein. Aber solche Spiele machen den Fussball aus und aus solchen Spielen lernt man. Hopp Zug!

Nicht nur das Spiel verloren

Unsere 1. Mannschaft reiste am Wochenende nach Locarno zum Spitzenspiel gegen die erfahrenen Tessiner, die in den letzten Spiele unbeständig unterwegs waren. Dennoch hat Locarno immer noch Chancen um den Aufstieg mitzuspielen. Entsprechend engagiert, ja aggressiv, gingen sie ans Werk. Unsere Mannschaft liess sich davon anstecken und begann ungewohnt nervös. Sie hatte aber die erste Chance in der 8. Minute mit einem Schuss von Marco Trachsel. Bis zur ersten Tessiner Chance dauerte es ganze 19 Minuten, der Schuss ging aber am Tor vorbei.

Was dann folgte, war die wohl spielentscheidende Szene: Elvedin Causi stiess mit einem gegnerischen Verteidiger zusammen, beide Spieler lagen am Boden. Der Schiedsrichter pfiff ein Foul des Zugers und wurde vom Linienrichter gerufen. Nach kurzer Konsultation zeigte er Causi die rote Karte. Scheinbar traf er den Gegner mit dem Ellbogen. Damit hatte das Gästeteam 70 Minuten in Unterzahl vor sich.

Das Spiel beruhigte sich daraufhin ziemlich, Locarno war ideenlos und die Zuger standen gut. Es dauerte bis zur 33. Minute, als Locarno wieder einmal Lukas Winzap mit einem Schuss prüfen konnte. Nur drei Minuten später wurde Meriton Kastrati vom Gegner mit der Hand im Gesicht getroffen. Diesmal zeigte der Schiedsrichter nur Gelb.

Vor der Pause kam Locarno noch zu einem Freistoss aus 30 Metern, den Winzap in Corner lenken konnte. Zug hat ebenfalls noch einen Freistoss, der im Aussennetz landete. So blieb es zur Pause beim 0:0.

Die zweite Hälfte begann mit einem Zuger Paukenschlag: Simone Campisi luchste dem Tessiner Goalie nahe der Eckfahne den Ball ab und spielte zur Mitte. Im allerletzten Moment konnte ein Verteidiger den Fuss dazwischenhalten und den Zuger Schuss blockieren. Das war es dann für eine Weile von Zuger Seite und Locarno drehte nun auf und kam zu einige Chancen. Mehrmals konnte Lukas Winzap parieren, bis er in der 74. chancenlos war. Ein Flankenball kam zur Mitte, wo ein Locarnese den Ball direkt abnahm und im Zuger Tor versenkte.

Zug versuchte im Anschluss daran noch alles und kam auch zu zwei Chancen, die geblockt oder durch den Heimgoalie abgewehrt wurden. Zum Ausgleich reichte es nicht mehr.

Die Zuger verloren somit erstmals seit September 2024 wieder. Was aber wohl noch schwerwiegender ist: Sie hatten ihre Nerven nicht im Griff und kassierten weitere gelbe Karten, was zur Folge hat, dass mehrere Spieler für das nächste Auswärtsspiel am Samstag, 10. Mai 2025, erneut im Tessin (gegen Malcantone) gesperrt sein werden.

Glückhafter Sieg und weitere drei Punkte

Alle erwarteten einen Sieg von unserer 1. Mannschaft beim Heimspiel gegen den FC Ibach. Nach 35 Minuten sah es dann auch nach einem lockeren Spiel und klaren Resultat aus. Zug führte mit 3:0, man durfte sich fragen: Bricht Ibach nun total ein, wie letztes Wochenende in Locarno, wo die Schwyzer gleich mit 7:1 verloren? Doch dann kam alles anders und das Heimteam musste bis zur letzten Sekunde um den Sieg zittern.

Die Zuger starteten wie gewohnt mit viel Spielkontrolle und Ballbesitz, ohne jedoch nach vorne die zündenden Ideen zu haben. Die Ibacher machten es dem Heimteam aber auch nicht einfach. Sie kopierten mehr oder weniger den Spielstil von Gambaragno vom letzten Samstag und stellen hinten alles zu. Teils verteidigten die Gäste mit sechs Spielern auf einer Linie und zwei defensiven Mittelfeldspielern davor. So hatte Zug ganz vorne zuerst Mühe und kam in den ersten 20 Minuten zu keiner nennenswerten Chance. Der Dosenöffner sollte dann ein Standard sein, wie so oft in solchen Situationen: Nach einem Corner für Zug in der 22. Minute schoss Marco Trachsel mit dem zweiten Nachschuss wuchtig ein.

Nun folgte die beste Phase des Heimteams mit mehreren Angriffen über die Flügel. In der 28. Minute spielte Meriton Kastrati den Ball auf der rechten Seite zu Simone Campisi, der in den Sechzehner stürmte und das 2:0 mit einem strammen Schuss erzielte. Nur drei Zeigerumdrehungen später war es wieder Campisi, der Richtung Gästetor zog und dort im Sechszehner gelegt wurde. Den fälligen Penalty verwertete Muhamed Seferi souverän. Zug führe also nach 32 Minuten schon mit 3:0.

Doch dann entschied sich das Team, einen Gang tiefer zu schalten, was Ibach neue Energie gab. Die erste Gästechance des Spiels folgte in der 35. Minute und bei der nächsten in der 40. Musste unser Goalie Lukas Winzap eine Glanzparade auspacken. Er fischte den Ball mirakulös aus der tiefen linken Ecke. Nur zwei Minuten später war aber auch er machtlos, als nach einem Eckball der Ibacher die Zuordnung in der Verteidigung nicht stimmte und die Gäste den Anschlusstreffer per Kopf erzielen konnten. Mit dem 3:1 ging es in die Pause.

Die Zuger schafften es auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht, den Hebel wieder umzulegen und blieben fehlerhaft und wenig inspiriert. Zwar kam das Heimteam zur einen oder anderen Chance, allerdings keine davon zwingend. Ibach schöpfte Hoffnung und spielte immer wieder schnelle Konter, wobei das Zuger Mittelfeld diese durch zu starkes Aufrücken auch ermöglichte. Und so fiel in der 70. Minute das zweite Gästetor zum 3:2. Nur drei Minuten später, wieder nach einem solchen schnellen Gegenstoss, entschied der Schiedsrichter auf Penalty für Ibach. Dabei fühlten die Zuger sich so wie die Berner Young Boys im Cupspiel gegen Biel. Man hätte wohl auch auf Schwalbe entscheiden und keinen Penalty geben können. Doch die Zuger haben ja noch Lukas Winzap, der den Penalty parierte und damit zum Matchwinner für das Heimteam wurde.

Was danach folgte war ein Abnützungskampf, hitzige Szenen, teils harte Fouls – eines davon wurde mit einer roten Karte gegen Ibach geahndet. Zug verteidigte mit aller Kraft, Ibach versuchte nach vorne zu spielen, kam aber nicht mehr zu grossen Chancen. Zug hatte noch den einen oder anderen Konter, es fehlte aber die Präzision im Abschluss. Diese letzten rund 30 Minuten  – der Schiedsrichter liess ganze 12 Minuten nachspielen – waren wohl die längste halbe Stunde der bisherigen Zuger Saison.

Am Ende jubelte das Heimteam über drei hart erkämpfte und glückliche Punkte. Und weil die wichtigsten Gegner an der Tabellenspitze alle patzten, konnte unsere 1. Mannschaft ihre Tabellenführung gar ausbauen. Das war wichtig, denn am Sonntag geht es ans Auswärtsspiel gegen den FC Locarno.

Wichtiger Auswärtspunkt im Tessin

Im Herbst kam es nach drei gespielten Runden zum Spitzenspiel zwischen Zug und Gambarogno auf der Herti Allmend. Beide Teams hatten einen idealen Saisonsstart mit drei Siegen. Zug gewann das Spiel mit 1:0, nach einem harten Kampf. Seither hat unsere 1. Mannschaft mehrheitlich sehr überzeugend gespielt und ist souveräner Tabellenführer. Gambarogno spielte aber ebenfalls eine gute Saison und überzeugte vor allem mit einer ausgezeichneten Defensive. So trafen am Samstag im Tessin die beste Offensive der Liga (Zug 94) auf die beste Defensive (Gambarogno). Das Resultat: keine Tore auf beiden Seiten.

Trotz des Resultats von 0:0 gab es dennoch einige Torchancen. Zug hatte vier grosse, doch mehrmals rettete der Tessiner Goalie mirakulös. Die Gäste hatten insgesamt zwar deutlich mehr Ballbesitz und spielten permanent nach vorne. Die Tessiner hingegen hatten sich wohl ein 0:0 zum Ziel gesetzt und verteidigten oft zu zehnt. Dies machten sie aber so gut, dass die Zuger insgesamt trotz viel Dominanz nur selten hinter die Verteidigungslinie des Heimteams kamen. Und wenn, ja, dann war da noch der gegnerische Torwart, der alles hielt, was auf seinen Kasten kam.

Gambarogno zeigte also genau das, was von ihnen zu erwarten war. Ihre Defensive war stark, offensiv verliessen sie sich auf einige wenige Konter. Ihre erste von total zwei grösseren Chancen hatten sie erst in der zweiten Halbzeit, als Zug hinten leicht mehr aufmachte und den Siegtreffer suchte. Angesichts der insgesamt grösseren Anzahl Tormöglichkeiten hätte Zug den Sieg auch verdient gehabt. Es blieb aber beim torlosen Unentschieden und einem weiteren wichtigen Punkt für unsere 1. Mannschaft.

Am Mittwoch geht es gleich weiter: Der FC Ibach ist auf der Herti Allmend zu Gast. Das Spiel beginnt um 20:00 Uhr.

Gold-Sponsor Tickmill verlängert um drei Jahre

Wir freuen uns sehr, dass unser langjährige Gold-Sponsor Tickmill, ein globales Online-Brokerage-Unternehmen, Zug 94 weitere drei Jahre unterstützt. Wir bedanken uns ganz herzlich für das Vertrauen und die grosszügige Unterstützung unseres Vereins.

Ingmar Mattus ist Mitgründer von Tickmill und ist mit seiner Familie sehr oft auf unsere Fussballplätzen zu sehen. Zwei seiner drei Söhne spielen bei Zug 94 und er selbst schaut leidenschaftlich gerne Fussballspiele. Er sagt zum Engagement von Tickmill: «Zug 94, der grösste Sportverein im Kanton Zug, spielt eine zentrale Rolle bei der Förderung eines gesunden und aktiven Lebensstils für junge Sportler. Der Verein setzt sich dafür ein, durch Fussball Freundschaften, Teamgeist und wichtige Lebenskompetenzen zu vermitteln.

Tickmill ist weltweit für sein Engagement in lokalen Gemeinschaften bekannt, und diese Partnerschaft ist ein hervorragendes Beispiel für gesellschaftliches Engagement. Die Entwicklung junger Menschen spiegelt sich in Tickmills anhaltender Unterstützung wider, die es den jungen Spielern ermöglicht, hochwertige Trainingsmöglichkeiten, eine gute Infrastruktur und wertvolle Erfahrungen zu erhalten.

Auch wenn das Sponsoring eines lokalen Vereins nicht sofort geschäftlichen Nutzen bringt, ist der Mehrwert für die Gesellschaft enorm. Fussball lehrt Kinder die Bedeutung von Teamarbeit, Kommunikation und Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die ihnen weit über den Sport hinaus helfen werden. Gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, ist eine essenzielle Fähigkeit, die ihnen auch in ihrem späteren Berufsleben von grossem Nutzen sein wird. Diese Partnerschaft ist mehr als nur ein Sponsoring – sie ist eine Investition in die Zukunft der Gemeinschaft und die nächste Generation von Führungspersönlichkeiten.»

Nochmals herzlichen Dank an Tickmill und die Familie Mattus. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre mit euch.

Tabellenführung ausgebaut

Nach dem hart erkämpften Auswärtssieg vom letzten Wochenende in Goldau war man gespannt, wie unsere 1. Mannschaft gegen den erstarkten FC Emmenbrücke auftreten würde. In den bisherigen Heimspielen überzeugte das Team jeweils mit schnellem Angriffsfussball und schönen Toren.

Der Start ins Spiel gegen Emmenbrücke schloss an diese Auftritte an. Zug nahm das Spiel sofort in die Hand und spielte nach vorne. Einzig die Präzision rund um den Sechzehner der Gäste liess zu Beginn zu wünschen übrig. Es kam zu relativ vielen einfachen Abspielfehlern – etwas, das die Zuger im gesamten Spiel nicht abschalten konnten. Doch auch Emmenbrücke zeigte schnellen Kombinationsfussball, wenn auch mit weniger Ballbesitz als das Heimteam. Die Zuger mussten also auf der Hut sein und durften nicht zu viele Risiken eingehen. So gab es in der ersten Viertelstunde keine zwingende Torchance. Dann folgten aber drei ‘intensive’ Minuten. In der 19. Minute traf Fuat Sulimani nach einem Eckball mit seinem Kopfball nur die Torumrandung. Im Gegenzug unterlief der Zuger Innenverteidigung ein Fehler, den Emmenbrücke sogleich zu Führung ausnutzen konnte. Doch Zug reagierte umgehend. Der wiederum in Hochform spielende Simone Campisi fasste sich beim ersten Angriff nach dem Wiederanpfiff ein Herz und zog aus über 20 Metern ab. Der präzise Schuss landete im tiefen rechten Eck zum viel umjubelten Ausgleich.

Nach diesem Feuerwerk beruhigte sich das Spiel wieder, mit leichten Vorteilen für das Heimteam. Doch man spürte, dass unsere Mannschaft den zweiten Treffer noch vor der Pause unbedingt wollte. Gleichzeitig hatte man das Gefühl, dass auch Emmenbrücke, zwar ohne zwingende Torchancen, immer wieder für ein Tor gut sein konnte. Schliesslich gelang den Zugern in der 37. Minute doch der Führungstreffer. Nach einem Freistoss aus dem Mittelfeld heraus rückte Lucas Claser auf und versorgte den Ball aus fünf Metern im Gästetor. Dabei blieb es bis zu Pause, Zug führte verdient mit 2:1.

In der zweiten Halbzeit dauerte es wiederum rund 10 Minuten, bis es zu ersten Torchancen kam. Dann sahen die Zuschauer aber solche im Minutentakt. Cleric Njau, Marco Trachsel, Elvedin Causi und Muhamed Seferi hatten diese bevor erneut Cleric Njau eine nutzen konnte. Mit einem wuchtigen Kopfball erzielte er die 3:1 Führung für Zug. Emmenbrücke versuchte noch einmal zu reagieren, doch die beste Chance auf ein nächstes Tor hatte Elvedin Causi. Der Emmenbrückner Torhüter parierte jedoch seinen Penaltyversuch in der 74. Minute. So mussten die Zuschauer bis in die Nachspielzeit warten, bis das 4:1 doch noch fiel. Simone Campisi erzielte dieses nach einem Konter und war damit Doppeltorschütze, nachdem er schon in Goldau mit seinem Tor das Spiel für Zug entschieden hatte.

Da sowohl Locarno als auch Sursee ihre Spiele verloren, konnte unsere Mannschaft ihre Tabellenführung ausbauen. Ein wahrlich guter Fussballabend für die Zuger. Am 26. April kommt es nun zum Spiel gegen den FC Gambarogno. Die Tessiner stehen auf Rang drei der Tabelle und spielen eine konstante Saison. Es erwartet unsere Mannschaft ein hartes Auswärtsspiel.

Campisi verzückt Zug

Mit einem Traumtor erlöste Simone Campisi Zug 94 beim Auswärtsspiel gegen den SC Goldau in der 87. Minute. Er setzte sich gegen drei gegnerische Spieler durch und schoss kaltblütig zum Führungs- und letztendlich auch Siegtreffer für die Zuger ein.

Doch schauen wir kurz zurück: Goldau ist bisher die einzige Mannschaft, die Zug 94 in dieser Saison bezwingen konnte. Im Hinspiel im September ging Zug zwar mit 1:0 in Führung, doch die Goldauer drehten das Spiel in den letzten zehn Minuten und siegten auf der Herti Allmend mit 2:1. Dieses Resultat hatten beide Teams wohl noch im Hinterkopf, als es am Samstag in Goldau zum Rückspiel kam. Die Goldauer waren hoch motiviert und wollten es den Zugern erneut zeigen. Die Zuger spielten relativ vorsichtig, suchten die Spielkontrolle und wollten ihre Siegesserie im Frühjahr fortsetzen.

Zug hatte insgesamt mehr Ballbesitz und leichte Chancenvorteile. Doch auch Goldau tauchte gefährlich vor Lukas Winzap auf und zeigte, dass dieses Spiel auf beide Seiten kippen konnte. Insgesamt war es aber von beiden Seiten keine spielerische Glanzleistung. Nach 25 animierten ersten Minuten flachte die Partie zunehmends ab und es waren kaum Torchancen zu verzeichnen. Zur Pause stand es gerechterweise immer noch 0:0.

Nach der Pause kam Zug schwungvoller aus der Kabine und hatte einige gute Chancen, welche die Gäste aber nicht verwerten konnten. Die grösste Möglichkeit auf Zuger Seite hatte Fuat Sulimani in der 71. Minute. Sein Schuss konnte der Goldauer Goalie jedoch parieren. Einige Minuten später hatten dann die Goldauer die Chance zum Führungstor. Diesmal glänzte der Zuger Goalie und hielt den Schuss. Als die Zuschauer sich langsam auf ein torloses Unentschieden einstellten, kam Simone Campisis grosser, eingangs beschriebener Auftritt und sein Traumtor.

Goldau vermochte nicht mehr zu reagieren und musste nach eine guten Spiel als Verlierer vom Platz. Die Zuger nahmen also Revanche und festigten ihre Position als Tabellenführer weiter.

Am Mittwoch geht es weiter mit dem Heimspiel gegen den FC Emmenbrücke. Im Herbst siegte Zug auswärts mit 7:1. Doch mittlerweile hat sich Emmenbrücke gefangen und spielt seit der Winterpause deutlich verbessert. Zug ist also gewarnt. Das Spiel beginnt um 20.00 Uhr auf der Herti Allmend.

Hier könnt ihr das ganze Spiel gegen Goldau nachschauen: Video SC Goldau gegen Zug 94

Über 150 Gäste am Zug 94 Fussball-Talk

Zug 94 hat einen neuen Fan: Nationaltrainerin Pia Sundhage war gestern in Zug zu Gast und nahm am Fussball-Talk von Zug 94 zusammen mit der Women’s EURO Direktorin Doris Keller teil. Moderiert wurde der Talk von Marco Keller, Journalist und Buchautor.

Pia Sundhage und Doris Keller waren sich einig: Es ist das Grösste, was man erleben kann. Eine Europameisterschaft im eigenen Land: «Dies wird so viel im Frauenfussball bewegen und es ist für die Gesellschaft als Ganzes so wichtig.»

Über 150 Supporter, Sponsoren und Mitglieder von Zug 94 kamen ins Parkhotel an diesen einzigartigen Anlass. Dabei waren auch mehr als 40 eigene Juniorinnen und Spielerinnen der Frauenabteilung von Zug 94. Insbesondere die jungen Spielerinnen löcherten die Nati-Trainerin mit Fragen. Ihr wichtigster Tipp lautete: «Wenn euch etwas nicht gelingt, versucht es einfach wieder und wieder. Nie aufgeben, immer daran glauben und jeden kleinen Fortschritt feiern.»

Ein fantastischer Anlass, spannende Diskussionen und eine tolle Athmosphäre. Zug 94 ist stolz, Gastgeberin für dieses Highlight gewesen zu sein und mit seiner rasch wachsenden Frauenabteilung einen Beitrag zur Förderung des Frauenfussballs zu leisten.