Fussball oder Schneeball?

Unser traditionelles Frühlingscamp für die Junioren fand dieses Jahr teils unter erschwerten Bedingungen statt. Unter anderem am zweitletzten Tag, wo innert kürzester Zeit zehn Zentimeter Schnee fielen. Das tat der Spielfreude der Kinder und Jugendlichen keinen Abbruch. Sie trainierten die ganze Woche über mit Spass, lieferten sich spannende Europa- und Weltmeisterschaften oder Champions League Duelle. Natürlich alles Verpflegt wurden sie im Stadionrestaurant s’Herti.

Das nächste Camp findet in den Herbstferien statt. Alle Informationen folgen rechtzeitig, unter anderem auf www.zug94.ch/events.

2. Mannschaft siegt im Spitzenkampf

Nach der unnötigen Niederlage vom letzten Wochenende kam nun gleich der zweitplatzierte FC Stans nach Zug. Unsere 2. Mannschaft musste also reagieren, wenn sie noch Chancen auf den zweiten Tabellenplatz haben wollte. Und es gelang ihr: Sie siegte mit 3:1 und macht wichtige Punkte auf Stans gut. Auch unsere 3. Mannschaft überzeugte und gewann mit 2:1 gegen Sins. Sie holte damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Die 1. Mannschaft vermochte nicht ans gute Auswärtsspiel gegen Goldau anzuschliessen und musste sich mit einem 0.0 gegen Gambarogno zufriedengeben.

Das Hinspiel gegen den FC Gambarogno-Cotone war ein richtiges Geknorze: Kaum Chancen, viele Zweikämpfe im Mittelfeld und am Ende ein gerechtes 0:0. Was konnte man da vom Rückspiel in Zug erwarten? Die erste Halbzeit war eine Fortsetzung vom Herbst. Mit einem grossen Unterschied: Schon in der 1. Minute hatten die Zuger Glück als die Gäste aus dem Tessin nur den Pfosten trafen. Danach gab es keine Torchancen, weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Bis kurz vor dem Pausenpfiff: Die Zuger spielten endlich einmal schnell und konnten an der 16er-Linie nur mit einem Foul gestoppt werden. Der Freistoss war gut getreten, der Tessiner Goalie konnte ihn jedoch über die Latte lenken. Auch der anschliessende Eckball brachte noch einmal Gefahr vor das Tessiner Tor und endete mit einem Schuss von Fuat Sulimani, den der Tessiner Goalie aber halten konnte. So stand es zur Pause 0:0, trotz leichten Vorteilen auf Zuger Seite.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten die Zuger ein wenig zulegen und es kam sogar zu so etwas wie einer Druckphase mit nun doch einigen Chancen für Zug. Dies war immer dann der Fall, wenn es schnell nach vorne und über den rechten Flügel ging. Doch auch das war nur ein kurzes Strohfeuer und das Spielgeschehen flachte wieder ab. Ein Faktor war, dass Gambarogno teils in einem 5-4-1 System spielte. Wenn Zug angriff, verteidigten die Tessiner zu neunt. Doch ein Spitzenteam muss gegen solche Gegner Lösungen finden und mehr Energie auf den Platz bringen. Ein belebendes Element war die Einwechslung von Simone Campisi, der sich auf der linken Seite einige Male offensiv durchsetzen konnte. Das reichte aber auch nicht für ein Tor und so blieb es am Ende beim 0:0. Wie im Hinspiel, nach einem verknorzten Spiel.

Überzeugende Reaktion der 1. Mannschaft

Unsere 1. Mannschaft zeigt bisher ein Auf und Ab. Im Spiel gestern gegen den SC Goldau war wieder ‘Auf’ angesagt. Das Team überzeugte mit einem starken Auftritt. Entgegen kam den Zugern der frühe Führungstreffer durch Elvedin Causi in der 4. Minute. Die weiteren Tore zum 4:0 Auswärtssieg fielen zwischen der 62. und 76. Minute. Zuerst traf Muhamed Seferi, danach Chris Teichmann und schliesslich Dein Barreiro.

Am Mittwoch Abend fanden auch zwei Cup-Viertelfinals bei den Junioren statt. Beide unsere Teams verloren dabei äusserst knapp: Die AA-Junioren auswärts gegen das Team Region Entlebuch mit 5:6 und die BA-Junioren zuhause gegen das Team Rontal mit 0:1. Damit ist die Cupsaison für alle unsere Juniorenteams vorbei, nachdem die CA-Junioren letzte Woche bereits gegen das Team Sempachersee mit 1:3 verloren hatten.

Zwei schwerwiegende Niederlagen für die 1. und 2. Mannschaften

Nach zuletzt erfolgten Leistungssteigerungen mit überzeugenden Siegen kam es am Samstag zu zwei Niederlagen: Die 2. Mannschaft verlor auswärts gegen Goldau mit 1:2 und verlor somit Terrain im Kampf um Platz 2, der für die Aufstiegsspiele berechtigt. Die 1. Mannschaft unterlag Zuhause dem FC Unterstrass mit 2:4, womit auch hier der Abstand zum 2. Platz nicht verringert werden konnte.

Die 1. Mannschaft startete das Spiel gegen das Zürcher Team sehr kontrolliert und versuchte gepflegt nach vorne zu spielen. Doch schon bald sah man ein Problem, das nicht zum ersten Mal auftrat: Die Bindung zwischen dem Mittelfeld und dem Sturm klappte zu wenig. Das Team spielte zwar nach vorne und hatte auch einige Chancen, allerdings keine richtig zwingenden. Und so kam es, wie einige Zuschauer befürchteten: Es braucht einen Gegenstoss und schon liegt der Ball im Zuger Tor. Das passierte in der 34. Minute. Und in den restlichen 10 Minuten der ersten Halbzeit kam es noch viel schlimmer. Zuerst eine rote Karte gegen Alessandro Galeati, der als letzter Mann den Gegner zurückhielt, dann das 0:2 in der 43. Minute. Unterstrass machte aus zwei Chancen zwei Tore.

Der Trainer von Zug 94, Thomas Jent stellte danach um und nahm zwei Auswechslungen vor. Obwohl nur zu zehnt, kamen die Zuger nun mit einer ganz anderen Energie auf den Platz und pressten den Gegner früh. So kam das Team zu Chancen und in der 54. Minute fiel der Anschlusstreffer durch Luigi Milicaj, der viel Power auf den Platz brachte. Es kam noch einmal Hoffnung auf, dass Zug wie schon gegen Emmen einen Zweitore-Rückstand aufholen könnte. Doch die Zuger musste derart viel riskieren mit einem Mann weniger, dass Unterstrass immer wieder zu gefährlichen Kontern kam. Auf diese Weise konnten die Zürcher nach und nach auf 1:4 erhöhen. Immerhin gelang unserem Kapitän Fuat Sulimani kurz vor Schluss noch der zweite Zuger Treffer.

So bleibt Zug ein Rückstand von sechs Punkten auf das zweitplatzierte Locarno. Am Mittwoch folgt das Auswärtsspiel gegen Goldau. Welches Gesicht zeigt uns die Mannschaft diesmal?

«Nur mit spielerischen Mitteln reicht es nicht»

Alan Nabarro ist unser defensiver Abräumer. Er spult viele Meter ab, grätscht in die Bälle und treibt das Team an. Wir haben mit ihm über den Start der Rückrunde und das kommende Heimspiel gegen den FC Unterstrass gesprochen.

Alan, drei Spiele der Rückrunde sind vorbei. Was geht dir durch den Kopf, wenn du auf diese Spiele zurückschaust?

Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung mit intensiven Trainings und positiven Trainingsspielen. Dann kam gleich das Spiel gegen den Leader Collina d’Oro, das wir zunächst vorsichtig angegangen sind. Die erste Halbzeit war meiner Meinung nach gut, die zweite weniger. Allerdings hat sich auch Collina d’Oro besser auf uns eingestellt. Schliesslich haben sie sehr glücklich gewonnen.

Was heisst das für die Aufstiegsambitionen von Zug?

Wir hätten natürlich alle gerne drei Punkte geholt. Leider hat das nicht geklappt. Nun ist es sehr schwierig geworden. Wir kämpfen aber weiter um jeden Punkt und geben bis zum Schluss alles.

Das habt ihr vor allem in der Schlussphase gegen Emmen gezeigt.

Ja. Aber wir waren zuerst auch lange ziemlich schlecht. Erst als alle kämpferisch einen Gang höher geschaltet haben, konnten wir reagieren. Schade, ging das nicht von Anfang an so. Leider musste Emmen zuerst zwei Tore schiessen, um uns zu wecken. Am Ende waren aber diesmal wir die Glücklichen und hatten drei Punkte mehr auf dem Konto.

Hat dieser Sieg den Knopf gelöst?

Das weiss ich nicht. Es hat aber sicher allen noch einmal klar gemacht, dass es nicht nur mit spielerischen Mitteln geht. Wenn wir kämpfen, dann gewinnen wir. Beim Spiel gegen Perlen haben wir beides gezeigt und dann hat es auch gleich funktioniert.

Wie ist es dir persönlich in den letzten Spielen gelaufen?

Es gab immer mal wieder Wechsel an meiner Seite im Mittelfeld. Das ist nicht ganz einfach. Aber man muss immer volle Leistung bringen, egal wer auf dem Platz steht. Ich gebe immer 100%, bin ein Kämpfer, auch wenn es einmal technisch nicht so läuft. Ich bin auch ein Teamplayer und will so einen Teil zum Erfolg beitragen.

Was ist das Wichtigste, damit das Team erfolgreich ist?

Alle dürfen immer nur an die Mannschaft denken. Nur gemeinsam können wir gewinnen. Egoismus hat keinen Platz in einem Teamsport. Ich möchte auch einmal den Fans danken. Beim Spitzenspiel gegen Collina war die Stimmung wirklich toll. Das spornt zusätzlich an.

Wie siehst du das Spiel am Samstag gegen den FC Unterstrass?

Wir müssen nahtlos an Perlen anschliessen. Es wird nicht einfach gegen Unterstrass, wenn wir aber unsere spielerischen Fähigkeiten mit Kampfgeist auf den Platz bringen, holen wir drei Punkte. Das ist das Ziel. Wir denken jetzt von Spiel zu Spiel, von Punkt zu Punkt. Am Ende der Saison schauen wir, zu was es gereicht hat.

1. und 2. Mannschaft gewinnen je 4:1

Am Sonntag Nachmittag, bei sehr heissen Temperaturen, gewann unsere 2. Mannschaft überzeugend gegen den FC Rotkreuz II und konnte den 3. Tabellenplatz festigen. Am Vorabend gewann die 1. Mannschaft auswärts gegen den FC Perlen-Buchrain und steht neu wieder auf Platz 3.

Nach dem äusserst glücklichen Sieg gegen den SC Emmen am vergangenen Samstag war man gespannt auf die Leistung des Zuger Fanionteams auswärts gegen den FC Perlen-Buchrain, ein Tabellennachbar von Emmen. Dies vorweg: Die mitgereisten Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Trainer Thomas Jent stärkte die Mitte durch gezielte Wechsel, was sich sofort ausbezahlen sollte. Das Team trat von der ersten Minute an überzeugend auf und hätte schon mit dem ersten Angriff in Führung gehen können, ja müssen. Nach einer schönen Ballstaffette lief Chris Teichmann alleine auf den gegnerischen Goalie zu, machte das Tor aber nicht. Wenige Zeigerumdrehungen später hatte auch Elvedin Causi eine Grosschance. Beim dritten Anlauf sollte es dann klappen. Dein Barreiro bekam nach einem schönen Spielzug den Ball, liess zwei Gegner aussteigen und schoss mit Links flach ein.

So ging es die gesamte erste Halbzeit weiter. Zug dominierte und erspielte sich Chancen. Als Folge davon fiel das 2:0 wiederum durch Barreiro und das 3:0 durch Causi. Mit schönem, dominanten Fussball konnte das Team überzeugen und wurde mit Toren belohnt.

In der zweiten Halbzeit war die Überlegenheit weniger deutlich, doch um die Zuger musste man sich keine Sorgen machen. Auch nicht nach dem Anschlusstreffer, der nach einem Abspielfehler im Mittelfeld zustande kam und gleichzeitig die einzige Chance der Perlener war. Zehn Minuten später war zum dritten Mal Barreiro zur Stelle und entschied die Partie endgültig. Mit seinen drei Toren war er natürlich der Mann des Spiels. Danach hätten die Zuger noch weitere Tore erzielen können. So auch der junge Yannis Wittwer in der 90. Minute, als er plötzlich alleine vor dem gegnerischen Torwart stand. Es blieb aber beim hochverdienten 4:1.

Am nächsten Samstag steht wieder ein Heimspiel an. Schafft die Mannschaft gegen Unterstrass den dritten Sieg en suite? Bisher ist ihr das in dieser Saison noch nie gelungen. Drücken wir die Daumen!

Diesmal mit dem Glück auf unserer Seite

Unsere 1. Mannschaft erzielte das Siegtor zum 3:2 gegen Emmen erst tief in der Nachspielzeit, nach eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Die 2. Mannschaft gewann auswärts gegen Cham mit 4:2. Zwei wichtige Siege.

Nach dem enttäuschenden 0:1 gegen den Spitzenreiter Collina d’Oro vor zwei Wochen und dem abgesagten Spiel gegen Locarno war das gegen den Abstieg spielende Emmen am Samstag zu Gast auf der Herti Allmend. Die wiederum zahlreich erschienen Fans erwarteten eine Reaktion und einen dominanten Auftritt mit einem Sieg. Doch bis es so weit war, mussten sie leiden.

Die Mannschaft fand zwar gut ins Spiel und hatte deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner. Doch nach fünfzehn Minuten zappelte der Ball nach dem ersten Angriff der Emmener im Zuger Tor. Was für eine kalte Dusche! Der Schock dieses Gegentors wirkte die ganze erste Halbzeit nach und Zug schaffte es kaum, echte Torchancen zu kreieren. Auffallend war dabei die grosse Lücke zwischen Mittelfeld und Sturm.

In der zweiten Halbzeit ging es zunächst ähnlich weiter und wieder war es Emmen, das mit einem der wenigen Angriffe reüssierte. In der 53. Minute kam der nächste Schock und Zug lag 0:2 hinten. Ob die Mannschaft wohl reagieren konnte? Irgendwie schien aber nun ein Ruck durch das Team gegangen zu sein. Insbesondere der Kapitän, Fuat Sulimani, trieb seine Mitspieler immer wieder an und ging selber mit gutem Beispiel voran. So war es wohl die logische Konsquenz, dass er Zug in der 68. Minute nach einem Eckball auf 1:2 heranbrachte. Nur fünf Minuten später doppelte Elvedin Causi nach einer Flanke ebenfalls mit dem Kopf nach und plötzlich stand es 2:2 Unentschieden. Die Zuger wollten aber mehr und wurden schliesslich in der 95. Minute belohnt: Nach einem Schuss von Simone Campisi, den der Emmener Goalie nur nach vorne abwehren konnte, erzielte Luigi Milicaj den vielumjubelten Siegtreffer.

Zug kam somit zu drei glücklichen Punkten. Am kommenden Samstag steht das Auswärtsspiel gegen den FC Perlen an. Wieder ein Gegner, den es zu schlagen gilt.

Skillsday 2024. Ein grosses Danke.

Am Samstag fand der 3. Skillsday von Zug 94 statt. Dabei mussten alle Vereinsmitglieder einen Geschicklichkeitsparcours absolvieren und auf diese Weise Punkte sammeln. Für diese Punkte hatten sie im Vorfeld im Umfeld Sponsoren gesucht. Trotz zunächst regnerischem Wetter war der Tag ein voller Erfolg. Neben dem Parcours gab es auch diverse andere Highlights: das Torwandschiessen, die Tempomessung beim Schuss, eine Autogrammstunde mit den beiden EVZ-Spielern Gregory Hofmann und Brian O’Neill sowie der Auftritt des Fussball-Freestylers Mario.

Am gleichen Tag fand auch der traditionelle Freddy Röösli Cup für unsere Kleinsten von der Fussballschule statt. Natürlich mit spannenden Spielen, viel Spass und Pokalen sowie Medaillen.

Wir bedanken uns bei allen herzlich für die Teilnahme und die Mithilfe an den diversen Posten. Ein Danke auch an die Organisatorinnen für das tolle Programm und den gelungenen Vereinsanlass.

Gegentor in der 96. Minute. 0:1 Niederlage

Vor beinahe 600 Zuschauern auf der Herti Allmend musste unsere 1. Mannschaft eine höchst unglückliche Niederlage einstecken. In der allerletzten Sekunde schlug es bei Lukas Winzap nach einem Freistoss der Tessiner ein. Danach war Schluss, ohne dass das Spiel überhaupt noch einmal angepfiffen worden wäre. Die Tessiner fuhren somit einen glücklichen Sieg ein. Wenigstens ein Unentschieden hätten die Zuger verdient gehabt.

In der ersten Halbzeit fand das Heimteam sofort zu seinem Spiel und kam immer wieder zu guten Chancen. Einmal ging der Ball an den Pfosten, einmal versprang er dem Zuger Stürmer alleine auf den Tessiner Goalie zustürmend, ein anderes Mal fehlt die Präzision im Sechszehner. Auf der anderen Seite hatten die Gäste keine einzige echte Torchance. Die Zuger wurden für eine sehr gute erste Halbzeit schlecht belohnt. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild insofern als die Tessiner sich besser auf das Spiel der Zuger eingestellt hätten. Sie spielten sehr kontrolliert und liessen hinten nicht mehr allzuviel zu. Zug versuchte es oft mit langen Bällen, die leichte Beute der Gästeabwehr waren. Auf der anderen Seite kam von Collina d’Oro offensiv auch nicht viel, mit Ausnahme einer grösseren Chance. So machten sich alle Zuschauer auf ein Unentschieden gefasst. Doch in der letzten Minute der Nachspielzeit pfiff die sehr gute Schiedsrichterin einen Freistoss für die Gäste. Dieser kam in den Sechzehner, wo der Ball an allen vorbei, wohl noch abgelenkt, ins Tor ging. Lukas Winzap war chancenlos. Die Tessiner jubelten, die Schiedsrichterin pfiff ab und die Zuger sanken niedergeschlagen zu Boden. Die Niederlage ist ein sehr schlechter Lohn für eine gute Leistung.

«Wir hoffen gegen den Leader auf viele Zuschauer»

Am Samstag findet das Spitzenspiel gegen Collina d’Oro um 16 Uhr auf der Herti Allmend statt. Wir blicken zusammen mit unserem Trainer, Thomas Jent, auf diese wichtige Partie und reden auch über die Perspektiven der eigenen Junioren.

Thomas, die Vorrunde war ein wenig ein Auf und Ab. Nach überzeugenden Auftritten mit hohen Siegen folgte meist eine Enttäuschung. Was war das Problem?

Wir haben einige sehr gute Spiele gezeigt. Meistens gegen Teams, die mitspielen wollten und nicht zur verteidigt haben. Hatte der Gegner sein Spiel jedoch ausschliesslich auf die Defensive ausgerichtet, hatten wir Mühe. Das war sicher eine Kopfsache. Uns fehlte dann die Geduld und wir verloren die Ruhe. Das führte zu dummen Fehlern, die meist mit einem Kontertor bestraft wurden.

Jetzt hattet ihr fast drei Monate Vorbereitungszeit, viel mehr als jeweils im Sommer. Das kommt dir entgegen?

Ja, die Wintervorbereitung ist für alle Trainer und Teams gut. Man hat Zeit, um ausprobieren. Das haben wir gemacht. Ich muss dem Team hier auch ein Kompliment machen. Es war eine harte Vorbereitung und alle haben voll mitgezogen. Jetzt ist es Zeit, dass es langsam losgeht.

Zwei Dinge sind in den Vorbereitungsspielen aufgefallen: Die Chancenauswertung könnte besser sein und ab und zu passierten Gegentore wegen Konzentrationsfehlern. Wie geht ihr damit um?

Ich mache mir keine Sorgen bezüglich Chancenauswertung. Wir sind in allen Spielen, auch gegen 1.-Liga-Teams, zu vielen Chancen gekommen. Das ist wichtig und zeigt, dass unser Spiel funktioniert. Manchmal fehlte vielleicht noch die letzte Konsequenz vor dem Tor. Das wird im Ernstfall anders sein. Das Gleiche gilt für die Konzentrationsfehler. Wir haben in der Offensive mit den neuen Spielern viel zusätzlichen Power und auch Erfahrung erhalten.

In den Vorbereitungsspielen hat man eine klare Handschrift von dir gesehen. Bist du zufrieden mit der Entwicklung?

Ja. Wir hatten endlich Zeit, verschiedene Systeme auszuprobieren. Wir haben getestet und dies anschliessend mit den Spielern besprochen und falls nötig auch wieder angepasst. Denn ein System muss zum Team passen. Einmal haben wir auch bewusst defensiv gespielt und kein Gegentor erhalten. Das würde also auch funktionieren, entspricht aber nicht dem, was wir zeigen wollen.

Wie würdest du deinen Spielstil bezeichnen?

Es geht nicht unbedingt um meine Handschrift. Es muss eher die Handschrift der Mannschaft sein. Ich versuche einfach das Bestmögliche aus dem Team herauszuholen. Unser Kader ist nun mal sehr spielstark. Deshalb werden wir auch offensiv spielen. Wir wollen den Gegner in jeder Situation dominieren. Mit diesem Team muss man attraktiven Fussball spielen. Das freut sicher auch unsere Fans.

Das Team wurde gezielt verstärkt mit erfahrenen Spielern aus höheren Ligen. Was erwartest du von ihnen?

Nichts Besonderes. Unser Sportchef Besnik Reci hat einen super Job gemacht. Er hat eigentlich sogar Transfers gemacht, die für einen Verein wie uns unmöglich sind. Ich bin darüber natürlich sehr glücklich. Wir sind sicher jetzt variabler und erfahrener. Ausserdem hatten wir ein tolles Teamweekend, das uns alle noch einmal näher gebracht hat. Die Neuen sind schon gut integriert. Wir werden viel Freude an ihnen haben.

Du hast viele eigene Junioren in den Trainings gehabt und auch in den Spielen eingesetzt. Wie siehst du deren Entwicklung?

Mit Cedric Stillhart, Robert Kukeli, Simone Campis und Yannis Wittwer haben wir vier eigene Junioren fix in der Mannschaft. Sie alle haben sich sehr gut entwickelt. Zudem haben zwei weitere Junioren die Vorbereitung mitgemacht. Letztere haben ebenfalls eine gute Visitenkarte abgegeben. Bei allen Junioren ist es wichtig, dass sie Geduld haben, jeden Tag von den erfahrenen Mitspielern profitieren und so Fortschritte machen.

An was müssen die Junioren am meisten arbeiten, um den Sprung in die 1. Mannschaft zu schaffen?

Die vier jungen Spieler haben gezeigt, wie es geht. Demut, Geduld und immer voller Einsatz. Da wir um den Aufstieg spielen, ist es für sie aktuell ein wenig schwieriger. Denn junge Spieler müssen Fehler machen können, damit sie lernen. Aber wenn wir aufsteigen, sind sie nächstes Jahr wieder dabei und profitieren erneut von einem höheren Niveau.

Wir liegen aktuell auf dem 3. Tabellenplatz. Wie siehst du die Chancen, dass wir den Rückstand auf die zwei Tessiner Teams noch aufholen?

Es ist machbar, aber es ist auch eine extrem schwierige Aufgabe. Wir können uns keine Fehler mehr erlauben. Es gilt jetzt vor allem, gegen die Mitelfeldteams und hinteren Mannschaften zu gewinnen. Ich spüre, dass die Mannschaft bereit ist, Vollgas zu geben. Sie hat hart trainiert und ist parat.

Was ist dein Wunsch für das Spitzenspiel vom 23. März, mit dem für Zug 94 die Rückrunde beginnt?

Collina d’Oro ist wohl die stärkste Mannschaft der Liga. Für sie ist es ein wenig einfacher, denn sie müssen nicht unbedingt gewinnen. Wir müssen und wollen. Ich glaube, dass wir das mit unserem Team auch können. Es wird sicher ein attraktives Spiel. Und wenn zudem ganz viele Zuschauer ins Stadion kommen, gibt uns das einen zusätzlichen Schub.