Verdientes Unentschieden gegen Spitzenteam

Zug 94 gegen das zweitklassierte Langenthal versprach spannend und attraktiv zu werden. Und genau das erlebten die fast 300 Zuschauer auf der Herti Allmend. Ein Spiel, das von Anfang an viel Tempo drin hatte mit zwei Teams, die beide den Sieg suchten. In der ersten Halbzeit waren die Langenthaler besser und hatten leicht mehr Chancen, in der zweiten Halbzeit was das Heimteam besser. Beide Mannschaften vergaben grosse Torchancen, beide hätte das Spiel für sich entscheiden können. Die Zuschauer waren damit sehr zufrieden, eigentlich überraschend beim Schlussresultat von 0:0.

Nicht ganz zufrieden war Vural Oenen, Trainer der Zuger: «Ein Untentschieden gegen das sehr starke Langenthal ist sicherlich nicht schlecht. Doch ich wollte drei Punkte und Chance dafür hatten wir.» Ganz zum Schluss hatte Zug dann auch noch Glück, bzw. es konnte sich wieder einmal auf seinen Goalie, Matthias Grob, verlassen, der in den letzten Sekunden des Spiels noch einmal eine Glanzparade auspackte. Damit blieb es beim Unentschieden und Zug holte einen weiteren wichtigen Punkt.

Am nächsten Samstag spielt Zug 94 auswärts gegen ein weiteres starkes Team: Das Spiel gegen Solothurn beginnt um 16 Uhr.

«Die Entwicklung macht mich stolz»

Am Sonntag geht es endlich auch für unser Frauen-Team wieder los. Und gleich kommt es zum Spitzenspiel in der 4. Liga gegen Goldau. Wir haben mit dem Trainer, Charlie Heymann, über die Entwicklung und Motivation des Teams und die Ziele für die Rückrunde gesprochen.

Das Interview folgt weiter unten. Zuerst haben sich die drei Kapitäninnen geäussert:

«Die Hinrunde war hart, aber wir haben gekämpft und es damit bis fast an die Spitze der Tabelle geschafft. Bis auf das erste Spiel haben wir alles gewonnen. Darauf sind wir natürlich stolz. Wir sehen selbst, dass das ganze Team einen grossen Entwicklungsschritt gemacht hat seit der letzten Saison. Wir spielen besser zusammen und sind auch taktisch reifer. Unsere Motivation für die Rückrunde ist riesig. Wir wollen den 1. Platz in der Tabelle und somit in die 3. Liga aufsteigen.»

Charlie, was sagst du zu den Äusserungen deiner Spielerinnen?

Ich bin sehr stolz auf sie. Wir machen richtig gute Fortschritte in allen Belangen und das Team lässt sich auch durch Rückschläge nicht von seinem Weg abbringen. Wie die Kapitäninnen sagten, sind wir mit einer Niederlage gestartet. Doch danach gab’s nur mehr Siege.

Was ist denn der Unterschied zur Vorsaison?

Es war unsere erste Saison überhaupt. Kämpferisch waren wir da zwar auch gut. Spielerisch fehlte aber noch Einiges. Zudem mussten wir auch als Team zuerst zusammenwachsen. Für mich steht das Team über allem. Gemeinsam kann man so viel erreichen. Dieses Jahr liessen wir uns auch nicht aus dem Konzept bringen, wenn andere Teams Spielerinnen aus höheren Ligen ein gesetzt haben. Wir haben unser Ding durchgezogen und sind stark geblieben.

Wie lief nun die Vorbereitung auf die Rückrunde?

Wir hatten ein Testspiel gegen einen Drittligisten, das nicht so gut lief. Wir waren an dem Tag irgendwie nicht so da. Das kann passieren, war aber auch ein Weckruf. Toll war das Vorbereitungsturnier in Kriens, wo auch Teams aus der 2. und 3. Liga dabei waren. Das war ein spannendes Turnier. Wir haben bis auf ein Spiel sehr gute Leistungen gezeigt. Viel Power gehabt, ein gutes Zusammenspiel gezeigt. Insgesamt hatten wir eine gute Vorbereitung, alle haben richtig Gas gegeben.

Ihr seid also bereit für das Spitzenspiel gegen Goldau?

Ja. Es ist zwar nicht immer einfach für uns, weil das Kader sehr knapp ist. Aber das Team ist voll motiviert und wir haben für uns das Ziel formuliert, aufsteigen zu wollen. Vom Verein wird das von uns nicht erwartet. Aber die Spielerinnen sind ambitioniert und wollen immer gewinnen. So muss es sein. Für mich noch wichtiger ist, dass wir uns stetig weiterentwickeln, vor allem auch spielerisch und taktisch.

Gab es im Kader Veränderungen?

Wir haben eine neue Spielerin erhalten und eine andere ist aus dem Ausland zurückgekehrt. Eine wichtige Veränderung ist aber auch, dass unsere Torhüterin wieder gesund ist. Sie war wegen eines Handbruchs lange ausgefallen. Wir sind also jetzt komplett und freuen uns sehr, dass es endlich wieder losgeht.

Wie siehst du generell den Frauenfussball bei Zug 94?

Es ist eine richtig schöne Entwicklung. Zahlenmässig mit jetzt fast 200 Juniorinnen und Frauen im Verein. Wir erhalten aber auch viele positive Rückmeldungen aus dem Umfeld und der Support für den Frauenfussball im Verein ist sehr spürbar.

Die Rückrunde startet mit dem Spiel gegen den Leader. Der SC Goldau ist am Sonntag, 12. April 2026, um 12 Uhr auf der Herti Allmend zu Gast. Derzeit liegen die Schwyerinnen drei Punkte vor uns. Mit einem Sieg kann Zug 94 aufschliessen.

Langenthal zu Gast in Zug

Im Spielbericht zum letzten Spiel der Langenthaler wird der Chronist sehr deutlich: «Der FCL-Sieg täuscht aber über eine insgesamt schwache Leistung hinweg. Langenthal zeigte sich am Gründonnerstag Abend defensiv anfällig, behäbig und unpräzis im Spielaufbau. Lange Zeit waren die Einheimischen mit angezogener Handbremse und offensiv ideenlos unterwegs. Da gilt es sicher nach Ostern den Hebel anzusetzen, denn immer wird eine solche Wende in den Schlussminuten nicht gelingen!»

Er beschreibt das Spiel zwischen Langenthal und Münsingen, das die Langenthaler in den letzten Spielminuten mit drei Toren vom 1:2 auf 4:2 drehten. Damit gelang dem Team der 8. Sieg in den bisher neun Spielen der Rückrunde. Langenthal ist das bisher beste Team seit Februar. Zug sollte also gewarnt sein.

Positiv stimmt unsere letzte Partie in Buochs, wo das Team überzeugend auftrat und klar gewann. Dies trotz grossem Druck aufgrund der Tabellenlage. Auch ein Blick zurück auf das Hinspiel in Langenthal lässt durchaus hoffen. Zug zog sich gut aus der Affäre und erzielte ein zwar hart erkämpftes aber nicht unverdientes 1:1. Es braucht also wieder eine Top-Leistung, um gegen die Langenthaler bestehen zu können.

Für die Zuschauer lohnt sich ebenfalls ein Blick auf das Hinspiel. Es war über weite Strecken ein offener Schlagabtausch mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Also durchaus attraktiv für die Fans.

Das Spiel findet am Samstag, 11. April 2026 um 16 Uhr, auf der Herti Allmend statt.

Überzeugender Sieg in Buochs

Es ging um viel in diesem Spiel. Zug konnte sich mit einem Sieg in Buochs Luft gegenüber den Abstiegsplätzen verschaffen. Buochs hätte seinerseits mit einem Sieg zu Zug aufschliessen können. Doch lange zeigten nur die Zuger Gäste, dass sie wirklich den Sieg wollten. Und sie holten ihn sich schliesslich auch hochverdient.

Die Gäste aus Zug übernahmen von Spielbeginn an das Zepter und spielten mutig nach vorne. Buochs hingegen schient auf Abwarten zu spielen und kam so permanent unter Druck. Allein in den ersten 15 Minuten kamen die Zuger zu fünf Eckbällen. Diese brachten zwar nichts ein, aber Zug powerte weiter und zeigte in der 25. Minute einen schönen, rasch vorgetragenen Angriff über die rechte Seite. Büeler fing den Ball ganz hinten ab, spielte auf Martin, der das ganze Mittelfeld überlief und auf den Flügel zu Teichmann spielte. Dieser wartete kurz und flankte dann präzise zur Mitte, wo Diego Martin richtig stand und den Ball ins Tor lenkte. Das war die verdiente Führung für Zug.

Zug spielte nach dem Tor gleich weiter und liess hinten überhaupt nichts zu. In der 37. Minute wurden die Bemühungen der Gäste noch einmal belohnt. Nach einem Zweikampf im Sechzehner der Buochser ertönte der Penaltypfiff. Dein Barreiro legte sich den Ball zurecht und erzielte das 2:0.

Die Zuger liessen den Ball laufen, waren immer einen Schritt schneller und gewannen praktisch alle Zweikämpfe. Weil der Gegner immer sofort durch mehrere Zuger unter Druck gesetzt wurde gewann Zug auch viele Bälle im Mittelfeld. Buochs fand in der ersten Halbzeit nicht statt. So bliebt es beim 2:0 für Zug.

Buochs kam danach deutlich aggressiver aus der Kabine und ging konsequenter in die Zweikämpfe. Spielerisch blieb es jedoch bei der Zuger Dominanz. Und in der 53. Minute fiel das 3:0. Alan Nabarro schoss aus 25 Metern, traf aber den Ball nicht richtig. Dieser flog dennoch in den Sechzehner der Buochser, wo ihn Christopher Teichmann für den Goalie unhaltbar ablenkte.

Danach konnte Buochs zulegen und den Zugern merkte man ihren Powerfussball ab der 70. Minute an. Zuger Strafraum. So kam das Heimteam endlich zu einer echten Torchance in der 70. Minute mit einem Schuss an den Pfosten. Und nur drei Minuten später klappt es dann für Buochs. Nach einem schönen Pass in den Lauf kann Shan Meyer alleine vor Matthias Grob einschieben. Ein Tor, das sich so langsam aber sicher abgezeichnet hate. Zug liess leicht nach, Buochs drehte auf und gewann mehr Zweikämpfe.

Danach konnte Zug das Spiel jedoch wieder mehrheitlich kontrollieren und Buochs hatte keine nennenswerte Torchancen mehr. Es blieb damit beim 3:1 Sieg für die Gäste aus Zug, die drei wichtige Punkte mit nach Hause nahmen.

Auswärts gegen den SC Buochs

Nach dem glücklichen Sieg gegen die Old Boys Basel vom letzten Samstag steht gleich das nächste wichtige Spiel an. Unsere 1. Mannschaft muss nach Buochs zum innerschweizer Derby. Das Spiel findet am Ostersamstag um 16 Uhr statt.

Der SC Buochs ist nach einer schlechten Vorrunde im Frühjahr gut in die Meisterschaft gestartet und holte in den ersten fünf Spielen zehn Punkte (drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage). Damit setzte das Nidwaldner Team zur Aufholjagd in der Tabelle an und verliess den vorletzten Platz. Doch die letzten zwei Spiele verloren die Buochser gegen Münsingen und Courtételle. Aktuell steht Buochs an 13. Stelle, mitten im Abstiegskampf.

Unser Team konnte derweil gegen die Old Boys Moral tanken und drei enorm wichtige Punkte holen. Auch wenn der Sieg letztlich glücklich war, unverdient war er aufgrund der Chancen und Spielanteile nicht. Es gilt nun, die positiven Dinge aus diesem Spiel ins schwierige Auswärtsspiel nach Buochs mitzunehmen und als Team geschlossen aufzutreten. Spannung ist auf jeden Fall sicher, denn die beiden Mannschaften liegen in der Tabelle praktisch gleichauf. Beide Teams erzielen jedoch auch wenige Tore. Bei Buochs sticht dabei Nik Dubler als Goalgetter heraus, der fast die Hälfte aller Tore in der bisherigen Saison erzielt hat. Auf ihn muss unsere Defensive sicher besonders achten.

Zug 94 in Action. Fredy Röösli Cup, F-Turnier und Skillsday

Was für ein Tag! Was für ein Wetterglück! Am Freitag Schnee, am Sonntag Schnee und dazwischen Sonnenschein. Dank dem Zug 94 wohlgesinnten Wettergott durften wir einen tollen Vereinstag erleben. Mit dem traditionellen Fredy Röösli Cup, das Turnier für unsere Kleinsten aus der Fussballschule. Mit einem F- und E-Juniorenturnier und mit dem Skillsday, bei dem alle Mitglieder Punkte und Sponsorengelder sammeln. Dafür mussten sie an vier Posten ihr fussballerisches Geschick zeigen. Zu den Disziplinen gehörten ein Torwandschiessen, ein Fussball-Boccia, Jonglieren und eine Ball-Stafette.

Wie im letzten Jahr auch schon, hat Zug 94 diesen Tag zu einem schönen Vereinsanlass gemacht, wo sich möglichst viele Mitglieder treffen, bei den verschiedenen Fussballaktivitäten ihr Können zeigen und den ganzen Tag über gemütlich zusammen sind. Das Event-OK hat mit einem Grill-, Getränke- und Kuchenstand sowie einer Creperie und Gelateria für das kulinarische Wohl gesorgt. So waren an diesem Tag viele glückliche Kinder und Jugendliche zu sehen und zahlreiche Eltern, Verwandte und Freunde, die ihre Jüngsten begleiteten.

Das Glück auf unserer Seite

In einem für beide Teams enorm wichtigen Spiel behielt unsere 1. Mannschaft die Oberhand gegen die BSC Old Boys. Am Ende äusserst glücklich, doch insgesamt verdient.

Das Spiel vom Samstag ist schnell zusammengefasst. Zug hatte deutlich mehr Ballbesitz und Spielanteile. Doch es gelang den Zugern nicht, daraus Profit zu ziehen und sich gute Torchancen zu erarbeiten. Einzig in der 41. und 44. Minute der ersten Halbzeit hatten Christopher Teichmann und Diego Martin je einen Schuss aufs Tor von Old Boys.

Nach der Pause ging es ähnlich weiter, bis sich Sandro Inderbitzin in der 52. Minute die direkte rote Karte holte. Damit war Zug gezwungen, knapp 40 Minuten in Unterzahl zu spielen. Die Basler hatten nun zwar mehr Ballbesitz, die gefährlicheren Angriffe kamen jedoch von Zug. Die grösste Chance hatte dabei Matteo Büeler in der 64. Minute, als er aus aussichtsreicher Position im Sechzehner der Gäste verzog und der Ball über das Tor flog. In der Folge vermochten die Zuger weitere gute Kontermöglichkeiten nicht zu nutzen, weil sie jeweils zu ungenau spielten oder die Abschlüsse zu wenig konsequent waren.

Die Basler Gäste blieben knapp 80 Minuten komplett ungefährlich und hatten keine einzige Torchance, trotz langer Überzahl. Gegen Ende der Partie kamen sie dann besser ins Spiel und hatten in der 85. Minute ihrerseits Pech mit einem Kopfball an die Latte. Viel Glück für das Heimteam in dieser Situation. Dann, als alle bereits mit einem 0:0 rechneten, kam Zug über die linke Seite, wo Taulant Limoni eine hohe Flanke in den Fünferraum spielte. Der Kopfball des Zugers gelangte zu Diego Martin, der auf Bojan Saponja auflegte. Dieser stand goldrichtig und brauchte nur mehr einzuschieben. Das war der KO-Schlag für die Basler und die grosse Erlösung für das Heimteam. Damit bleiben dank einem glücklichen 1:0 Sieg drei wichtige Punkte in Zug.

Am kommenden Samstag geht es nach Buochs. Wieder ein Spiel, wo beide Teams unbedingt punkten wollen und müssen.

Heimspiel gegen Old Boys Basel

Am Samstag spielt unsere 1. Mannschaft Zuhause gegen die Old Boys aus Basel. Diese sind aktuell zwar Tabellenletzte, haben sich aber auf die Rückrunde hin verstärkt und mit Maurizio Jacobacci einen prominenten Trainer geholt. Bisher schlug sich dies aber noch nicht in den Resultaten nieder. Das Team verlor in den Meisterschaft viermal nacheinander. Doch aufgepasst: Die Basler hielten mit ihren Gegnern mit und verloren jeweils nur mit einem Tor Differenz. Zuletzt in Münsingen dominierten sie das Spiel sogar mit einem Mann weniger und kamen zu diversen guten Ausgleichsmöglichkeiten. Zug ist also gewarnt.

Im Hinspiel siegte unser Team zwar mit 4:0. Doch das ist lange her und Zug braucht genauso wie die Basler dringend Punkte. Nach der deutlichen Niederlage letzten Samstag auswärts gegen das Spitzenteam aus Muttenz gilt es nun, aufzustehen und mit Überzeugung ins nächste Spiel zu gehen. Sandro Inderbitzin ist überzeugt, dass es nur mit einer geschlossenen Teamleistung geht: «Jeder muss für jeden gehen und kämpfen. Wir haben Qualität, diese müssen wir nun über 90 Minuten aufs Feld bringen.»

Das Spiel ist für beide Teams sehr wichtig und kann die Weichen für die kommenden Aufgaben stellen. Die Ausgangslage ist also spannend. Spielbeginn ist um 16 Uhr.

Deutliche Niederlage in Muttenz

Nach der guten Schlussviertelstunde gegen GC vom letzten Wochenende mit viel Offensivpower durfte Zug sich durchaus auch Hoffnung auf Punkte in Muttenz machen. Doch das Team spielte von Anfang an sehr ängstlich und stand tief. Muttenz kontrollierte daher den Ball, hatte deutlich mehr Ballbesitz und kam in der 6. Minute auch zur ersten Torchance. Matthias Grob parierte den Ball, der aus spitzem Winkel geschossen wurde. Er sollte im weiteren Verlauf des Spiels noch viele Möglichkeiten bekommen, um sich auszuzeichnen. Und das gleich vorweg: Matthias Grob war mit Abstand der beste Zuger an diesem Samstagnachmittag.

Zug spielte also sehr vorsichtig und dennoch passierten dem Team teils haarsträubende Fehler. In der 20. Minute führte ein Ballverlust in der eigenen Verteidigung zu einer guten Basler Chance. Und nur fünf Minuten später der nächste Bock. Diesmal wollten die Zuger nach Abstoss aus dem eigenen Sechzehner herausspielen, der Ball versprang aber und ein Muttenzer konnte diese aus neuen Metern Entfernung einschiessen. 1:0 für die Gastgeber.

Nun folgte die beste Phase der Zuger: Wie schon gegen GC brauchten sie offensichtlich ein Gegentor, um danach konsequenter nach vorne zu spielen und auch die Offensive zu suchen. So hatte Zug zwischen der 30. und 40. Minute zwei gute Torchancen. Einmal war der Muttenzer Goalie knapp vor Bojan Saponja am Ball, das andere Mal parierte er einen platzierten Schuss von Matteo Büeler. Zu mehr reichte es Zug in der ersten Halbzeit nicht mehr. Auch Muttenz hielt sich zurück und wurde nicht mehr gefährlich.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Zug hat nun zwar mehr Ballbesitz, Muttenz kontrollierte aber das Spiel und wartete auf Konterchancen. Eine solche bekamen die Basler in der 72. Minute als ihr Stürmer alleine auf Matthias Grob losziehen konnte. Dieser wehrte aber mirakulös ab.

2. Halbzeit: Zug  beginnt mit ein wenig mehr Ballbeseitz als das Heimteam, aber zu Chancen kommt keine Mannschaft. Dies war aber gleichzeitig das Zeichen zum Schlussspurt von Muttenz und damit zum definitiven Untergang der Zuger. In den letzten zehn Minuten schossen die Basler noch drei Tore. Beim ersten rettete Grob zuerst in Corner. Diesen vermochten die Zuger nicht richtig zu befreien und der Muttenzer Stürmer konnte am hinteren Pfosten einschieben. Beim nächsten Basler Angriff verstolperten die Zuger den Ball, ein Muttenzer konnte alleine auf Grob losziehen und einschiessen. Und kurz danach kam es noch schlimmer. Nach einem Ballverlust der Zuger im Mittelfeld schnappte sich ein Muttenzer den Ball und spazierte durch die gesamte Zuger Hintermannschaft bis er nur noch einzuschieben brauchte.

Das war’s dann. Muttenz gewann verdient mit 4:0. Nun kommt es am nächsten Samstag zum 6-Punkte-Spiel gegen den Tabellenletzten Old Boys Basel. Zug steckt damit mitten im Abstiegskampf.

«Wir wollen in die Aufstiegsspiele»

Die 2. Mannschaft hat als Tabellenführerin in der 4. Liga überwintert. Diesen Rang gilt es ab kommendem Samstag mit dem Start der Rückrunde zu verteidigen (Sonntag, 15 Uhr, Herti Allmend gegen den FC Sarneraatal b. Denn das Ziel ist klar: Wir wollen die Aufstiegsspiele für die 3. Liga erreichen. Wir haben mit den beiden Trainern, Julien Manenti und Samet Reci, über die Vorbereitung und ihre Ziele gesprochen.

Julien, seit dem letzten Spiel sind fast vier Monate vergangen. Was habt ihr in dieser Zeit gemacht?

Julien: Vier Monate sind unglaublich lang. Wir haben vor Weihnachten zuerst noch weitertrainiert und dann ab Mitte Januar wieder angefangen. Der Schwerpunkt bei den Trainings lag auf der Fitness und der Spielstruktur. In den Testspielen haben wir auch viel an den Positionen gearbeitet und die Spieler häufig die Rollen wechseln lassen.

Samet: Wir wollen damit die Flexibilität fördern und die Variabilität unseres Spiels erhöhen. Teils haben wir während des Spiels die Formationen angepasst, um zu sehen, wie stabil wir sind und ob der Spielfluss sich dadurch verändert.

Wenn man nur auf die Resultate schaut, gab es gute und schlechte Spiele.

Samet: Ja, es ist aber auch schwierig, die Konzentration und Motivation über so viele Wochen hochzuhalten. Die Vorbereitung war lange. Ich bin froh, geht es jetzt endlich wieder los.

Julien: Die Resultate standen in den Testspielen nicht im Vordergrund. Wir haben viel ausprobiert und auch diverse neue Spieler integriert. Ich bin sicher, dass das Team bereit ist, wenn es ernst gilt.

Welche neuen Spieler sind gekommen?

Julien: Insgesamt konnten wir sieben Neuzugänge tätigen: Arias Nicolas von Blau Weiss Zug (4. Liga), Giuseppe Macri von Zug 94 (30+), Diego Monteiro Bosshard vom FC Witikon (3. Liga), Fabio Ehrat vom FC Emmenbrücke (2. Liga interregional), Ardian Aziraj und Albert Kaba vom FC Rotkreuz (3. Liga) sowie Jetmir Limoni ebenfalls vom FC Rotkreuz (3. Liga).

Zudem ist nun auch Kiano Margiotta, eigentlich noch B-Junior, im Team. Das freut mich besonders, weil er aus der eigenen Juniorenabteilung stammt. Wir hatten in der Vorrunde teils Hilfe von der 1. Mannschaft. Das sollte nun nicht mehr nötig sein, weil wir auch in der Breite gut besetzt sind.

Das Team ist noch sehr jung.

Samet: Ja. Ein Grossteil der Spieler hat einen Jahrgang zwischen 2006 und 2010. Dazu kommen einige erfahrene Spieler, die wichtig für die Struktur des Teams sind. Aber das ist der Weg, den Zug 94 gehen will. Eigene Junioren fördern und mit ihnen zusammen wachsen.

Was ist euer Ziel für die Rückrunde?

Julien: Ganz klar vorne mitspiele und die Aufstiegsspiele erreichen. Danach schauen wir weiter.

Samet: Vom Team erwarten wir, dass sie das umsetzen, was wir im Training erarbeitet haben. Wir müssen als Team auftreten, jeder für jeden gehen. Dann kommen die gewünschten Resultate automatisch.

Julien: Genau. Ich erhoffe mir auch weiterhin viel Unterstützung durch den ganzen Verein. Es wäre schön, wenn auch viele Junioren zuschauen kommen. Denn dieses Team ist ihr weg hin zum Aktivfussball. Wer weiss, dann auch einmal in der 1. Mannschaft von Zug 94.