«Wir haben offensiv grosse Fortschritte gemacht»

Unsere 2. Mannschaft hat am letzten Wochenende die Tabellenführung in der 3. Liga übernommen. 7 Spiele, 18 Punkte. Vor dem Auswärtsspiel vom Samstag gegen den FC Muotatal (18 Uhr) haben wir mit dem Trainer Egidio Vertà über den bisherigen Saisonverlauf und seine Ziele gesprochen.

Egidio, sieben runden sind in der dritten Liga gespielt und ihr seid Tabellenführer. Zufrieden?

Ja, natürlich. Wir waren zwar letztes Jahr auch schon gut unterwegs. Aber der Saisonstart und die Tabellenführung sind das Resultat von zwei Jahren Aufbauarbeit. Wir können natürlich immer noch Vieles besser machen. Aber geniessen wir den Moment. Unser Ziel ist es nun, diese Position bis zum Ende der Vorrunde zu verteidigen.

Dein Spieler Bruno Lopez erwähnte kürzlich gegenüber der Zuger Zeitung, dass der Teamgeist so hervorragend sei. Was meinst du dazu?

Das sehe ich auch so. Zu Beginn waren wir schon eine ziemlich zusammengewürfelte Truppe. Wir sind aber immer mehr zu einer Einheit geworden. Was das bedeutet, merkt man heute auch in den Spielen. Letztes Jahr haben wir knappe Matches oft noch verloren. Jetzt wissen wir, dass wir solche Spiele gewinnen können, weil wir uns besser kennen und jeder sich auf den anderen verlassen kann.

Ihr seid also auch mental stärker geworden?

Da muss man unterscheiden: Wir sind sicher auf der kameradschaftlichen Ebene zusammengewachsen und agieren viel mehr als Team. Mentale Stärke ist aber noch etwas anderes.

Zum Beispiel?

Wir passen uns zum Teil noch zu stark unseren Gegnern an. Gegen gute Teams spielen wir sehr gut, gegen weniger gute lassen wir es ein wenig schleifen. Eigentlich wollen wir immer unser Spiel durchziehen. Das ist eine Einstellungssache, an der wir arbeiten müssen. Es beginnt schon bei der individuellen Vorbereitung auf das nächste Spiel während der Woche. Ein bisschen weniger acht geben auf die Ernährung, beim Training eine Spur weniger konsequent.

Wo hat die Mannschaft die grössten Fortschritte gemacht gegenüber letzter Saison?

Ganz klar offensiv. Letztes Jahr haben wir zu wenig Tore geschossen. Das machen wir jetzt viel besser. Aktuell sind es im Schnitt drei pro Spiel. Wir machen aber noch zu viele Fehler beim Herausspielen von hinten. Wenn wir das noch abstellen, kommt es sehr gut.

Was habt ihr gemacht, dass es nun offensiv läuft?

Die Automatismen funktionieren viel besser. Jeder weiss, was der andere macht, kennt die Laufwege. So kommen wir einfacher vor das Tor. Natürlich haben wir dieses Jahr auch kaum Verletzte. Ich habe ein breites Kader und somit eine gute Auswahl.

Reden wir noch kurz von der bisher einzigen Niederlage gegen Stans (1:3).

Ja, das war ein komisches Spiel. Wir haben gut gespielt, uns aber selbst geschlagen. Das ist auch ein Beispiel für fehlende mentale Stärke. Wir haben gut angefangen, uns dann aber vom Gegner provozieren lassen. Wir sind dann von unserem Plan abgewichen und haben das Spiel aus der Hand gegeben. Das darf uns eigentlich nicht passieren. Denn als Spitzenteam werden wir immer wieder solche Situationen erleben. Wir müssen im Kopf stark sein und uns nur auf unsere Fähigkeiten konzentrieren.

Deine Mannschaft besteht fast ausschliesslich aus Spielern aus den eigenen Nachwuchs von Zug 94.

Ja, bis auf zwei wurden alle in Zug ausgebildet. Einige spielten vorübergehend bei anderen Teams, sind aber jetzt wieder zurück. Das spricht für unseren Verein und die Ausbildung hier. Aktuell trainieren auch zwei A-Junioren ab und zu mit uns und im Winter in der Vorbereitung werden weitere dazukommen. Sie sollen sich so schon einmal an uns und den Aktivfussball gewöhnen.

Einige deiner Spieler kamen auch schon in der ersten Mannschaft zum Einsatz.

Ja. Das ist natürlich auch super. Wir müssen nur schauen, dass sie dort nicht zu viel spielen, weil wir sie sonst in den letzten Partien der Saison und bei allfälligen Aufstiegsspielen nicht mehr einsetzen dürfen. Aber grundsätzlich funktioniert der Austausch hier sehr gut. Das gibt den jungen Spielern auch Perspektiven.

Was ist nun dein Saisonziel?

Der Aufstieg in die zweite Liga wäre sicher schön. Zuerst müssen wir uns jetzt einmal für die Aufstiegsspiele qualifizieren. Wir werden bessere und schlechtere Spiele haben. Es gilt, wie beim Sieg am letzten Wochenende, auch die schlechteren zu gewinnen. Das macht ein Spitzenteam aus.

1. Mannschaft: Den Sieg erkämpft und erzittert

Gemäss Tabelle hätte das Spiel eine klare Sache für Zug werden sollen. Doch schon rasch merkte man, dass der FC Sursee wohl bisher unter Wert klassiert ist. Die Surseer traten zwar gegen Zug äusserst defensiv auf – Fünfer-Reihe in der Verteidigung, Vierer-Reihe im Mittelfeld, dazu ein Stürmer – sie zeigten aber, dass sie durchaus auch kreatives und offensives Potenzial haben. Wohl aus ihrer Sicht einfach zu spät.

Die Geschichte der ersten Halbzeit ist bald erzählt: Zug begann schwungvoll und kontrolliert, Sursee verteidigte mit Leidenschaft. Es gab kaum Torchancen, viele harte Zweikämpfe und gefühlt hatte Zug 80% Ballbesitz. Die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte hatten es dann aber in sich: Zuerst hat Zug eine gute Chance in der 41. Minute, als Würmli in die Tiefe lanciert wurde. Der Surseer Goalie war aber einen Schritt schneller und konnte befreien. Zwei Minuten später spielte dann auch Sursee für einmal schnell nach vorne und kam zu einer Chance, der Ball ging aber neben das Tor. Danach folgte wieder ein Zweikampf im Mittelfeld. Texeira wurde hart gefoult und liess sich zu einer Tätlichkeit provozieren. Beide Spieler erhielten Gelb. Für Texeira hiess das ab in die Kabine, denn er hatte vorher bereits Gelb gesehen.

Bei den Zugern schien dieser Platzverweis einen Ruck ausgelöst zu haben. Denn sie starten viel entschlossener in die zweite Halbzeit. Zwischen der 50. und 60. Minute kamen sie so zu vier guten Torchancen. Fast immer waren Würmli und Causi involviert, wenn es vor dem Surseer Goal gefährlich wurde. Dann in der 66. Minute wurden die Zuger Bemühungen endlich belohnt: Würmli passte schön in den Strafraum, Anel Hodzic nahm den Ball mit, umspielte den Torhüter und schob zum vielumjubelten Führungstreffer ein. Endlich 1:0.

Nun stellte man sich zwei Fragen: Würde Zug nachlegen oder machte Sursee mehr für das Spiel? Die Antwort von Sursee kam und der Druck auf Zug nahm zu. In der 74. Minute wurde es richtig gefährlich im Zuger Sechzehner nach einem Schuss der Surseer. Doch die Zuger kamen zu Konterchancen. Die grösste hatte Würmli als er alleine auf das Tor der Gäste ziehen konnte. Leider schoss er klar darüber. Praktisch im Gegenzug folgte die kalte Dusche, ganz nach der Fussballweisheit: Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten. Sursee konnte in der 78. Minute einen Freistoss aus knapp 30 Metern treten. Dieser landete wunderschön in der rechten Ecke. Soriano hatte keine Chance gegen den Sonntagsschuss. Es stand 1:1.

Was nun folgte waren die aus Zuschauersicht fünfzehn besten Minuten des Spiels. Es ging hin und her, mit nun wieder leichten Vorteilen und diversen Chancen für Zug. Doch immer fehlte der letzte Zwick und die Abschlüsse waren zu wenig konsequent. Bis zu 92. Minute: Elvedin Causi schnappte sich den Ball im Mittelfeld, zog unwiderstehlich davon und erzielte das erlösende 2:1. Doch wer dachte, das war es, irrte sich. Die Surseer kamen noch einmal zu einer Chance, die Soriano auf der Linie abwehren konnte. Danach war Schluss.

Zug siegte letztlich verdient, musste sich die drei Punkte gegen einen starken Gegner aber erleiden. So wie das Spiel lief, hätte es auch nur ein Punkt sein können.

«Wir machen schnell Fortschritte»

Cosimo Mandolfo trainiert die FF19. Mit Erfolg. Das Team steht in seiner Grupppe nach fünf Spielen an der Tabellenspitze. Wir haben mit ihm über das Team und seine Arbeit mit den Juniorinnen von Zug 94 gesprochen.

Cosimo, du bist seit Sommer Trainer unseres FF19 Teams. Was hast du vorher gemacht?

Seit ich vier Jahre alt bin, renne ich einem Fussball hinterher. Als Spieler habe ich es bis maximal in die dritte Liga geschafft. Nach einer Knieverletzung musste ich aufhören und bin als Trainer eingestiegen. Zuerst bei den B- und A-Junioren und danach bei den Aktiven . Dann wollte ich etwas Neues machen und stieg bei den Juniorinnen ein: FF12, FF15 in Villmergen, dann FF19 in Erlenbach und 2. Liga in Baden. Schliesslich verschlug es mich nach Mettmenstetten in die 4. Liga. Im Sommer wurde das Team aufgelöst, ich suchte etwas Anderes und wurde Trainer der FF19 von Zug 94.

Wie hast du das Team wahrgenommen, als du es übernommen hast?

Ich habe einige Spiele des Teams gesehen, die sie alle verloren hatten. Mir war klar, dass die Juniorinnen alle Fussball spielen konnten, aber es fehlte an einigen Details, an denen man arbeiten konnte. Damit meine ich technisch-taktische Dinge wie richtiges Ballstoppen und Weiterleiten, Entgegenkommen bei der Ballannahme oder optimale Laufwege. Bei den ersten Trainings merkte ich dann, dass die Juniorinnen extrem lernbegierig waren und mit grosser Freude trainierten.

Ihr seid super in die Saison gestartet und aktuell auf Platz 1. Wie erklärst du dir das?

Ich bin selber ein wenig überrascht und hätte uns eher im Mittelfeld erwartet. Aber wir machen schnell Fortschritte, weil die Juniorinnen meine Erklärungen sehr gut umsetzen. Da hilft mir sicher meine langjährige Erfahrung und natürlich auch mein Assistent, der das Team schon gut kannte. Ich finde, dass ein guter Umgang mit den jungen Frauen sehr wichtig ist. Da ich selber eine Tochter im gleichen Alter habe, bin ich eventuell sensibler dafür. Das gegenseitige Vertrauen war sofort da und wir haben viel Spass zusammen.

Du sprichst das Thema Teamgeist an.

Ja. Einige Juniorinnen sagten zu Beginn, dass es schwierig würde, weil gute Spielerinnen das Team verlassen hätten. Meine Antwort darauf ist: Die sind jetzt weg und können uns nicht mehr helfen. Aber ihr seid auch gut und spielt viel besser zusammen. Ich will keine Starspielerinnen im Team. Wir sind nur erfolgreich, wenn wir als Team spielen und auftreten. Jede hat ihre Stärken und Schwächen. Es geht darum, dies optimal zu kombinieren.

Wo hat das Team das grösste Potenzial?

Ein Schwerpunkt sind Passübungen. Dabei geht es um Präzision und auch darum, wie man richtig in die Tiefe läuft und spielt. So sind auch mal blinde Pässe möglich. Ich will ein gepflegtes Kurzpassspiel sehen, von hinten heraus. Keine langen Bälle. Das Team verschiebt sich zusammen nach vorne und nach hinten. Wir trainieren aber auch taktische Varianten und stehende Bälle.

Was ist das Saisonziel mit der Mannschaft?

Wir wollen sicher unter den Top 3 bleiben. Das ist für uns ein Riesenerfolg. Im Cup sind wir leider im Viertelfinale gegen Engelberg ausgeschieden.

Hat Zug 94 Potenzial für eine Frauenmannschaft?

Ja, absolut. Wir wollen dieses Team möglichst zusammenhalten und sicher noch ein Jahr FF19 spielen. Danach sind wir bereit und würden in der vierten Liga einsteigen. Der grösste Unterschied dabei wird sein, dass dort viel körperbetonter gespielt wird. Wir suchen aktuell noch die eine oder andere Spielerin für die FF19. Zudem möchte ich gerne schon ab und zu Spielerinnen aus der FF15 beim Training dazunehmen, damit sie sich langsam angewöhnen können.

Was gibt dir das Trainersein?

Ich muss mich wohlfühlen, im Umfeld und mit dem Team. Das ist hier in Zug absolut der Fall. Im Training fallen viele Sprüche, dann sind wir aber auch wieder sehr konzentriert. Mir macht das so einen Riesenspass.

Klarer 3:0 Sieg der 1. Mannschaft gegen Kickers Luzern

Letztlich siegte unsere 1. Mannschaft gegen den FC Kickers Luzern deutlich mit 3:0. Das Resultat widerspiegelt ein sehr einseitiges Spiel, bei dem es schien, als wollten die Luzernen gar nicht mitspielen. Sie traten äusserst defensiv auf und verzeichneten im ganzen Spiel gut gerechnet eine echte Chance und zwei Halbchancen. Dazu kam ein heikler Rückpass eines Zugers zum eigenen Torhüter. Das war’s dann auch schon von Seiten der Luzerner.

Dass das Spiel so verlief hatte aber auch mit den Zugern zu tun. Die Mannschaft spielte einen schön anzusehenden und gepflegten Fussball. Die Angriffe liefen immer über mehrere Stationen und wurden schnell vorgetragen. Was lange fehlte, war einzig die Präzision beim letzten Pass.

Exemplarisch dafür steht der allererste Angriff der Zuger in der zweiten Minute. Elvedin Causi setzte sich schön auf rechts durch und konnte flach in die Mitte Richtung Fünfer passen. Sein Zuspiel landete aber in den Armen des gegnerischen Torhüters. Meist waren die Angriffe erfolgreich, wenn sie über die Flügel liefen. Dies war sicher in probates Mittel gegen einen Gegner, der so tief stand. Die gefährlichste Szene resultierte jedoch aus einem Freistoss, den Gabriel Machado an die Latte zirkelte. So blieb es beim für die Zuger enttäuschenden 0:0 zu Pause.

Die Pausenansprache von Dragi Salatic schien dann aber Früchte zu tragen. Nach einer schönen Kombination schiesst Leonardo Würmli das 1:0. Man konnte sich nun fragen, ob dieses Tor das Spiel verändern würde. Doch von den Luzernern kam nicht viel mehr als in der ersten Halbzeit und die Zuger spielten ihr Spiel wie gehabt weiter. In der 60. Minute spielten die Zuger wieder einen schnellen Angriff von Machado über Weickert auf den Flügel und von dort in die Mitte zu Causi. Im letzten Moment konnte ein Luzerner in den Querpass grätschen und so Schlimmeres für sein Team verhindern.

Dragi Salatic war wohl klar, dass ein 1:0 zu knapp war, um sich in Sicherheit zu wiegen. So trieb er sein Team weiter lautstark nach vorne. Und das zeigte Wirkung: In der 78. Minute ging es wieder einmal schnell, diesmal über Hodzic auf Texeira, der in der Mitte keine Mühe hatte, das 2:0 zu erzielen. Und es sollte noch besser kommen: Kurz vor Schluss erzielte Causi mit einem schönen Distanzschuss das 3:0.

Die Zuger feierten einen verdienten Sieg und zeigten auch kämpferisch eine gute Leistung. Besonders positiv fiel dabei auf, wie auch die Stürmer gut zurückarbeiteten und wie das Team nach Ballverlusten jeweils sofort wieder Druck machte und so viele Bälle schon in der gegnerischen Platzhälfte wieder abfangen konnte.

Weiter geht es am nächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen den FC Sursee.

Neuer Präsident für unseren Supporter-Club

Nach vielen Jahren an der Spitze des Supporter-Clubs von Zug 94 übergab René Meier das Präsidium an Thomas Suter. Anlässlich eines Supporter-Club Apéros im Stadionrestaurant «The Flame» von Zug 94 nahm Thomas Suter das Amt feierlich an. Gleichzeitig wurden auch die grossen Verdienste von René Meier für den Supporter-Club und den Verein Zug94 offiziell verdankt.

René freut sich über seine Nachfolge: «Toll, dass mit Thomas Suter ein langjähriger Zug94er die Geschicke des Supporter-Clubs übernimmt. Er ist eine sehr engagierte und gut vernetzte Persönlichkeit und damit perfekt für diese Aufgabe geeignet. Ich wünsche ihm alles Gute dabei.»

Thomas stellte den anwesenden Mitgliedern und interessierten Personen die Ziele und Aktivitäten beim Supporter-Club unter seiner Leitung vor. Dabei soll nebst dem gemeinsamen Unterstützen bei Spielen der 1. Mannschaft auch wieder mehr Beziehungspflege unter den Mitgliedern mit regelmässigen Anlässen ermöglicht werden.

Thomas Suter äussert auch seinen Wunsch, dass möglichst viele neue Mitglieder den bestehenden Kern von rund 30 Personen ergänzen und bereichern sollen: «Neben privaten Unterstützern wäre es auch schön, wenn sich das Zuger Gewerbe wieder stärker einbringt. Fussball verbindet und bietet schöne Erlebnisse. Das wollen wir wieder stärker pflegen.»

Interessenten können sich gerne bei Thomas direkt unter thomas.suter@q-cam.com oder auf der Geschäftsstelle von Zug94 unter info@zug94.ch melden.

«Es ist wichtig, auch solche Kampfspiele zu gewinnen»

Unsere 1. Mannschaft feierte gegen den FC Ibach den dritten Sieg in Folge. In einem hart umkämpften Spiel auf einen schwer bespielbaren Terrain gab es Auf und Abs von unserer Mannschaft. Nach einem guten Start und der frühen Führung sowie einigen Möglichkeiten zum 2:0 verlor Zug zunehmend die Organisation in der Abwehr und Ibach kam zu Chancen. Nach dem Ausgleich in der 57. Minute drehten die Zuger wieder auf und erzielten in der 69. Minute die erneute Führung. Ibach warf anschliessend noch einmal alles nach vorne und hatte auch noch zwei Ausgleichschancen. Es blieb aber beim nicht unverdienten Zuger Sieg.

Unser Trainer Dragi Salatic kommentiert das Spiel wie folgt: «Das war ein hart erkämpfter Sieg. Ibach hat sehr mutig gespielt und uns früh im Spielaufbau gestört. Uns ist es deshalb nicht gelungen, sauber von hinten herauszuspielen. Wir hatten sehr gute Phasen als wir die beiden Tore schossen. Jeweils danach liessen wir aber auch wieder nach und verloren zu viele Zweikämpfe. Wir hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen. Aufgrund der ersten Halbzeit war der Sieg sicher verdient. Wir hätten uns aber auch nicht über einen späten Ausgleich beklagen dürfen, da Ibach noch zwei gute Chancen hatte.»

Armin Reichlin, PR-Chef von Ibach, hat einen ausführlichen Matchbericht verfasst. Diesen könnt ihr hier lesen.

Foto: Andy Scherrer, www.topsportfotografie.ch 

Das Matchtelegramm: FC Ibach – Zug 94 1:2 (0:1)

280 Zuschauer. – SR: Micanovic. – Tore: 8. Teixeira 0:1. 57. Schelbert 1:1. 69. Causi 1:2. – FC Ibach: Kündig; Marclay, Aliji, Maurer, Tobias Auf der Maur (78. Jaun); Schelbert; Reichmuth (88. Gasser), Schlegel, Camenzind; Sejdiji, Tela (82. Coduti). – Zug 94: Soriano; Simic (72. Krasniqi) , Sadiku, Hodzic; Njau, Würmli (90. Marek) , Selishta, Teixeira (78. Campisi); Buqaj, Weikert (64. Parente), Causi (90. Wittwer). – Bemerkungen: FC Ibach ohne von Euw und Pfefferle (beide verletzt), Dreni Hoxha (rekonvaleszent). – Verwarnungen: 70. Simic. 75. Camenzind (beide wegen Foulspiel), 90. Coduti (Reklamieren).

«Wir müssen die einfachen Dinge richtig machen»

Enis Berisha ist seit Sommer Trainer unserer AA-Junioren. Im Interview sagt er uns, was er mit dem jungen Team erreichen will, was ihm beim Fussball wichtig ist und wie er den Saisonstart einschätzt.

Enis, du bist neu Trainer des AA-Teams. Wie zufrieden bist du mit dem Saisonstart?

Wir haben am Wochenende leider nur 2:2 gegen Willisau gespielt. Aber unser Gegner war sehr kampfstark, stand sehr tief und lief viel. Wir versuchten unser Spiel zu spielen, was uns nicht immer ganz gelang. Willisau spielte praktisch nur mit langen, hohen Bällen und erwischte uns so zweimal. Immerhin konnten wir noch einen 2:1 Rückstand aufholen. Danach drückten wir zwar weiter, hatten aber das notwendige Glück nicht mehr. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Es geht immer besser.

Wie hast du dich bei Zug 94 eingelebt?

Ich wurde sehr herzlich empfangen und fühlte mich sofort wohl. Das Team habe ich schon vorher kurz kennengelernt, da ich zweimal bei Trainings dabei sein konnte, um mir ein erstes Bild zu machen. Zug 94 ist ein grosser Verein und es hat überall gute Leute, die sich sehr für den Club einsetzen.

Die Mannschaft ist ziemlich neu zusammengestellt. Wie hat sie sich schon gefunden?

Ja, aber das braucht natürlich noch Zeit. Es sind viele sehr junge Spieler dabei. Aber sie sind alle extrem motiviert und es mach Spass mit ihnen zu arbeiten.

Was ist dir als Trainer wichtig beim Fussballspielen?

Fussballerisch möchte ich mit meiner Mannschaft das Spiel dominieren und einen schönen Fussball spielen. In Bezug auf das Team ist mir Harmonie wichtig. Alle müssen sich dem Team unterordnen, niemand kann alleine etwas erreichen. Die ganze Mannschaft muss der Leader sein, nicht einzelne Spieler. Alle arbeiten für das gleiche Ziel.

Wo lagen die Schwerpunkte in der Vorbereitung im Sommer?

Es war Ferienzeit und wir hatten viele Abwesenheiten. Im August konnten wir dann aber gut und mit hoher Intensität trainieren. Der Schwerpunkt lag natürlich im körperlichen und taktischen Bereich. Wir waren also zum Saisonstart bereit.

Welche Ziele setzt du dem Team für die Herbstrunde?

Zuerst müssen wir als Mannschaft noch mehr zueinanderfinden, uns besser kennenlernen. Das gilt auch für den Staff. Alle müssen meine Philosophie verstehen. Wir wollen ganz vorne mitspielen in unserer Liga. Das muss immer das Ziel der AA von Zug 94 sein.

Was muss die Mannschaft besonders gut umsetzen, damit das gelingt?

Alle müssen in jedem Training Vollgas geben und hoch konzentriert sein. Da wir nur eine kurze Vorbereitung hatten, müssen wir zuerst die einfachen Dinge richtig machen. Ich will also ein einfaches Spiel, wo wir hinten sicher stehen und kontrolliert angreifen.

Schützenfest auf der Hertiallmend: Sieg mit 7:0.

Nach dem hart erkämpften Sieg gegen das Spitzenteam FC Mendrisio galt es gegen das Schlusslicht aus Eschenbach nachzulegen. Das gelang unserer Mannschaft auf eindrückliche Art und Weise.

Vor Spielbeginn fand eine Schweigeminute für den verstorbenen Ehrenpräsidenten Hans Durrer statt.

Das Spiel begann so, wie man es erwarten durfte. Zug übernahm sofort das Spieldiktat und der FC Eschenbach, mit vielen jungen Spielern im Kader, stand sehr tief. Nach fünf Minuten kam Zug zu einem ersten Weitschuss, mehr Gefährliches war aber zu Beginn nicht zu verzeichnen. Nach zwölf Minuten kam Eschenbach ein wenig besser ins Spiel und Zug leistete sich doch den einen oder anderen Abspielfehler im Mittelfeld. Nach einem solchen konnte sich der Gast einfach durchspielen und Zug geriet nur nicht in Rückstand, weil Umberto Soriano mirakulös rettete und den Ball ans Lattenkreuz ablenkte.

Das war der wohl notwendige Weckruf. In der 15. Minute erobern die Zuger den Ball im Mittelfeld, Anel Hodzic passt auf Elvedin Causi, dieser schiesst trocken ins tiefe, rechte Eck. Tor und 1:0 für Zug. Zug setzt sofort nach und holt zwei Eckbälle heraus, die aber nichts einbringen. In der 18. Minute kommt der Pass schön auf den rechten Flügel, von dort ein Pass in den Rücken der Abwehr und Texeira schiesst zum 2:0 ein. Drei Zeigerumdrehungen später stellt Anel Hodzic auf 3:0. Nach den drei schnellen Toren schien es, dass Zug leicht zurücksteckte. Das Heimteam kontrollierte das Spiel weiterhin, ohne aber selbst gefährlich zu werden. Ab der 36. Minute sah es dann wieder anders aus. Zug kam zu Chancen, zweimal durch Elvedin Causi. Die dritte verwerte er dann nach einer schönen Einzelleistung. Damit stand es zur Pause 4:0, völlig verdient erhielt das Team Applaus von den Fans.

Zur Pause wechselte Dragi Salatic Fabian Simic, Simone Campisi und Gabriel Machado ein. Das änderte nichts am Spiel. Zug dominierte nach Belieben und schoss weitere Tore. So kamen zuerst Gabriel Machado und dann der Zuger Junior Simone Campisi je zu ihrem ersten Tor für Zug 94. In der 65. Minute schoss dann auch noch Kraniqi ein Tor. Das war der Endstand, denn in den verbleibenden 25 Minuten schienen die Zuger Tempo herauszunehmen und Eschenbach vermochte nicht davon zu profitieren. Umberto Soriano musste in der gesamten zweiten Halbzeit ein einziges Mal eingreifen, bei einem harmlosen Schuss aus der Distanz.

Zug 94 schaffte also den erhofften Sieg und tat etwas fürs Torverhältnis und für das Selbstvertrauen. Nächsten Samstag geht es nach Schwyz gegen den FC Ibach. Dort wird es wohl wieder mehr Gegenwehr geben.

«Urs Fischer war mein bisher bester Trainer»

Unser neuer Stürmer Elvedin Causi hat am letzten Wochenenede sein erstes Tor für Zug 94 erzielt. Der Sportjounalist Martin Mühlebach hat in der Zuger Zeitung vom 9. September ein Porträt über ihn verfasst. Causi wurde beim FCZ gross, spielte dann bei den Junioren von GC, kam zurück zum FCZ und schaffte es dort ins Kader der ersten Mannschaft. Das Highlight: Im Cupfinal 2014 gegen den FC Basel sass Elvedin Causi auf der Ersatzbank des siegreichen FC Zürich. Später ging er zu Thun und YF Juventus, von wo er nun zu Zug 94 stiess.

Das vollständige Porträt von Elvedin Causi findet ihr hier (nur für Abonnenten der Zuger Zeitung).

Am Samstag, 10. September 2022, spielt unsere erste Mannschaft um 16 Uhr Zuhause gegen den FC Eschenbach. Wir freuen uns über viele Zuschauerinnen und Zuschauer, die unser Team unterstützen.

Unser Ehrenpräsident Dr. Hans Durrer (1938 – 2022) ist gestorben.

Am 3. September 2022 ist Hans Durrer gestorben. Hans Durrer hat sehr viel für den Zuger Fussball und für Zug 94 geleistet. Er war langjähriges MItglied unseres Vereins, grosszügiger Gönner und wurde im Jahr 2011 zum Ehrenpräsident ernannt.

Wir werden ihn stets in guter Erinnerung behalten und entbieten den Angehörigen unser herzliches Beileid.