GV von Zug 94: Mitgliederzahlen steigen weiter

Zug 94 blickt auf ein in allen Belangen gutes Vereinsjahr zurück. Im Männerbereich spielte man sportlich vorne mit, bei den Frauen stellt man neu wieder ein Aktivteam. Insgesamt steigen die Mitgliederzahlen weiter an und der Verein wirtschaftet erfolgreich.

An der 31. Generalversammlung von Zug 94, die erstmals vom neuen Präsidenten Flemming Ornskov geleitet wurde, dominierte allgemeine Zufriedenheit. So erwähnte der Präsident zu Beginn, dass alle Funktionäre und der Vorstand wieder ausgezeichnet gearbeitet haben und er bedankte sich auch bei allen Personen, die den Verein jahraus jahrein unterstützten.

Sportlich blickt Zug 94 auf ein gutes Jahr zurück. Die 1. und 2. Mannschaft haben die sportlichen Ziele zwar knapp nicht erreicht, jedoch lange vorne mitgespielt. Insbesondere in der 2. Liga Interregional war Zug in den vergangenen Jahren der einzige Deutschschweiz Club, der die finanzstarken Tessiner fordern konnte.

Neu wieder ein Frauen-Team

Nur knapp zwei Jahre nach der Gründung der Juniorinnen-Abteilung spielt Zug 94 dieses Jahr wieder mit einem Frauenteam an der Meisterschaft mit. Damit wurde eines der grossen Ziele anlässlich der Gründung erreicht. Zudem zählt die Frauen-Abteilung nun bereits acht Teams mit über 120 Spielerinnen. Sie trug so massgeblich zum Mitgliederwachstum von Zug 94 bei. Auch das vor einem Jahr neu integrierte Special Team (ehemals FC Zuwebe) ist ein Riesengewinn für den Verein.

Zug 94 ist aber auch wirtschaftlich gut unterwegs und geht weiter konsequent seinen Weg. Dies stösst bei immer mehr Unternehmen und Privatpersonen auf positive Resonanz: So konnte Zug 94 die Sponsoring-Einnahmen innerhalb von zwei Jahren beinahe verdoppeln und die beiden Gönner- und Supporter-Clubs verzeichnen einen starken Mitglieder-Anstieg. Dies unter anderem dank einem abwechslungsreichen Programm mit zahlreichen Events und Netzwerkaktivitäten sowie gemeinsamen Besuchen der Spiele der 1. Mannschaft.

Änderungen im Juniorenbereich

Nach über fünf Jahren als Junioren-Obmann gab Biagio Campisi an der GV seinen Rücktritt bekannt. Die Mitglieder wählten Milutin Draskovic zu seinem Nachfolger. Gleichzeitig wurde auch die Funktion eines Technischen Leiters für den Kinderfussball geschaffen. Damit soll die Weiterbildung der Trainerinnen und Trainer und die fussballerische Ausbildung bei den jüngsten Mitgliedern verbessert werden.

Schliesslich wurde an der GV auch auf die zahlreichen Anlässe und Turniere im Laufe des Jahres hingewiesen, die allesamt hervorragend organisiert waren. Diese sind für den Verein sehr wichtig, verlangen aber nach immer mehr organisatorischem Aufwand. Deshalb will Zug 94 den Vorstand stärken und eine zusätzliche Person, die für den Event-Bereich verantwortlich ist, aufnehmen. Die Suche wurde eingeleitet.

Niederlage für die 1. Mannschaft

Nach zuletzt vier Siegen in Folge startete das Heimteam erstaunlich verhalten und vorsichtig. Es dauerte bis zur 13. Minute bis Zug erstmals gefährlich vor dem Goldauer Tor auftauchte. Die Gäste konnten aber nach einer Flanke von rechts im Fünfer klären. Es folgten gleich zwei weitere Zuger Chancen mit guten Abschlüssen. Doch Zählbares schaute dabei nicht heraus. Doch dann ein Schockmoment für die Zuger: Goldau wagte sich erstmals über die Mittellinie, zog rechts zum Flügel, von wo der Ball zur Mitte auf Noah Bachmann kam. Dieser stand plötzlich ganz alleine vor Lukas Winzap. Zum Glück für das Heimteam traf er mit seinem Schuss nur die Latte. Dies schien die Zuger kurz zu verunsichern, folgten doch zahlreiche Fehlpässe im Mittelfeld. Ungewohnt für das eigentlich spielstarke Zug. Kurz vor der Pause erspielte sich das Team noch zwei weitere Chancen, ohne jedoch zu reüssieren.

Von Goldau war in der ersten Halbzeit nicht viel zu sehen. Der Gast stand sehr tief in der eigenen Hälfte und war darauf bedacht, den Zugern keinen Raum für ihr Spiel zu lassen. Zug seinerseits hatte gute Phasen mit einigen offensiven Aktionen. Darauf folgten aber auch immer wieder schlechtere Phasen mit zu wenig Präzision. Somit war das 0:0 zu Pause das logische Resultat.

Der Trainer der Zuger scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Zudem wechselte er Dein Barreiro ein, der die linke Angriffseite sogleich belebte. In der 47. Minute kam er gleich zu einer Doppelchance, die er aber nicht nutzen konnte. Insgesamt war nun aber mehr Tempo im Zuger Spiel. Doch wiederum sorgte ein Goldauer Nadelstich für Aufregung bei den Zugern. Bei einem Freistoss in der 55. Minute musste Winzap sich strecken und konnte den Ball knapp um den Pfosten lenken. Darauf folgte wieder eine Phase mit wenig zusammenhängendem Spiel. Bis in der 68. Minute. Dann spielte Zug für einmal wieder schnörkellos nach vorne und konnte nur mit einem Foul gestoppt werden. Dein Barreiro verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt zur viel bejubelten 1:0 Führung des Heimteams.

Was nun folgte waren einige schön vorgetragene Zuger Angriffe. Doch irgendwie bekam man das Gefühl nicht los, dass die Zuger heute hinten anfälliger waren als sonst. Und so kam es, dass Goldau nach einem ihrer seltenen Angriffe in der 81. Minute zu einem Eckball kam. Die Zuteilung in der Zuger Defensive stimmte nicht und schon stand es 1:1.

Das Heimteam reagierte sofort und erspielte sich nun eine Chance nach der anderen. Aber entweder war der Abschluss zu schwach oder die Schüsse wurden von den Goldauer Verteidigern geblockt. Und wie die alte Fussballerweisheit sagt: Wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten. Tief in der Nachspielzeit griff Goldau noch einmal an. Wieder waren die Zuger im Mittelfeld und in der Verteidigung zu wenig konsequent. Goldau nutzte dies eiskalt aus und erzielte den Siegtreffer zum 1:2.

Nächsten Sonntag geht es für unser Team auswärts gegen den FC Emmenbrücke. Das Spiel findet um 16 Uhr statt.

Auswärtssieg in Emmen

Unsere 1. Mannschaft gewann auch ihr viertes Saisonspiel. Diesmal auswärts mit 4:1 gegen den SC Emmen nach einem harten Stück Arbeit. Der Platz war schwer bespielbar und der Gegner spielte defensiv sehr kompakt. Die 1:0 Führung für die Zuger zur Pause war denn auch das Resultat grosser Effizienz. Praktisch mit der einzigen nennenswerten Chance erzielte Christopher Teichmann in der 33. Minute den Führungstreffer.

Nach der Pause passierte das, was viele Teams in dieser Liga auszeichnet. Sie spielen hinten sehr diszipliniert und haben vorne mindestens einen schnellen Stürmer für das Konterspiel. Emmen zeigte genau das und kam so in der 49. Minute zum Ausgleich. Der Zuger Trainer Dave Cos-Gayon wechselte danach diverse Spieler ein, die im letzten Heimspiel noch von Anfang an spielten. Dazu gehörte unter anderem auch Simone Campisi, der eine sehr gute Partie zeigte. Doch zu ihm später mehr. Zunächst war es wieder der Zuger Torgarant Elvedin Causi, der mit einem platzierten Kopfball in der 72. Minute für den Befreiungsschlag sorgte und Zug mit 2:1 in Führung brachte. Danach musste Emmen aufmachen und die Gäste konnten diverse schnelle Konter fahren. Und nach einem solchen erzielte Simone Campisi das 3:1 in der 89. Minute. In der Nachspielzeit schoss Elvedin Causi noch das letzte Tor zum Schlussstand von 4:1 für Zug.

Wir haben  nach dem Spiel mit dem Trainer Dave Cos-Gayon über das Spiel und den erfolgreichen Saisonstart gesprochen.

Dave, wie siehst du das Spiel gegen Emmen. Ein hart erkämpfter Sieg?

Ja, absolut. Ich habe ein schwieriges Spiel erwartet, aber es war definitiv eine grosse Willensleistung nötig, um in Emmen zu gewinnen. Nach dem Top-Spiel vom Mittwoch gegen den SC Buochs war es klar, dass man nicht immer so gut spielen kann. Deshalb bin ich sehr froh, haben wir reagieren können und drei Punkte mitgenommen.

Du hast diverse Spieler, die gegen Buochs noch von Anfang an dabei waren, zunächst noch auf der Bank gelassen. Warum?

Wir haben 15 Spiele in der Vorrunde und mit dem Mittwochspiel war die Belastung in den letzten Wochen gross. Deshalb wollten wir eine frische Offensive bringen. Zudem waren einzelne Spieler krank oder teils abwesend. Wir haben ein grosses Kader und genug Qualität bei allen Spielern. Jeder kann jeden ersetzen. Diesen Vorteil müssen wir nutzen.

Was hat das Spiel schliesslich für Zug entschieden?

Unsere Mentalität und die Kaderbreite. Alle sind füreinander gegangen und wollten diesen Sieg. Dabei sind wir aber auch ruhig geblieben und liessen uns auch auf keine unnötigen Diskussionen mit den Schiedsrichtern ein. Zudem haben wie eingewechselten Spieler richtig Dampf gemacht.

Welche Bilanz ziehst du nach den ersten vier Saisonspielen insgesamt?

Wir sind auf Kurs und arbeiten alle auf ein Ziel hin. Wichtig ist dabei die richtige Einstellung. Wir wollen bescheiden sein und denken nur von Spiel zu Spiel. Wir trainieren hart und sind eine Gruppe mit vielen guten Typen. Ich sehe bereits eine gewisse Stabilität und eben auch die erwähnte mentale Stärke. Nur so kannst du ein schwieriges Spiel wie gegen Emmen in deine Bahnen lenken.

Nun folgt am Samstag Goldau.

Ja, ein sehr erfahrenes Team. Das wird sicher ein spannendes Spiel. Die Liga ist sehr ausgeglichen und es hat viele Teams mit Spielern, die Erfahrung aus höheren Ligen mitbringen. Wenn du als Team nicht mit der richtigen Einstellung spielst, dann reicht es nicht. Nur mit spielerischen Mitteln kommst du in dieser Liga nicht durch. Und es braucht nur ein leichtes Nachlassen und schon verlierst du.

Kannst du am Samstag wieder auf alle Spieler zählen?

Stand jetzt: Ja. Die Kaderbreite hat den grossen Vorteil, dass wir Abwesende gut ersetzen können. Wenn aber alle da sind, heisst das auch, dass einzelne Spieler nicht zum Zuge kommen. Ich denke, das haben wir bisher gut bewältigt. Das breite Kader wird uns am Ende noch sehr helfen, denn diese Liga ist enorm physisch.

3. Spiel, 3. Sieg.

Auch im Nachholspiel aus der 1. Runde startete Zug gut in die Partie und übernahm sogleich das Spieldiktat. Und auch diesmal wurde dies belohnt: Nach X Minuten spielte Zug die Buochser Abwehr mit Geduld aus: Schnell über das Mittelfeld auf den rechten Flügel, von dort kam der Ball in den Sechzehner und schliesslich über mehrere Stationen zu Simone Campisi, der überlegt in weitere Eck einschoss.

Auch nach dem Führungstor spielten die Zuger attraktiven, offensiven Fussball, der teils sehr schöne Kombinationen zur Folge hatte. Meist ging es über die Flügel in die Tiefe und von dort in die Mitte, als Flanke oder Ball in den Rücken der Verteidigung. Buochs hielt auch dagegen und kam in der 19. Minute zu einer guten Chance, die im letzten Moment geblockt wurde. Ansonsten wurde es im Zuger Strafraum nur gefährlich, wenn die heimischen Verteidiger den Ball zu lange hielten oder zu wenig konsequent wegspielten. Nach vorne nahm Zug anschliessend ein wenig Tempo raus, blieb aber das gefährlichere Team. Ebenfalls erwähnenswert: Dein Barreiro schnappte sich nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte den Ball, lief knapp über die Mittellinie und schoss von dort. Der Ball ging knapp über das Tor. Eine Führung mit zwei Toren zur Halbzeit wäre nicht gestohlen gewesen.

Und die zweite Halbzeit begann gleich mit einem weiteren Paukenschlag. Oder besser: zwei. Zuerst ein Freistoss von Zug in den Fünfer, wo der Ball nach einem Abpraller von den Zugern ins Tor spediert wurde. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Offside. Zug hakte gleich nach und beim nächsten Angriff passte es dann. Dein Barreiro schoss das zweite Zuger Tor.

Doch Buochs reagierte, drückte Zug in die Verteidigung und kam zu drei aufeinanderfolgenden Eckbällen. Diese brachten zwar nichts ein, aber beim nächsten Angriff kam es zu einem Zuger Foul am eigenen Sechzehner. Der folgende Freistoss fand durch die Mauer hindurch den Weg ins Zuger Tor zum 1:2. Für einen kurzen Moment schien das Spiel zu kippen, denn Buochs erspielte sich zwei weitere Chancen.

Aber das Heimteam bewies seinen Charakter und übernahm nach und nach wieder das Zepter und erzielte in der 72. Minute das 3:1 mittels Penalty. Anschliessend kam Zug noch zu diversen guten Kontermöglichkeiten, die aber nicht genutzt wurden. So blieb es beim verdienten 3:1 und Zug feierte den dritten Sieg in Folge. Ein sehr gelungener Saisonstart, der das Team auf Platz zwei führt.

Am Samstag geht es weiter mit dem Auswärtsspiel gegen den SC Emmen.

Sieg gegen einen starken Gegner

Wieder erwischte unsere Mannschaft einen Traumstart. Wie schon vor einer Woche in Lachen kam das Team mit Schwung aus der Kabine, übernahm gleich das Spieldiktat und erzielte praktisch mit dem ersten Angriff das Führungstor. Dieses gelang Marco Trachsel mit einem schönen Weitschuss. Auch danach spielte vorallem Zug und liess gegen die Gäste aus Brunnen nur sehr wenig zu. Aus dieser Überlegenheit resultierten diverse Chancen, die jedoch allesamt nicht genutzt wurden. Und so kam es wieder einmal so, wie man es kennt: Wer die Tore vorne nicht macht, bekommt sie hinten. Brunnen spielte auf den pfeilschnellen Flügelstürmer der bis zur Grundlinie lief und den Ball zur Mitte brachte. Dort stand Admir Novalic und brauchte nur noch einzuschieben. So stand es plötzlich 1:1. Doch die Zuger reagierten und zeigten wohl die beste Phase im Spiel und kam unter anderem zu einem Pfostenschuss und schliesslich in der 42. Minute zum erneuten Führungstreffer. Elvedin Causi schoss nach einer schönen Einzelaktion im Sechzehner von Brunnen ins lange Eck.

Auch nach der Pause dominierte Zug klar, ohne jedoch zu weiteren grösseren Chancen zu kommen. Gleichzeitig liess das Team aber hinten nichts zu, gewann viele Zweikämpfe und war sehr konzentriert. Dies brauchte es auch gegen einen physisch starken Gegner, der bis zum Schluss an einem Punktgewinn schnupperte. Die Zuger brachten den 2:1-Sieg schliesslich aber verdient nach Hause.

Weiter geht es am Mittwoch mit dem Nachholspiel gegen den SC Buochs. Anspiel ist um 20 Uhr auf der Herti Allmend.

Auswärtssieg zum Saisonstart

Der Saisonstart unserer 1. Mannschaft ist gelungen. Sie besiegt den FC Lachen/Altendorf auswärts mit 3:1. Dies nach einer überzeugenden ersten Halbzeit und einem offenen Schlagabtausch in der zweiten.

Zug begann das Spiel optimal. Praktisch mit dem ersten Angriff fiel das Führungstor. Nach einem weitern Ball auf der linken Seite zog Marco Trachsel zur Grundlinie, spielt von dort zur Mitte, wo Muhamed Seferi den Ball direkt abnahm und das Tor erzielte. Danach kontrollierte Zug das Spiel ohne ganz vorne jedoch gefährlich zu werden. In der 23. Minute kann Elvedin Causi dann von ausserhalb des Sechzehners abziehen. Der Gegner blockt den Schuss, allerdings war es ein Handspiel. Causi verwandelte den fälligen Elfmeter souverän. Anschliessend hat Zug zwar mehr vom Spiel, doch das Heimteam kommt auch zur einen oder anderen Chance. Schliesslich hätte in der 45. Minute das wohl vorentscheidende 3:0 für die Zuger fallen müssen. Nach einer Flanke von Meriton Kastrati stand Elvedin Causi alleine vor dem Tor. Er traf den Ball jedoch nicht richtig und verfehlt das Ziel. Pausenstand 2:0 für Zug 94.

Nach der Pause kam Lachen besser ins Spiel und übernahm das Spieldiktat. Vorerst noch ohne zu grossen Chancen zu kommen. In der 55. Minute kam es dann zu einem Freistoss für Lachen aus rund 20 Metern. Der nicht sonderlich gut getretene Ball sprang vor dem Zuger Goalie unglücklich auf und rutschte schliesslich unter ihm hindurch ins Tor. Nun war Lachen klar spielbestimmend und machte Druck. Die Zuger konnten diesem aber standhalten und kamen ihrerseits, vorallem in den letzten zehn Minuten, zu diversen guten Kontermöglichkeiten. Diese wurden allesamt nicht genutzt bis es wieder Elvedin Causi war, der einnetzte. Somit gewann Zug letztlich verdient mit 3:1, obwohl es in der zweiten Halbzeit nachgelassen hatte.

Am nächsten Samstag findet das Heimspiel gegen den FC Brunnen auf der Herti Allmend statt. Spielbeginn ist um 16 Uhr.

«Ich sehe den grossen Umbruch positiv»

Am Sonntag um 14 Uhr geht es mit dem ersten Heimspiel unserer zweiten Mannschaft los. Der FC Erstfeld ist auf der Herti Allmend zu Gast. Wir haben Egidio Vertà, dem Trainer der zweiten Mannschaft über die neue Saison gesprochen.

Egidio, du hattest die letzten zwei Jahre Erfolg mit jeweils einer jungen Mannschaft. Diesmal ist sie noch jünger. Wie siehst du das?

Wir haben in der Tat eine sehr junge Mannschaft. Das ist einerseits eine Herausforderung und andererseits eine Chance. Ich spüre, dass die Jungen Gas geben und lernen wollen. Ich sehe den grossen Umbruch deshalb positiv. Er ist zudem auch eine Chance für die Jungen. Die Saison wird zwar nicht einfach aber das Potenzial ist auf jeden Fall da.

Wie ist denn das Team zusammengestellt?

Das Durchschnittsalter ist 20.8, wir sind also sehr jung. Im Vergleich zur letzten Saison ist die Mannschaft aber homogener. Letztes Jahr war der Unterschied zwischen den jüngeren und den älteren Spielern sicher grösser. Wir sind technisch wieder stark. Aktuell sehe ich die grössten Mängel in der Ordnung auf dem Platz. Jeder muss noch besser seine Position halten und die Rolle, die er hat, disziplinierter ausüben. Daran arbeiten wir. Aber es braucht sicher noch Zeit.

Ist das Team stärker einzustufen als letztes Jahr?

Das ist schwierig zu sagen. Gewisse Dinge sind sicher besser, andere aber auch weniger gut. Leider konnten wir wegen den Ferienabwesenheiten zu wenige Testspiele machen. Für mich ist es deshalb aktuell schwierig einzuschätzen, wo wir gerade stehen. Ich bin aber optimistisch und glaube daran, dass wir eine gute Saison spielen werden.

Welche Ziele habt ihr für die Vorrunde?

Ganz einfach: möglichst viele Punkte holen. Ich will jetzt kein konkretes Ziel bezüglich Tabelle vorgeben. Wir wollen einen aktiven, positiven Fussball spielen und die Jungen sollen sich so rasch wie möglich an den höheren Rhythmus gewöhnen. Das braucht aber ein paar Spiele. Nach der Vorrunde werden wir sehen, wo wir stehen und ob wir uns neu orientieren müssen.

Du hast es bisher immer geschafft, über die Saison aus vielen neuen Spielern ein Team zu formen, das zusammenhält und füreinander geht. Wie machst du das?

Das bin nicht nur ich. Es braucht den ganzen Staff und auch alle Spieler. Ich versuche, viel mit den Spielern zu reden. Ich bin ehrlich und direkt, was geschätzt wird. Auch sehe ich in jedem zuerst einmal einen Menschen und nicht unbedingt einen Spieler. Alle haben auch private Sorgen und Themen, die es ernst zu nehmen gilt. Auf diese Weise will ich das Wir-Denken fördern. Ein gutes Team gewinnt und verliert zusammen.

Auf welche Spiele freust du dich besonders? Das Derby gegen Baar gibt es ja jetzt nicht mehr.

Alle Spiele haben ihre eigene Geschichte und Faszination. Im Muotathal hat es beispielsweise immer viele Zuschauer. Speziell wird sicher das Spiel gegen den Aufsteiger Menzingen. Dort habe ich selber einige Jahre gespielt und immer noch viele Freunde. Dann sicher die Zuger Derbys gegen Rotkreuz oder Steinhausen.

Welche 2-3 Spieler könnten aus deiner Sicht dieses Jahr zur grossen Überraschung deiner Truppe werden?

Ich möchte hier keine Namen nennen, weil ich keinen Druck aufsetzen will. Ich habe sicher den einen oder anderen im Kopf, von dem ich mir besonders viel erwarte. Aber grundsätzlich geht es ums Team und darum, dass jeder sein Bestes zum Wohle der Mannschaft gibt. Wenn wir diese Einstellung haben, können wir alle überraschen.

Was wünscht du dir vom Verein und von den Fans für deine Mannschaft?

Natürlich so viel Unterstützung wie möglich. Wir brauchen die Fans. Ich erhoffe mir auch, dass alle die zweite Mannschaft als wichtigen Teil des Vereins sehen. Da sind wir auf gutem Weg. Kommt alle vorbei und feuert uns an, damit wir gemeinsam erfolgreich sind.

Ein Fussballfest. Trotz Dauerregen.

Nach wochenlanger Vorbereitung war es gestern endlich soweit: Zug 94 gegen den FC Zürich im Schweizer Cup. Alles war bereit und organisiert. Über 3700 Fans kamen ins Herti Allmend Stadion. Einzig Petrus hatte keine Lust auf Fussball. In den Stunden vor Spielbeginn regnete es sintflutartig, der Platz stand unter Wasser. Fast hätte das Spiel verschoben werden müssen. Doch dank vereinten Kräften gelang es, einen Teil des Wassers abzupumpen. Das Spiel konnte pünktlich beginnen.

Für einmal verzichten wir an dieser Stelle auf einen Spielbericht, da das Schweizer Fernsehen das Spiel live übertragen hat und im Sportpanorama darüber berichtete. Hier könnt ihr die Zusammenfassung anschauen.

Der Vorstand von Zug 94 und das Cuspiel-OK möchten sich hier bei allen Helferinnen und Helfern, bei den vielen Fans von Zug und des FC Zürich, bei den Sponsoren und Partnern und unseren Supportern und Gönnern herzlich bedanken. Ihr alle habt zu einem tollen, unvergesslichen Fussballfest beigetragen. DANKE!

Ab sofort gilt nun der Fokus der 1. Mannschaft der Meisterschaft. Diese startet am kommenden Samstag auswärts gegen den FC Lachen/Altendorf. Am 31. August findet das 1. Heimspiel um 16 Uhr auf der Herti Allmend statt. Gegner ist der FC Brunnen.

Ein verdienter Sieg, letztlich zu knapp ausgefallen

Besser hätte die Saison für unsere 1. Mannschaft nicht beginnen können. Drei Minuten waren auf der Herti Allmend gespielt und schon stand es 1:0 für Zug. Christopher Teichmann schlug den Ball von rechts Aussen Richtung Emmener Tor. Dieser flog und flog und senkte sich schliesslich über den Torhüter der Gäste ins weitere Toreck. Genau so hatten die Zuger es sich vorgestellt.

Die Zuger kontrollierten ab dahin das Spiel und liessen den Ball gut in ihren Reihen zirkulieren. Allerdings schauten dabei nicht allzuviele Chancen heraus und so blieb es in der ersten Halbzeit bei der knappen 1:0 Führung. Allerdings brauchte es in der 45. Minute eine Glanztat con Lucas Claser in der Verteidigung. Emmen spielte einen schnellen Konter und hatte eine grosse Chance zum Ausgleich. Dank einer Monstergrätsche gelang es Claser den Schuss zu blocken.

Gleich nach der Pause passierte es dann trotzdem. Die Emmener konnten einen Freistoss treten, der an Freund und Feind vorbei ins Zug Tor segelte. Das war ein Start in die zweite Halbzeit, wie es sich die Zuger nicht wirklich gewünscht hatten. Doch sie vermochten zu reagieren. In der 58. Minute konnte Zug einen Freistoss aus rund 22 Metern treten. Gustavo Campello trat diesen und verwandelte schön ins Eck. 2:1 für Zug. Dabei blieb es dann, obwohl Zug viele Gegenstösse fahren konnte. Doch rund um und im Sechzehner der Gäste waren die Zuger zu wenig entschlossen. Auf der anderen Seite hatte Emmen kurz vor Schluss noch eine Chance, die Lukas Winzap vereint mit seinen Verteidigern abwehren konnte.

Zug gewann schliesslich verdient mit 2:1 und zieht in die zweite Vorrunde der Cupqualifikation ein. Insgesamt sind drei Runden zu überstehen, um in der nächsten Saison im Schweizer Cup dabei zu sein. Dann könnte auch wieder ein Traumlos winken, wie am kommenden Sonntag mit dem Spiel gegen den FC Zürich.

«Wer mich kennt: Ich will immer gewinnen.»

Seit Anfang Juli ist Dave Cos-Gayon Trainer der 1. Mannschaft von Zug 94. Kurz vor der 1. Runde der Cup-Qualifikation (Spiel am Samstag gegen den SC Emmen, 10. August 2024, 18 Uhr in Zug) für die kommende Saison haben wir mit ihm gesprochen.

Dave, du bist seit Anfang Juli Trainer von Zug 94. Wie ist dein erster Eindruck vom Verein?

Ich bin sehr beeindruckt, wie herzlich ich aufgenommen worden bin. Die Infrastruktur ist toll – die Trainingsplätze sind hervorragend, das Stadion ein Traum und das Restaurant rundet das Ganze ab.

Nun habt ihr rund vier Wochen Vorbereitung gehabt. Wie ist diese gelaufen?

Die Vorbereitungen im Sommer sind sehr herausfordernd, da die Phase kurz ist und viele Spieler in den Ferien sind. Nichtsdestotrotz haben die meisten Spieler kurze Ferien gemacht, um so schnell wie möglich zurückzukommen; einige sind sogar frühzeitig erschienen. Wir haben sehr gut gearbeitet, und bis auf das Spiel gegen Emmenbrücke kann man sagen, dass bisher alles nach Plan läuft.

Wie schätzt du die Leistungen in den Vorbereitungsspielen ein?

Wir konnten gegen Thalwil einen souveränen Auftritt zeigen. Mit über 30 Grad war es jedoch sehr schwierig, wichtige Schlüsse zu ziehen. Gegen Emmenbrücke war es ähnlich; wir wurden überrascht und dieser Match glich schon einem ernsten Wettkampf. Thalwil sowie Emmenbrücke sind neu in unserer Gruppe, und es ist wichtig zu sehen, was uns auch in der Meisterschaft erwartet. Der Match gegen Uster war meiner Meinung nach bereits eine klare Leistungssteigerung, und wir konnten gegen ein spielstarkes Uster überzeugen.

Wie ist dein Eindruck vom Team?

Ich habe schon viele Teams trainiert, aber die Qualität dieser Truppe ist einfach nur top. Ich glaube, wir haben nicht nur gute Fussballer, sondern auch eine tolle Mischung an Charakteren. Dafür muss ich Besnik danken für die Zusammenstellung des Kaders. Auch der Staff ist grossartig: Mit Besnik als Sportchef und Oli an meiner Seite sowie Jeff als Torhütertrainer bieten mir grosse Unterstützung. Samira und Robi ergänzen unser Team und ich habe wahre Freude daran, mit ihnen den Fussballalltag zu verbringen.

Woran habt ihr vor allem im Sommer gearbeitet?

Das Ziel war Dynamik. Die 2. Liga verlangt sehr viel Laufbereitschaft, und das haben wir von Anfang an in der Intensität der Trainings berücksichtigt. Natürlich liegt der Hauptfokus immer auf der Grundkondition, aber Intensität ist für mich einer der Schlüssel zum Erfolg.

Nun spielt ihr in der Cup-Quali gleich gegen deinen ehemaligen Verein. Ist das speziell?

Natürlich freue ich mich sehr darauf! Fussball schreibt immer seine eigenen Geschichten. Dass genau der SC Emmen in meinem Debüt in Zug zu Gast ist, bedeutet mir viel, denn der SC Emmen hat einen wichtigen Platz in meinem Herzen.

Wie weit ist die Mannschaft nach der Vorbereitung schon?

Ich denke, wir brauchen sicher noch 2-3 Wochen, aber wir haben jetzt schon ein gutes Niveau erreicht und die Spieler haben auch während ihrer Ferien gut auf sich geachtet.

Welchen Fußball dürfen die Fans in Zug erwarten?

Ich denke, die Fans in Zug erwarten eine Saison mit tollen Spielen. Die Liga ist schwieriger geworden mit vielen guten Teams, was die Spiele attraktiver macht. Ich liebe offensiven Fussball und denke, man muss hinten stabil bleiben; nach vorne müssen wir Tore schiessen wollen – der Match gegen Uster hat gezeigt, wie wir das umsetzen wollen.

Du hast einige Junioren im Team. Was möchtest du den Junioren besonders mit auf den Weg geben?

Die Junioren oder jungen Spieler sind ein wichtiger Bestandteil eines Teams. Wir besitzen viel Erfahrung mit gestandenen Spielern und für die Jüngeren ist dies eine Chance, stark profitieren zu können. Geduld ist jedoch ein wichtiger Faktor; alles braucht seine Zeit.

Was ist im Spiel gegen den FC Zürich möglich?

Diese Frage lasse ich offen; ich glaube dieses Spiel ist für den Verein sowie für Vereinsmitglieder, Spieler und Staff etwas Besonderes. Aber diejenigen, die mich kennen wissen: Meine Mentalität bleibt immer gleich – ich will gewinnen.

Kurz und bündig:
Lieblingsclub: Real Madrid
Bester Spieler der Welt: Zurzeit Rodri (Man City)
Vorbild als Trainer: Vorbilder habe ich keine; vom Typ her ähnle ich Simeone
Ziel mit Zug 94: Möglichst viele Spiele gewinnen. Dann sehen wir weiter.